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Triennale Design Museum Mailand: Dream Factories

Das Triennale Design Museum Mailand hat eine Woche vor der Möbelmesse die Ausstellung „Traumfabriken“ eröffnet: „Dream Factories: People, ideas and paradoxes of Italian design“.

Leider haben sie diese Woche nicht als Testphase genutzt – und den Inhalt etwas reduziert.

Die Ausstellung hat den Anspruch die Hersteller erforschen die zum Aufstieg des italienischen Designs im 20. Jahrhundert beigetragen haben, scheitert aber am Ende an viel zu viel Input auf viel zu kleinem Raum.

Everything Everything haben das Gefühl schön in Worte gefasst: „I can’t move my legs and arms. It’s too much information“.

Genau so hat es sich angefühlt: „I can’t move my legs and arms. It’s too much furniture“.

Die Idee ist gut und interessant – die Ausführung ist lächerlich.

Triennale Design Museum Mailand: Dream Factories - Warum ist ein Rabe wie ein Schreibtisch?

Es ist wirklich eine Schande, denn normalerweise ist ein Besuch des Triennale Design Museums immer ein Höhepunkt des Mailandbesuchs.

Unserer Meinung nach waren die Organisatoren von „Dream Factories“ einfach überambitioniert und/oder haben ihre Ausstellung als lokales Marketing for Mailänder Design instrumentalisiert und das Thema nicht kritisch untersucht.

Als eine Art Alice-im-Wunderland-Abenteuer kann „Dream Factories“ auf jeden Fall von sich behaupten, eine Welt geschaffen zu haben, in der niemand wirklich versteht, was passiert. Aber viel mehr auch nicht.

Nicht nur dass die Wände bis zum Anschlag mit Informationen zu den zwölf Themen gefüllt sind, es gibt auch eine Beschreibung zu jedem einzelnen Objekt, das die Organisatoren in den völlig inadäquaten Raum gestopft haben. Plus Leuchttafeln mit Hintergrundinformationen zu wichtigen Herstellern und Designern.

In der Pressemitteilung wird behauptet, dass „Dream Factories“ eine außergewöhnliche Gelegenheit sei, einige der bekanntesten italienischen Möbeldesigns aus einer anderen Perspektive zu entdecken.

Das bezweifeln wir nicht. Aber wenn man das machen möchte, sollte man zwei Tage einplanen.

Wir haben nach zehn Minuten aufgegeben.

Wir hatten gedacht, dass „Dream Factories“ eine schöne Ergänzung der Ausstellung Zoom. Italian Design and the Photography of Aldo and Marirosa Ballo im Vitra Design Museum sein würde.

Gleiches Thema – andere Perspektive.

Aber während „Zoom“ alles sehr klar, überlegt und gelassen präsentiert, ist „Dream Factories“ einfach Chaos.

Leider.

Alice hätte wahrscheinlich resigniert: „Ihr solltet die Zeit wahrhaftig besser nützen und sie nicht mit Ausstellungen vergeuden, die keinen klaren Fokus haben.“

„Dream Factories: People, ideas and paradoxes of Italian design“ ist noch bis zum 26.02.2012 im Triennale Design Museum Mailand zu sehen.

Weitere Informationen gibt es unter: http://www.triennaledesignmuseum.it/

Triennale Design Museum Mailand: Dream Factories

Als ob das Wort "Überblick" nicht existieren würde.