Wie geht eigentlich Haus bauen?

Bauen macht glücklich. Macht bauen glücklich? In unserer Vorstellung – ja! Unbedingt! Wenn wir uns entschließen ein Haus zu bauen, dann handelt es sich um ein schönes Haus. Es ist gemütlich, hell und groß. Preiswert ist es auch. Im Prozess des Hausbaus kümmert sich der Architekt um unsere Lebensqualität. Mit seinen innovativen Planungsideen versorgt er unseren Traum im Bauhausstil mit viel Tageslicht. Dank seiner Kenntnis über sämtliche Bautrends, wählen wir aus den modernsten Fassaden. Er hat eine Idee davon, was für ein Dach unser Haus zieren soll, und lässt uns aus zwei Varianten entscheiden: Flach- oder Pultdach. Denn auch wir wissen, was wir wollen! Nämlich beides! Währenddessen können wir unseren Talenten nachgehen und das tun, was wir wirklich können. Zum Beispiel die Entscheidung darüber fällen, ob das Licht ausschließlich aus Standleuchten kommen soll. Ansonsten lehnen wir uns zurück und vertrauen. Es ist jemand da, der sich um uns sorgt und unsere Wünsche kennt… Moment! Macht das ein Architekt? Ist das nicht zu teuer? Will der Architekt nur das beste für uns oder verwirklicht er heimlich seine eigenen Wünsche? Doch lieber eine Baufirma, da kann man doch aus Standardvarianten wählen, oder? Mainstream, aber günstig! Zunächst einmal: Bauen macht glücklich! Unbedingt! Man muss nur wissen wie.

Am Anfang steht die Entscheidung

Besser gesagt: Entscheidungen, viele davon. Wie soll Ihr Heim aussehen? Ist das ein Schwedenhaus oder ein modernes Fachwerkhaus? Befinden sich draußen Natursteinfliesen und ein Pool? Wie viele Bäder sollen es sein und wie sehen die Böden aus? Wer wohnt noch mit im Haus und worauf legen Sie Wert bei der Fassade? Wohnen vier Kinder mit im Haus, könnte es sinnvoll sein, ein Bad mehr einzuplanen. Fliesen können mit einer Fußbodenheizung auch im Wohnzimmer gemütlich sein. Bei einem Dielenboden müsste man unter Umständen auf die Fußbodenheizung verzichten. Eine überdachte Sommerküche kann auch im kühlen Deutschland eine gute Idee sein! Sind die ersten Entscheidungen gefällt, wählen Sie klassischerweise aus zwei Möglichkeiten:

Die klassische Variante: Bauen mit einem Architekten

Wer kann am besten Wünsche komprimieren und daraus ein Bauobjekt gestalten? Der Architekt. Dieser hat nicht nur die notwendige Expertise in Sachen Hausbau, er gestaltet jedes Projekt individuell und bezieht unter anderem die Himmelsrichtung in die Lageplanung des Hauses mit ein oder achtet auf Besonderheiten des Grundstückes. Die Terrasse befindet sich somit an einem Ort des Grundstücks mit dem meisten Sonnenlicht und vor unliebsamen Blicken geschützt. Die Wohnküche und die Terrasse stehen in einer räumlichen Verbindung zueinander, das Haus verschmilzt mit seiner Umgebung. Der Architekt kann sich um alles kümmern, bezieht den Bauherren aber vor allem bei der Entscheidungsfindung intensiv mit ein. Praktischerweise kann der Architekt auch dafür verantwortlich gemacht werden, Baufirmen mit konkreten Angaben zu kontaktieren und Angebotsvergleiche zu erstellen. Das ist der Zeitpunkt an dem Sie als Bauherr die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen und abzuwarten, um am Ende jedoch wieder die entscheidende Auswahl der Firmen zu treffen.

Direkte Kontaktaufnahme mit Baufirmen

Einen Architekten einzubeziehen, ist natürlich zeitaufwendiger. Da das Haus individuell für Sie geplant wird, erfordern die gemeinsamen Treffen viel Zeit und Energie. Wenn Sie Ihre Wünsche visualisieren können und genaue Vorstellungen davon haben, wie Ihr Traumhaus aussehen soll, können Sie sich auch direkt an eine Baufirma wenden. Die unterschiedlichen Baufirmen sind dabei häufig auf eine spezielle Bauweise spezialisiert. Aus tausend Möglichkeiten der Hausgestaltung kann eine einzige Baufirma dabei nur einen geringen Prozentsatz erfüllen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass sie sich mit konkreten
Vorstellungen an eine bestimmte Baufirma wenden. Haus Konfigurationstools wie die von dem Bauherren-Berater Almondia helfen Ihnen, Ihre Wünsche zu konkretisieren und zeigen passende Bauunternehmen, die diese auch realisieren können. Allein das schränkt bereits die Auswahl der potenziellen Baufirmen ein.

Wer macht es besser?

Sie müssen sich nicht für die zeit- und kostenaufwändigere Variante entscheiden und eine Allianz mit einem Architekten eingehen. Bei einem Hausbau geht es jedoch um ein einmaliges Projekt, Ihr Projekt, bei dem Sie sich ruhig etwas Qualitatives gönnen sollten. Wichtig ist jedoch, dass sich der Bauherr beim Hausbau in jedem Fall gut unterstützt fühlt. Eine Fertighaus-Baufirma kann sich genauso gut und hingebungsvoll um den Bauherren kümmern wie ein Architekt. Passt es auf beiden Seiten können gemeinsam Entscheidungen getroffen werden. Die Baufirma kann mit ihrer Erfahrung und Kompetenz ein guter Berater sein, am Ende entscheidet sich der Bauherr jedoch selbst. Und der Bauherr trifft weiterhin Entscheidungen…

Während der Bauherr also die ganzen unangenehmen Aufgaben an die Baufirma oder den Architekten delegieren kann, kümmert er sich um Dinge, die wirklich Spass machen: Die Auswahl der Beleuchtung und der Handtuchhalter in den zahlreichen Badezimmern. Die Entscheidung gegen eine Tür, die schon steht. Außerdem ist es wichtig, dem Architekten immer wieder zu sagen, wie viel Wert man auf eine offene Küche mit Blick in den Garten legt. Er kann auch einfach entspannt den Prozess beobachten, denn er hat jemanden an seiner Seite, der ihn bei seinem Bauvorhaben begleitet und unterstützt.

Autorin: Darja Marks-Heuchling

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