PRODUKTE RÄUME Hersteller & Designer Themen Angebote Info Standorte
Thonet

S 43 Classics in Colour, Weiß, Buche gebeizt, Schwarz (TP 29)

von Mart Stam, 1931 (Artistic copyright by Mart Stam) — ab 357,00 €
Thonet Logo
357,00 € *
lieferbar in 5-6 Wochen
3% Skonto bei Vorkasse per Banküberweisung*: 346,29 € (Sie sparen 10,71 €)

Einer der ersten Freischwinger der Möbelgeschichte, der S 43 von Mart Stam, bekommt unter dem Label „Classics in Colour“ einen neuen, farbigen Anstrich. Thonet produziert den Klassiker seit den 1920er Jahren. Ganz dem Trend moderner Einrichtungen folgend, wird der S 43 nun mit farbigem Stahlrohr in Szene gesetzt. Dabei wurde sich an den Farben des Bauhauses und Johannes Ittens Farbkreis orientiert, sodass sich eine ansprechende Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart ergibt.

Details

Produktart Freischwinger
Abmessungen

(1) Höhe: 82 cm
(2) Breite: 44 cm
(3) Tiefe: 52 cm
(4) Sitzhöhe: 46 cm
Gewicht 6,2 kg
Farben Sitz und Rücken

Gestell


* Materialmusterversand (zur Ansicht) nur möglich innerhalb Deutschlands.
Zubehör Passende Sitzauflage für S 43 Classics in Colour von Parkhaus Berlin
Material Sitz und Rücken: Buche, Formsperrholz
Gestell: Stahlrohr, lackiert
Funktion & Eigenschaften Nicht stapelfähig
Pflege Bitte verwenden sie zur Reinigung der Holz- und Metallflächen ein weiches, feuchtes Tuch und ein mildes, neutrales Reinigungsmittel.

Bitte klicken Sie auf das Bild, um detaillierte
Informationen zu erhalten (ca. 0,7 MB).
Nachhaltigkeit Green Globe Zertifikat (Weitere Informationen finden Sie hier)
Gewährleistung 24 Monate
Produktfamilie Thonet Freischwinger

Beliebte Varianten

S 43 Classics in Colour, Schwarz, Buche gebeizt, Schwarz (TP 29)
S 43 Classics in Colour, Tomatenrot, Buche gebeizt, Schwarz (TP 29)
S 43 Classics in Colour, Schokobraun, Buche gebeizt, Schwarz (TP 29)
S 43 Classics in Colour, Weiß, Buche gebeizt, Schwarz (TP 29)

Designstory

Das Design

Der Freischwinger S 43 von Mart Stam ist einer der ersten Stühle ohne Hinterbeine und gilt heute als typischer Bauhaus Klassiker. Er wird seit seiner Entstehung von der hessischen Firma Thonet produziert. Inspiriert von Auto-, Flugzeug- und Zugsitzen, bei denen zum Teil schon freitragende Stahlrohrrahmen genutzt wurden, entwickelte Stam 1925 das Prinzip des Freischwingers. Mart Stams S 43 ohne Armlehnen ist nach dem Thonet Freischwinger S 33 eine der ersten freischwingenden Varianten des Kragstuhls, einem Vorläufer des Freischwingers, dem aber wegen seiner starren Konstruktion der federnde Sitz noch fehlte. Den S 43, der zu den ersten Modellen des ursprünglichen Entwurfs gehörte, stellte er 1927 in der Ausstellung "Die Wohnung" in Stuttgart-Weißenhof vor, wo unter anderem auch Ludwig Mies van der Rohe mit einem Freischwinger-Modell vertreten war. Stams Modell wurde in den folgenden Jahren von verschiedenen Designern weiterentwickelt und gewann in unterschiedlichen Ausführungen schnell an Popularität. So herrschte schon in den Anfangsjahren Unklarheit über die Urheberschaft des Bauhaus Stuhls. Obwohl das Reichsgericht Mart Stam 1932 die künstlerische Urheberschaft an dem Freischwinger zusprach, bewegt bis heute die Frage, ob Mart Stam oder Marcel Breuer geistiger Vater des Freischwingers ist, die Gemüter.
Stam entlehnte seinen Entwurf einer kubistischen Form. Durch die strenge Konzentration des Designs auf die einfache geometrische Konstruktion ist die Ästhetik des S 43 Thonet Stuhls von minimalistischer Reduktion bestimmt. Die Elastizität des Stahlrohrs ermöglicht, dass der Rahmen des Thonet S 43 flexibel bleibt und federnd auf die Bewegungen des Benutzers reagiert. Eine Polsterung wird durch die Elastizität entbehrlich, und so konnten die Sitz- und Rückenlehnen aus schlichtem Formsperrholz gefertigt werden. Mit dem S 43F entwickelte Stam auch eine Variante mit Armlehnen. In seiner sparsamen Ästhetik gilt das Design des Mart Stam S 43 heute als ein herausragendes Beispiel für ein Möbeldesign im Geiste der Moderne, das Sitzkomfort und minimalistische Formensprache verbindet.

