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IMM Cologne 2016: Richard Lampert

Brigitte Eiermann zufolge arbeitete ihr letzter Ehemann, der deutsche Architekt und Designer Egon Eiermann, so lange an einem Möbeldesignprojekt, bis er sagen konnte “Das ist nicht besser zu machen“. Dass ihm dieser Satz über die Lippen kam, passierte laut Frau Eiermann allerdings sehr selten, so groß war Eiermanns Streben nach Perfektion. Alles kann irgendwie immer noch verbessert werden.1

Allerdings glauben wir, wäre Egon Eiermann sehr zufrieden gewesen mit dem neuen Tischbock Egon vom Stuttgarter Möbelfabrikanten Richard Lampert – so zufrieden jedenfalls, wie es Egon Eiermann eben hätte sein können.

Designt vom langjährigen Lampert-Mitarbeiter Alexander Seifried, entstand das Tischbock Egon aus dem Wunsch heraus, eine Alternative zum klassischen Eiermann 1 Tischgestell anzubieten. Geworden ist daraus so so viel mehr!

So simpel, reduziert und funktional das Eiermann Tischgestell auch ist und immer sein wird, es ist doch ein Tischgestell, das zusammengebaut, bei Bedarf auseinandergebaut und wieder aufgebaut werden muss. Was natürlich kein Problem ist, wenn der Eiermann Tisch als permanente Lösung in einer dauerhaften Bürosituation eingesetzt wird.

Egon aber ist ein Tischbock, das sich in Sekunden zusammenklappen lässt und so nicht nur simpel, reduziert und funktional, sondern auch ausgesprochen flexibel ist!

Erhältlich ist es in einer Vielzahl von Größen und Konfigurationen und bietet so sehr viel mehr Lösungen als das Eiermann Tischgestell – dazu gehören auch runde Tische. Eine Flexibilität, die in Verbindung mit  dem einfachen Auf- und Abbau und dem Klappmechanismus – Egon lässt sich unkompliziert und platzsparend verstauen – das Spektrum des Eiermann Originals erheblich erweitert. Derzeitig vornehmlich als Schreib- und Esstisch eingesetzt, dringt das Möbel in vorher unbekannte Bereiche vor – seien es Konferenzen oder Catering – und auch die Möglichkeiten in den Bereichen Büro oder Homeoffice werden erweitert.

All das ohne von der Essenz des Eiermann Tischgestells abzuweichen: In optischer und funktionaler Hinsicht handelt es sich um das gleiche Tischgestell, das Egon Eiermann 1953 für seine Studenten in Karlsruhe entwickelte – nur eben weiterentwickelt.

Folglich haben wir beschlossen, Egon “Eiermann 3” zu nennen. Wir sind nicht sicher, ob wir das sollten, denn offiziell ist dieser Name nicht. Eiermann 3 ist also nur unser Spitzname für Egon, aber er passt perfekt, denn Egon ist eine funktionale Weiterentwicklung mehr des Egon Eiermann Originals.

Neben dem “Eiermann 3” nutze Richard Lampert die IMM Cologne 2016, um sein neues Regalsystem Bazar von Steffen Kehrle vorzustellen. Das aus pulverbeschichtetem Stahl hergestellte Bazar ist als freistehende Röhrenvariante oder in drei Varianten für die Wandinstallation mit Haken erhältlich. Für uns ist die freistehende Variante ohne Frage der Star! Mit 170 Zentimetern verfügt Bazar über fest eingebaute Haken und eine variable Anzahl an Regalböden, die nach Bedarf eingesetzt werden können, um die passende, praktische Regallösung fürs Bad, die Küche, den Flur etc. … zu finden.

Einige Eindrücke von Richard Lampert auf der IMM 2016:

1. Brigitte Eiermann “Möbel und weitere Entwürfe” in Egon Eiermann 1904 – 1970 : Bauten u. Projekte, ed. Wulf Schirmer, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1984

Linie Form Funktion. Die Bauten von Ferdinand Kramer im Deutschen Architekturmuseum, Frankfurt

Nach der Untersuchung von Ferdinand Kramers Designarbeiten in der Ausstellung “Das Prinzip Kramer: Design für den variablen Gebrauch im Museum Angewandte Kunst“, präsentiert das ebenfalls in Frankfurt am Main gelegene Deutsche Architekturmuseum jetzt “Linie Form Funktion. Die Bauten von Ferdinand Kramer”, eine Ausstellung, die sich den Architekturarbeiten des deutschen Funktionalisten Ferdinand Kramer widmet; eine logische Fortsetzung also und so auch eine exzellente Erweiterung und Vervollständigung der Ausstellung “Das Prinzip Kramer”.

Da kommt die Frage auf, warum niemand auf die Idee gekommen ist, eine Ausstellung zu machen, die sich mit beiden Aspekten befasst… .

