Geschichte der LEDs

H.J.Round 
 

Die Geschichte der LED begann schon 1907, als der englische Forscher Henry Joseph Round beobachtete, dass bei dem anlegen einer Spannung an ein Siliziumkarbid-Kristall, dieser  zu einer Lichtemission fähig ist. Jener Effekt wird heute auch als Round-Effekt bezeichnet. Dieser Entdeckung wurde aber erst mal keine Bedeutung zugesprochen, da die Forscher der damaligen Zeit an anderen Dingen interessiert waren. Erst mit Oleg Lossew einem russischen Physiker, welcher 1921 diesen Effekt erneut entdeckte, wurde diese Entdeckung mehr Beachtung geschenkt. Lossew untersuchte daraufhin diesen Effekt von 1921 bis 1942.

Auch Georges Destriau,  ein französischer Physiker, entdeckte 1935 einen ähnlichen Effekt bei Zinksulfid, welchen er daraufhin nach dem russischen Physiker als Lessow-Licht bezeichnete. Aber erst mit der Entwicklung des Transistors 1951 konnten weitere Fortschritte im Bereich der Halbleitertechnik erreicht werden und die Lichtemission erklärt werden. Daraufhin beschäftigte man sich nun zunehmend mit der Erforschung und Weiterentwicklung des Round-Effekts. Als aber der erhoffte Erfolg mit Zinksulfid ausblieb, wendete man sich immer mehr den als Halbleitern erkannten III-V-Verbindungen zu. Somit konzentrierte man sich ab 1957 immer mehr mit der Erforschung von Galliumarsenid (GaAs) und Galliumphosphid (GaP). Diese Halbleiter emittierten unter anlegen einer Spannung rotes Licht. 1962 kam dann der Durchbruch. Nick Holonyak, der als eigentlicher Erfinder der LED gilt, entwickelte für General Electrics die erste Licht emittierende Diode, welche rotes Licht aussendete.

Nick_Holonyak_Jr. 
 

Seit der ersten LED im Jahre 1962 wurde durch bessere Qualität der Halbleiterschichten, niederdimensionalen Strukturen (Quantentöpfe), transparenten Substraten und der verbesserten Lichtauskopplung extreme Fortschritte in der LED-Technik erreicht. Dadurch konnten die Qualität, die Effizienz, die Lichtausbeute sowie die Langlebigkeit der LEDs um das bis zu 1000-fache gesteigert werden. Dabei ist die rasante Weiterentwicklung der Leuchtdioden aber noch lange nicht am Ende. Heutzutage versucht man weiterhin die Effizienz zu erhöhen und die Kosten für die Herstellung von LEDs zu senken. Und das mit großem Erfolg, wie neuste Forschungen belegen.

Mittlerweile werden LEDs zunehmend eingesetzt in der Infrastruktur, wie z.B. bei Ampelanlagen, in der Automobilebranche oder in der Unterhaltungselektronik. Nicht zuletzt spielt dabei die Lebensdauer, die Energieeinsparung, die Energieausbeute oder die Umweltfreundlichkeit der kleinen Leuchtdioden eine große Rolle, wodurch mitlerweile der LED-Technik eine große Bedeutung zugesprochen wird. Das sind nur wenige Gründe dafür, warum LEDs immer beliebter werden und ihnen der Ruf als Leuchtmittel der Zukunft bescheinigt wird. Somit gewinnt die LED auch zunehmend an Bedeutung als Leuchtmittel im privaten und kommerziellen Sektor. Schon heute finden LEDs immer mehr Verwendung in Produkten wie z.B. Lichterketten, Hängeleuchten, Deckenleuchten, Wandleuchten oder auch Taschenlampen.