S 43 Designer Mart Stam

Hersteller

Thonet hat heute seinen Hauptsitz in Frankenberg/Eder und wird von Peter Thonet geführt. Ursprünglich 1819 von Michael Thonet als Tischlerei in Boppard am Rhein gegründet, entwickelte sich die Firma schnell zu einem weltweit bekannten Unternehmen, das sich vor allem durch den Einsatz neuer Technologien und durch herausragende Designs einen Namen machte. Wie auch schon beim S 43 und den anderen Thonet Freischwinger-Modellen kam es erstmals bei den Bugholzstühlen aus dem neunzehnten Jahrhundert zu einer besonderen Verbindung von technischer Innovation und neuartigem Design. Thonet setzte bei der Herstellung seiner berühmten Bugholzstühle neuartiges, schichtverleimtes Holz ein, das haltbarer und leichter zu formen war. Die Firma grenzte sich so schon früh technisch und ästhetisch von der traditionellen Möbelbauweise ab. Die Urheberrechte für Mart Stams S 43 liegen heute beim Unternehmen Thonet, das nach der Ausstellung "Die Wohnung" mit der Produktion des Freischwingers begann. Heute können im 1989 eröffneten Museum Thonet in Frankenberg/Eder die Besucher die Geschichte des S 43 nachvollziehen und sich eine Vorstellung von der bald zweihundertjährigen Möbeldesign-Geschichte des Unternehmens machen.

Herstellung eines Thonet Stahlrohr-Freischwingers in Frankenberg, Hessen

Herstellung

Mart Stams S 43 ohne Armlehnen und sein S 43F mit Armlehnen werden vom Traditionsunternehmen Thonet im hessischen Frankenberg produziert. Der tragende Rahmen von Thonets S 43 besteht aus einem einzigen Metallrohr, welches aus geschliffenem oder poliertem Edelstahl angeboten wird. Für die Holzkomponenten werden von Thonet ausschließlich ausgesuchte, helle und ungedämpfte Hölzer aus europäischen Ländern verarbeitet. Sitz und Rückenlehnen des Thonet S 43 sind aus furniertem Formsperrholz gefertigt und in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Angeboten wird der S 43 mit Formholzschalen aus Buchenholz, das durch Lichteinwirkung einen warmen, leicht rötlichen bis gelblichen Ton erhält. Daneben wird der Thonet Stuhl in verschiedenen Beizen und Decklackierungen angeboten. Thonet verwendet dabei einen umweltverträglichen Hydrolack, der nur 2% Lösungsmittel enthält.

Lesesaal der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig mit S 43 Thonet Stühlen

Zeitgeschehen

Stam, der selbst am Bauhaus unterrichtete, entwarf den S 43 im Sinne des Bauhaus Grundgedanken, der damals eine neue, experimentelle Formensprache des Handwerks forderte, die auch den neuen industriellen Herstellungsprozessen gerecht würde. So stand bei den Bauhaus Möbeln neben der Funktionalität des Designs die Möglichkeit einer erschwinglichen, seriellen Produktion im Vordergrund, um die Möbel einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit 1921 war es dank neuer Herstellungsverfahren möglich, biegsame Rohre mit dünnen Wänden maschinell zu produzieren und so eignete sich der Bauhaus Stuhl S 43 ideal für die serielle Produktion. So wurde beispielsweise 1933 die Nationalbibliothek in Leipzig komplett mit den Freischwingern ausgestattet. Mit dem Möbelbau wurde der Werkstoff Stahl zum Symbol einer neuen Ära. Im Gegensatz zur Mystik und Wärme des Holzes standen die Metallmöbel mit ihrem kühlen Glanz für den Reformcharakter der Moderne. Charakteristisch für die einst revolutionären Möbeldesigns ist ihre zeitlose Ästhetik. Noch heute gelten Bauhaus Möbel als modern und zeitgemäß. Fast 80 Jahre nach der Möblierung der Nationalbibliothek 1933 wurde so z.B. 2008 die neue Universitätsbibliothek in Leipzig mit S 43 Stühlen ausgestattet.

Gründer des traditionsreichen Möbelherstellers Michael Thonet in der Mitte mit seinen Söhnen

Zubehör

Sitzauflage für S 43 / S 43 F

Diese Artikel könnten Ihnen auch gefallen

S 32 / S 32 N
Angebot
S 43 F Klassik
S 43 Klassik
Satztisch B 9 Classics in Colour