Line Form Function. The Buildings of Ferdinand Kramer at the Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt

“Linie Form Funktion. Die Bauten von Ferdinand Kramer”; Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt

Der 1898 in Frankfurt geborene Ferdinand Kramer war im Frühling 1919 an der TH München eingeschrieben, um unter Theodor Fischer Architektur zu studieren, bevor er im Sommer des gleichen Jahres ans Bauhaus nach Weimar wechselte und im Spätsommer wiederum nach München zurückkehrte; enttäuscht, weil ihm ein offizieller Architekturstudiengang fehlte. Die weltbeste Architektur-Institution hat es nie zustande gebracht einen solchen Studiengang einzurichten.

Nach dem Abschluss seines Studiums 1922 in München, kehrte Ferdinand Kramer zurück nach Frankfurt, wo er überwiegend mit Ausstellungsgestaltung und Aufträgen für Haushaltsgegenstände beschäftigt war, darunter sein berühmter “Kramer Ofen” im Jahr 1923. Zwei Jahre später holte der Baubeauftragte der Stadt Ferdinand Kramer in sein Team für das sogenannte Neues Frankfurt Projekt, eines der wohl wichtigsten Stadtplanungs- und Bauprojekte in der Zeit zwischen den Weltkriegen.

Genau an dieser Stelle beginnt auch die Ausstellung “Linie Form Funktion” und zwar mit einer Präsentation von Kramers Beitrag zum Neuen Frankfurt. Die Präsentation gibt auch den Ton für die Ausstellung vor: Eine Mischung aus Modellen, Fotografien, Plänen und Dokumentationsmaterial, die uns genau erklärt, was es mit Kramers Arbeit auf sich hat. Ohne allzu großen Tiefgang präsentiert “Linie Form Funktion” das Thema doch detailliert genug, um dem Besucher die Arbeiten und deren Kontext verständlich zu machen und zwar, ohne dass man als Nicht-Architekt in einem unnötig technischen Jargon verloren geht. In Anbetracht der hohen Zahl an Modellen, Fotografien und Plänen, ist die Ausstellung allerdings in erster Linie für alle gedacht, die sich ohnehin für Architektur interessieren – aber schließlich findet sie auch in einem speziellen Architekturmuseum statt… .

Siedlung Westhausen at Neuen Frankfurt, as seen at Line Form Function. The Buildings of Ferdinand Kramer, the Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt

Siedlung Westhausen, ein Teil des Projekts Neues Frankfurt, gesehen bei “Linie Form Funktion. Die Bauten von Ferdinand Kramer”, Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt

Nach Ernst Mays Umzug nach Moskau 1930, blieb Ferdinand Kramer in Frankfurt, wo er sein eigenes Architekturbüro betrieb. Zwar wurde ihm wegen des jüdischen Stammbaums seiner Frau nur vorübergehend die Arbeit als Architekt verboten, dennoch emigrierte Ferdinand Kramer 1938 in die USA. Auch wenn Kramer 14 Jahre in Amerika verbrachte und 1945 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm, war er doch nie so erfolgreich wie andere von den Nazis zur Emigration gezwungene Architekten aus Deutschland. Und so ist die Präsentation seiner Zeit in den USA auch der knappste Abschnitt der Ausstellung; wenngleich man hier auf das faszinierendste Ausstellungsstück trifft: ein von Kramer entwickeltes, modulares Haussystem, das von Walter Gropius’ und Konrad Wachsmanns General Panel Corporation gebaut werden sollte. Von einer Firma, die nie recht in Gang kam und so eines dieser vielversprechenden Was-wäre-wenn-Projekte blieb – genau wie auch Kramers Wochenendhauskonzept.

Im Jahr 1952 kehrte Ferdinand Kramer schließlich nach Frankfurt zurück, um zu beginnen, was letztendlich sein Erbe werden sollte: den Umbau und die Erweiterung der Frankfurter Universität. Kompromisslos, dennoch offen und einladend – die zahllosen Institute und Gebäude der Frankfurter Universität haben sehr viel mehr Charakter und Wärme als viele Gebäude aus der gleichen Periode. Sie veranschaulichen, wie auch Kramers Designs für Einbauten, Armaturen, Geschirr, Logos, usw. … perfekt Kramers Verständnis und Interpretation funktionalistischer Architektur.

Eines der echten Highlights der Ausstellung ist ein “geteiltes Modell”, dass das Vorher/Nachher des Haupteingangsbereichs des Jüngelhauses zeigt: vorher neobarocke Säulen und von der Fassade in die Straße drängendes Gepränge, danach Glas und ein paar wenige Streifen Metall, dezent in die Fassade eingelassen. Sehr interessant bei diesem Vergleich ist, dass Kramer die ursprüngliche Anordnung und Organisation der Fenster beibehielt. Dass die früheren Fenster so gut zu Kramers Umbau des Eingangsbereichs passen, zeigt auch, wie sich die internationale Moderne aus dem Historizismus heraus entwickelte. Unnötig zu sagen, dass nicht alle begeistert waren von Kramers Umbau des Eingangs. In einem Brief der FAZ denunzierte der Soziologe Franz W. Jerusalem Kramers Entwurf als “moderne Barbarei”. Aber sagen wir es, wie es ist: Der Fortschritt benötigt immer ein wenig kontrollierte Barbarei, um auf dem rechten Weg zu bleiben.

Der erfreulichste Teil der Ausstellung ist ohne Frage der Abschnitt am Ende, der Ferdinand Kramers Privathausprojekten gewidmet ist. Es wäre zu einfach, Kramer nur aufgrund seiner großen Projekte zu beurteilen, seien das das Neue Frankfurt oder die Frankfurter Universität. Dass er nämlich auch sehr sensibel dezente Wohnhäuser bauen ließ, wird häufig vergessen, auch wenn sie, um Kramers Ouevre zu verstehen – und das veranschaulicht “Linie Form Funktion” ganz wunderbar – genauso wichtig sind wie seine größeren, monumentalen Arbeiten.

Frankfurt University Jügelhaus before and after, as seen at Line Form Function. The Buildings of Ferdinand Kramer, the Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt

Frankfurter Universität, vorher und nachher, gesehen bei “Linie Form Funktion. Die Bauten von Ferdinand Kramer”, Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt

Dass die Ausstellung gerade jetzt stattfindet, ist sehr passend. Zum einen zieht die Universität Frankfurt gerade in Gebäude an einem extra neu errichteten Standort – die Kramer-Gebäude werden also möglicherweise nicht mehr lange stehen, oder zumindest nicht alle von ihnen. Der beste Moment also, um sie noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Zum anderen entstanden Projekte wie das Neue Frankfurt vor dem Hintergrund einer akuten Notlage – eines Mangels an Wohnraum. Eine Situation, in der wir uns auch heute wieder befinden und deren soziale, ökonomische und ökologische Auswirkungen sich in den kommenden Jahrzehnten verschlimmern werden. Das derzeitige Europa ist auf solide städtische Bebauungskonzepte angewiesen, wenn es mit den kommenden Veränderungen Schritt halten will. Vieles von dem, was die Funktionalisten während der 1920er und 1930er Jahre herausgestellt haben, mag heute bezüglich der Materialien und der Prozesse überholt sein, hinsichtlich der Ideen und der Beweggründe hat es aber womöglich nach wie vor Gültigkeit.

Wir sagen es immer wieder: Man muss das Rad nicht neu erfinden – das alte Prinzip funktioniert heute wie damals. Allerdings kann dieses alte Prinzip von Zeit zu Zeit etwas optimiert und justiert werden.

Es wäre zu einfach, Ferdinand Kramer als frankfurtspezifischen Architekten abzutun, als jemanden von Interesse für die Stadt aber nicht darüber hinaus. Das wäre nicht nur sehr unhöflich, sondern auch vermessen. Die geografische Verbreitung der Arbeiten eines Architekten korreliert nicht gleich mit deren Qualität – Architekten, die lang genug an einem Ort arbeiten, können zudem häufig eine größere Anzahl ihrer Ideen realisieren und ihre Theorien weiter vertiefen als Architekten, die sich immer wieder mit neuen Klienten und/oder neuen Bauverordnungen herumschlagen müssen.

Ferdinand Kramer hat uns ein faszinierendes, anspruchsvolles und vor allem wichtiges Werk hinterlassen und “Linie Form Funktion. Die Bauten von Ferdinand Kramer” ist die beste Gelegenheit, sich mit diesem Werk bekannt zu machen.

Alles was wir hoffen können ist also, dass sich jemand findet, der “Das Prinzip Kramer”  und “Linie Form Funktion” zu einer zusammenhängenden Untersuchung von Ferdinand Kramers Arbeit und Leben verbindet. Das wäre die passende Nachfolgeveranstaltung und eine logische Erweiterung und Vervollständigung des Projektes… .

“Linie Form Funktion. Die Gebäude von Ferdinand Kramer” läuft im Deutschen Architekturmuseum, Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main, bis Sonntag, den 1. Mai.

Alle Details und Informatiuonen zum Rahmenprogramm gibt es auf http://dam-online.de.

IMM Cologne 2016: Thonet All Seasons Kollektion

Schon in unserem Post zum Nachwuchswettbewerb Unique Youngstar haben wir bemerkt, dass der aktuelle Markt für Outdoor-Möbel in ausgesprochen schlechter Verfassung ist – zumindest was Qualitätsdesign angeht. Wir haben auch erwähnt, dass es dafür eigentlich keinen Grund gibt. Auf der IMM Cologne 2016 präsentiert Thonet jetzt mit seiner neuen All Seasons Kollektion einen ganz besonderen Blick auf das Genre.

Thonet @ IMM Cologne 2016

Thonet @ IMM Cologne 2016

Die Geschichte der Thonet Möbel  (wie auch die des Möbeldesigns ganz allgemein) ist grundsätzlich eine Geschichte von Möbeln für den Innenbereich – wenn auch nicht ausschließlich. Thonets erster Vorstoß in den Außenbereich war im Jahr 1935 der B 33 g von Mart Stam: eigentlich Mart Stams klassischer B 33 Freischwinger, allerdings mit einem g für Garten im Namen und einer Sitzfläche aus Buchenholz, anstatt der aus Sperrholz. Im Zuge des wachsenden, finanziellen Standards, der ansteigenden Bereitstellung von Wohnraum und des sozialen Wandels während der Nachkriegszeit, veröffentlichte Thonet 1952 den faltbaren TF 82 Gartenstuhl von Kurt Felkel, und dann 1955 eine Reihe von Gartenstühlen des Designers Günther Eberle, von denen es keiner bis in die 1960er Jahre schaffte. Im Jahr 1959 brachte Thonet dann den ST 458 Gartenstuhl und den ST 459 Gartensessel von Hanno von Gustedt auf den Markt – wie die Modelle von Günther Eberle wurden auch diese Stühle nur für kurze Zeit produziert. So blieben sie die letzten Outdoor-Stühle von Thonet bis zur Neuauflage von Stams B 33 g, unter dem Namen S 40 im Jahr 1999 – Thonets jüngstem Vorstoß in den Bereich der Outdoor-Möbel.

Wie der Name es schon nahelegt und jeder bei Thonet hervorzuheben versucht, die neue All Seasons Reihe ist keine reine Outdoor-Kollektion, sondern für “alle Jahreszeiten”, also immer und für den Innen- wie Außenbereich gedacht. Was also an milden Frühlings- und Sommerabenden für Komfort und Stil im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon sorgt,  kann im Herbst und Winter in den Innenraum geholt werden, um an kalten Nachmittagen und trübseligen Sonntagen beispielsweise im Wohnzimmer, der Küche, oder dem Wintergarten für Stil und Komfort zu sorgen.

Dass man die All Season Chairs drinnen wie draußen benutzen kann, liegt nicht nur daran, dass es einem vom Thonet Vertriebsteam gesagt wird, sondern auch daran, dass die Reihe aus neuen Versionen des S 33, S 34, S 35 & S 533 besteht – allesamt etablierte Thonet-Klassiker, die ursprünglich für den Gebrauch im Wohnbereich konzipiert wurden und nun durch Materialeinsatz und neue Gestaltung in beide Welten integrierbar sind.

S 33 N, from the Thonet All Seasons Collection, as seen at IMM Cologne 2016

S 33 N, aus der Thonet All Seasons Kollektion, gesehen auf der IMM Cologne 2016

Die Entscheidung etablierte Klassiker für die All Seasons Reihe zu überarbeiten war nicht, wie man annehmen könnte, von der Überarbeitung des Mart Stam B 33 inspiriert, sondern das Resultat einer systematischen Analyse des aktuellen Stands der Dinge und der entsprechenden, aktuellen Anforderungen. “Zunächst arbeiteten wir an einem Forschungsprojekt zu Outdoor-Möbeln”, erklärt Miriam Püttner, Mitarbeiterin des Thonet Designteams und Projektleiterin der All Seasons Kollektion, “einerseits untersuchten wir, was derzeit erhältlich ist und was sich bereits im Thonet Archiv befindet, zudem entwickelten wir verschiedene Szenarios, bei denen Outdoor-Möbel eingesetzt werden und überlegten beispielsweise, ob es sinnvoll ist, Einzelstücke zu entwickeln oder ob eine Produktfamilie die bessere Lösung bietet.”

Die Resultate dieses Forschungsprojektes umfassten um die 120 Seiten und kamen zu dem Schluss, dass Thonet seinen neuen Vorstoß im Outdoor-Bereich (ja, ja, im In- und Outdoor-Bereich, wir haben allerdings den Eindruck, dass die Stühle vor allem im Außenbereich genutzt werden) mit einer Reihe von Stahlrohrklassikern beginnen sollte. Nicht zuletzt, weil es sich bei den Stühlen um Objekte handelt, mit denen viele vertraut sind, die sich einer hohen Popularität erfreuen und die ihren Wert über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichsten Bereichen immer wieder unter Beweis gestellt haben.

“Zunächst war unsere Aufgabe”, erklärt Miriam Püttner, “herauszufinden, welche Klassiker potenziell in Frage kommen – welche sich für eine Adaption eignen. In diesem Zusammenhang war es für mich wichtig, dass wir keine strukturellen Veränderungen an den Stücken vornehmen. Die Entscheidung für die Stühle S 33, S 34, S 35 & S 533 basierte letztendlich darauf, dass die Stühle über eine geschlossene Konstruktion verfügen, während beispielsweise der Rahmen des S 32 hinsichtlich seiner Stabilität auf die Rückenlehne aus Holz  angewiesen ist. Bei der All Seasons Kollektion haben wir nur Stahlrohrstühle mit Rückenlehne und Sitzfläche aus einem synthetischen Netzgewebe.”

S 35 N with, and without cushions, from the Thonet All Seasons Collection, as seen at IMM Cologne 2016

S 35 N mit und ohne Kissen, aus der Thonet All Seasons Kollektion, gesehen auf der IMM Cologne 2016

So wie eine genaue Analyse zur Entscheidung für die Klassiker führte, so liegt auch der Entscheidung für das Batyline Gewebe von Sitz und Rückenlehne eine genaue Analyse zugrunde. Als Material wird Batyline nicht nur vielfach in der Möbelindustrie, sondern auch in der Baubranche als Fassadenabdeckung eingesetzt. Für die Verarbeitung in der Thonet All Seasons Kollektion entschied man sich aufgrund der Langlebigkeit und der Flächenstabilität des Materials und seiner Beständigkeit gegen UV-Strahlung und Salze. Faktoren, die das Netzgewebe für ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten im Outdoor-Bereich geeignet machen, wie beispielsweise auch für die Ausstattung von Jachten oder von Veranden mit Seeseite. Auch das speziell entwickelte Thonet Protect System ermöglicht den Einsatz in ganz unterschiedlichen Bereichen: Das Stahlrohr wird einem mehrstufigen technischen Prozess unterzogen, was – ähnlich innovativer Autolacke – ein hohes Maß an Schutz garantiert. Zudem bietet die erarbeitete Batyline Kollektion eine breite Palette an möglichen – leuchtenden wie auch dezenten – Farben. Farben, die wunderbar mit den Farbvarianten der Stahlrohrrahmen kontrastieren und dem Einsatz im Innen- wie Außenbereich sehr zuträglich sind. “Zudem”, erklärt Miriam Püttner, “waren die Farben eine zentrale Komponente, als es darum ging, die Richtung des Projektes zu bestimmen: “Mir war es wichtig, ein für Thonet neuartiges, frisches Konzept zu entwickeln. Gerade bei Möbeln für den Außenbereich spielen die Farben eine entscheidende Rolle, die allesamt auch so abgestimmt sein müssen, dass sie in das Umfeld passen, zusammen harmonieren und genauso für die Marke stimmen.”

Neben den Stühlen umfasst die Thonet All Seasons Kollektion auch neue Versionen der Tische B 9, B 97 und S 1040, optional mit einer Tischplatte aus Beton. Die Tischplatte liefert nicht nur einen schönen Materialkontrast zu den Stahlrohrrahmen; da das Material eine Patina und so je nach Gebrauch einen ganz individuellen Charakter entwickelt, sorgt die Tischplatte auch dafür, dass die Outdoor-Möbel sich entwickeln und mit ihren Besitzern, deren Kindern und Kindes-Kindern mitaltern … Die Thonet All Seasons Kollektion ist nicht nur für jede Jahreszeit, sondern, wie alle Thonet Möbel, für den Gebrauch mehrerer Generationen konzipiert.

S 34 N, from the Thonet All Seasons Collection, as seen at IMM Cologne 2016

S 34 N, aus der Thonet All Seasons Kollektion, gesehen auf der IMM Cologne 2016

Dass die neue All Seasons Reihe intern entwickelt wurde, entspricht sehr der Tradition der Thonet Gartenmöbel: Die schon erwähnten Designer Günther Eberle & Hanno von Gustedt gehörten beide zum Entwicklerteam der Thonet-Produktion bzw. waren sie Leiter dieses Bereichs; und beide halfen der Firma, sich von den Turbulenzen der Kriegsjahre zu erholen. Miriam Püttner ergänzt erst seit kurzem, das heißt seit 2015, nach ihrem Abschluss an der Hochschule Coburg, das Thonet Design Team. Die All Seasons Reihe ist das erste Projekt, für das sie verantwortlich ist, was natürlich die Frage nahelegt, wie es sich für eine junge, relativ unerfahrene Designerin anfühlt, so etablierte Designklassiker von Leuten wie Breuer, Stam oder Mies van der Rohe zu überarbeiten.

“Zu Beginn war es schwierig für mich: Es handelt sich um klassische Designs, die jeder kennt und mir war sehr bewusst, dass man diese Entwürfe auch kaputt machen kann, man so den Ruf dieser Klassiker schädigen würde. Ich hatte also einen Heidenrespekt vor der Aufgabe”, erklärt Miriam, “allerdings gehört es zum Charakter von Thonet, dass man eine Menge Unterstützung bekommt, und zwar nicht nur hier im Design Team, wo wir viel Erfahrung haben und wo man bei Bedarf Feedback bekommt, sondern auch in anderen Bereichen, wie der Polsterei, der Metallwerkstatt oder wo auch immer. Der Umgang bei Thonet ist sehr menschlich, das macht eine solche Aufgabe durchaus einfacher.”

IMM Cologne 2016: Thonet All Seasons Collection

IMM Cologne 2016: Thonet All Seasons Kollektion

Dass diese Aufgabe natürlich auch dank der schon existierenden Objekte einfacher würde, ist nicht zu leugnen – erklärt sich allerdings auch nicht von selbst.

Akzeptiert man, dass “Form folgt Funktion” eines der Grundprinzipien bei der Entwicklung der ersten Stahlrohrmöbel war, dann muss man auch akzeptieren, dass “Funktion” ein sehr subjektiver, und bisweilen veränderbarer Begriff ist. Mit dem B 33 g demonstrierte Mart Stam, dass die Entwicklung guter, funktionaler Outdoor-Möbel einen anderen Designansatz erfordert, als die Entwicklung guter, funktionaler Möbel für den Innenbereich. Miriam Püttner und das Thonet Design Team haben wiederum demonstriert, dass auch die Entwicklung guter, funktionaler Möbel für den Innen- und/oder Außenbereich einen ganz speziellen Ansatz erfordert.

Wir würden Miriam beipflichten – es ist tatsächlich sehr einfach ein Objekt wie den S 33 zu ruinieren.

Dass die gesamte All Seasons Kollektion die Originale nicht ruiniert und die Möbel so problemlos als Einzelstücke wie auch als Reihe funktionieren, hängt nicht nur damit zusammen, dass sie einem vertraut sind, sondern damit, dass Miriam Püttner und das Thonet Design Team bei ihrer Adaption für den Außenbereich großen Respekt für die Originale demonstriert haben. Sie haben ein sehr gutes Gespür für die Anforderungen an zeitgenössisches Möbeldesign und ein hervorragendes Verständnis für diese besondere Aufgabe unter Beweis gestellt. Die All Seasons Kollektion vollbringt nichts revolutionäres, was auch gar nicht notwendig ist, da niemand von dieser Reihe erwartet, sie würde Outdoor-Möbel für das 21. Jahrhundert neu definieren. Erwartet wurde eine Reihe von zeitgenössischen Möbeln, die drinnen wie auch draußen, in ganz unterschiedlichen Räumen und Kontexten verwendet werden können, die dieser Aufgabe zudem möglichst mühelos mit Charme und Eleganz nachkommen und die die Originalen so um eine Dimension ergänzen.

Wenn wir den Plan richtig verstanden haben, das mag wie gewohnt zwar nicht der Fall sein, ist die All Seasons Reihe nur der Beginn einer größeren Kollektion von Thonet Outdoor-Möbeln, die auch neue, speziell in Auftrag gegebene Objekte umfassen soll. Die All Seasons Kollektion ist für den Anfang nicht nur funktional angemessen und in ästhetischer Hinsicht sehr ansprechend, sondern passt auch wunderbar zur Tradition Thonets.

Alle Details zur Thonet All Seasons Kollektion sind unter www.thonet.de zu finden.

S 35 N & S 35 NH, from the Thonet All Seasons Collection, as seen at IMM Cologne 2016

S 35 N & S 35 NH, aus der Thonet All Seasons Kollektion, gesehen auf der IMM Cologne 2016

Endstation Ubierring 40 im Kölnischen Stadtmuseum, Köln

Wann ist eine Endhaltestelle keine Endstation?

Wenn es sich um die Ausstellung Endstation Ubierring 40 im Kölnischen Stadtmuseum handelt.

Endstation Ubierring 40 at the Kölnisches Stadtmuseum, Cologne

Endstation Ubierring 40 im Kölnischen Stadtmuseum, Kölm

Am 31. März 1993 wurde der Kunstbereich der Kölner Fachhochschule – der Universität für angewandte Kunst und Wissenschaften – geschlossen. Das war der Schlusspunkt eines Prozesses, der im Grunde 1971 mit der Verschmelzung der Kölner Werkschulen (Hochschule für Bildende Kunst und Formgebung) mit der Fachhochschule begann. In ihrer bis ins Jahr 1879 zurückgehenden Geschichte entwickelten sich die Kölner Werkschulen schnell von einer Institution für angewandte Kunst zu einer Hochschule für angewandte und rein bildende Kunst, die auch auf Bereiche wie Architektur und Design überging. Ursprünglich in einem ehemaligen Schulgebäude in der Nähe der St. Kolumba Kirche untergebracht, zogen die Kölner Werkschulen 1924 in speziell gebaute Räume am Ubierring 40, und konnten über die Jahre Persönlichkeiten wie Martin Elsaesser, Richard Riemerschmid und Stefan Wewerka zu ihrem Lehrpersonal zählen. Im Jahr 1986 beschloss die Landesregierung Nordrhein-Westfalen eine neue Kunsthochschule in Münster zu gründen. Sehr zum Ärger der Behörden und des Personals, sowie der Studenten der Werkschulen in Köln, die nie die Hoffnung aufgegeben hatten, der Kunstbereich würde aus den Fachhochschulen herausgelöst, und eine Kunsthochschule in Köln gegründet. Als Ausgleich gab die Landesregierung ihr Vorhaben bekannt, die Designausbildung in Köln zu stärken und zu fördern, wozu auch die Wiedereinführung des Produktdesignbereichs an der Fachhochschule zählte. Im Jahr 1987 – als unausweichliche Konsequenz der Entwicklungen des vergangenen Jahrzehnts – wurde die Entscheidung gefällt, den Kunstbereich in Köln zu schließen. Neue Studenten wurden nicht zugelassen und so fand die Kunstausbildung nach 114 Jahren ein Ende.

Da Künstler involviert waren, verlief die Schließung natürlich nicht gerade ruhig, aber dennoch unwiderruflich.

Auch wenn Endstation Ubierring 40 angeblich der Feier der Kölner Werkschulen gewidmet ist, ist die Ausstellung doch auch der Beginn einer akademischen Untersuchung zur Institution, ihren Traditionen, ihrer Auswirkung und Resonanz, und soll letztlich eine Antwort auf die Frage liefern, was mit der Schließung der Kölner Werkschulen verloren ging.

Eine Endstation also, an der die Reise genauso beginnt, wie sie auch endet.

Endstation Ubierring 40 at the Kölnisches Stadtmuseum, Cologne

Endstation Ubierring 40 im Kölnischen Stadtmuseum, Köln

Zentraler Bestandteil der Ausstellung Endstation Ubierring 40 ist die 46,5 Meter lange Wand der Endstation Ubierring 40 von Hans Rolf Maria Koller. Die Wandmalereien zeigen Studenten und Professoren der Kölner Werkschulen anno 1991/1992 und fungiert so gewissermaßen als Testament der Kölner Werkschulen. Ein zentraler Bestandteil, der allerdings auch zur größten Schwäche der Ausstellung wird.

Auch wenn, wie wir annehmen, dass die Arbeit ursprünglich nicht für ein spezialisiertes Kölner Publikum gedacht war, benötigt man bei der Betrachtung der Ubierring 40 Endstation doch eine exzellente Kenntnis der Kölner Kunstszene des späten 20. Jahrhunderts. Eine begleitende Broschüre erklärt zwar, wer auf dem Wandgemälde zu sehen ist, allerdings gibt es keine biografischen Informationen. Wem also die Namen nichts sagen, für den könnte es sich genauso um die Darstellung der peruanischen Fußballweltmeisterschaft von 1978 handeln.

Natürlich ist die Qualität der Arbeit zu schätzen. Der offensichtliche Witz und die Komik sind nachvollziehbar, und die Leidenschaft, die das Wandgemälde ausstrahlt – die Leidenschaft mit der es angefertigt wurde, sagt auch viel über das Verhältnis des Künstlers zu den Kölner Werkschulen aus. Es soll aber bei der Ausstellung eigentlich nicht um Hans Rolf Maria Kollers künstlerisches Talent gehen, sondern um die Kunsthochschule und die Frage, was verloren ging, als sie geschlossen wurde.

Alle mit guter Kenntnis der Kölner Kunstszene und diejenigen, die zu den Kölner Werkschulen gehörten, werden die meisten Gesichter kennen und so wissen, wer welche Rolle gespielt hat, wer wie wichtig war. Ihnen wird deshalb klar sein, was mit der Schließung verloren ging.

Für den Rest von uns, bleibt die Antwort hinter den unbekannten Gesichtern verborgen. Der Mangel an Informationen macht die Ausstellung unzugänglich und so auch sehr nicht sonderlich empfehlenswert.

Endstation Ubierring 40 at the Kölnisches Stadtmuseum, Cologne

Ein Gang durch die Geschichte der Kölner Werkschulen…

Neben Hans Rolf Kollers Wandgemälde umfasst Endstation Ubierring 40 auch aus den Werkschulen geborgene Objekte, eine multimediale  Präsentation der ebenso multimedialen Reaktionen auf die Schließung und einen kleinen Bereich zu Arbeiten von Absolventen der Kölner Werkschulen, die im öffentlichen Raum in und um Köln zu finden sind. Dazu gehören beispielsweise die Buntglasfenster von Johan Thorn Prikker, die Ikarusfigur an der Wand des Friedrich Wilhelm Gymnasiums von Kurt-Wolf von Borries und der Rheingarten Springbrunnen von Eduardo Paolozzi. Dieser Bereich war für uns auch der relevanteste Teil der Ausstellung, nicht zuletzt weil wir uns beim Gang durch Endstation Ubierring 40 fortwährend fragten, ob es für eine Stadt überhaupt eine Rolle spielt, wenn eine Kunsthochschule schließt.

Handelt es sich dabei wirklich um ein so ausschlaggebendes Ereignis?

Einerseits kratzt solch eine Schließung natürlich am bürgerlichen Stolz, zudem können Kunststudenten, die ja nicht nur ein ökonomischer Faktor sind, potentiell die Entwicklung anderer kreativer Bereiche beeinflussen und einen entscheidenden Beitrag leisten; sei das im Bereich Musik, Theater, Architektur oder Design. Köln hat jedoch, wie wir es vom Kölner DESIGN Preis wissen, inzwischen 7 “kreative” Hochschulen, von denen einige aus den einzelnen Studiengängen der Kölner Werkschulen hervorgegangen sind. Interessanter ist für uns die Frage, welche Bedeutung die Stadtverwaltung der Kunst beimisst. Ist Köln eine Stadt, die Kunst fördert? Ist Köln eine Stadt, die ihre Künstler ernähren kann? Können Künstler in Köln leben und arbeiten? Erteilt Köln Aufträge im Kunstbereich? Wenn dem so ist, spielt es sicherlich keine Rolle, ob eine Stadt eine Kunsthochschule unterhält oder nicht – da ein Diskurs so ohnehin stattfindet. Wenn Kunst für die Regierung einer Stadt keine Rolle spielt, welche Bedeutung hat dann eine Kunsthochschule, abgesehen von der Bedeutung für den bürgerlichen Stolz?

Zudem ist dem Niedergang der Kölner Werkschulen und der anschließenden Neuordnung der Prioritäten auch zu verdanken, dass sich die Köln International School of Design, KISD, so entwickelt hat, wie es der Fall ist. Ist das nicht auch ein Anlass zu feiern, anstatt nur den Werkschulen nachzutrauern?

Die Endstation also eher als ein Anschlusspunkt, von dem aus die Reise in eine neue Richtung und mit einem anderen Gefährt weitergehen kann?

Als ein früherer Kölner Werkstudent, der jetzt die KISD leitet, wäre Wolfgang Laubersheimers Sicht der Dinge mit Sicherheit interessant und wichtig. Leider wussten wir nichts von der Ausstellung, als wir Wolfgang Laubersheimer interviewt haben, sonst hätten wir ihn nach seiner Meinung gefragt. Wir hoffen es wird ihn noch jemand fragen – nicht nur die Sichtweise von Wolfgang Laubersheimer wäre hier wichtig und interessant.

Endstation Ubierring endet mit dem Wunsch ein Beginn sein zu wollen für einen breiteren Dialog und für eine akademische Forschung zu den Kölner Werkschulen, deren Studenten und ihres Erbes.

Ein Dialog und Forschungen, die hoffentlich in eine fulminantere Ausstellung münden werden. In eine Ausstellung, die nicht nur Insidern erlaubt, die Kölner Werkschulen zu feiern, sondern es allen ermöglicht zu verstehen, welche Rolle die Schule in der kulturellen Entwicklung Kölns gespielt hat, inwiefern die Kölner Werkschulen auch außerhalb der Stadtgrenzen relevant waren und welche Auswirkungen ihre Schließung hatte.

Endstation Ubierring 40 ist bis Sonntag, den 24. April im Kölnischen Stadtmuseum, Zeughausstraße 1-3, 50667 Köln, zu sehen.

Alle Details und Informationen zum Begleitprogramm sind unter www.museenkoeln.de zu finden.

smow Blog 2015. Ein Rückblick in Bildern: Juni

Im Juni 2015 wurde das DMY Berlin Designfestival wiederbelebt, nachdem der ursprüngliche Organisator in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Eine Wiedereinführung, die wir genutzt haben, um Berliner Design mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen …

Turtleneck Christof Flötotto & Sven Funcke, as seen at Pet Market, Galerie erstererster, Berlin

Turtleneck Christof Flötotto & Sven Funcke, gesehen bei Pet Market, Galerie erstererster, Berlin, während der Berlin Design Week 2015

DMY Berlin 2015 The Shrinking Office Project by Roy Yin

The Shrinking Office Project von Roy Yin, gesehen bei DMY Berlin 2015

Structural Skin New material by Jorge Penades, as seen at DMY Berlin 2015

Structural Skin, neues Material von Jorge Penades, gesehen bei DMY Berlin 2015

Summus Aqua by Song Tao, as seen at Modern Fossils, Berlin

Summus Aqua von Song Tao, gesehen bei Modern Fossils, Berlin während der Berlin Design Week 2015

Mark Braun Metro NOMOS Glashütte

Metro NOMOS von Mark Braun für Glashütte

DMY Berlin 2015

The DCW plywood chair by Charles and Ray Eames through Vitra (1945) and the SE 42 by Egon Eiermann for Wilde + Spieth (1942)

The DCW Plywood Chair von Charles und Ray Eames über Vitra (1945) und der SE 42 von Egon Eiermann über Wilde + Spieth (1942)

smow Blog 2015. Ein Rückblick in Bildern: Mai

Der Mai ist üblicherweise der Monat, in dem die Möbeldesignindustrie mit Blick auf den Sommer langsam runter fährt – glücklicherweise! Denn nach Mailand sind eigentlich alle komplett pleite. Wir haben die Gelegenheit genutzt mit Annemoon Geurts von Kazerne Eindhoven zu sprechen, die Floris Wubben Ausstellung “Low Tech Crafts” in der DAD Galerie Berlin anzusehen und dem englischen Designer Robin Day zum 100. Geburtstag zu gratulieren.

robin day eames saarinen

Der Poly Side Chair von Robin Day für Hille (unten rechts), hier mit seinen Zeitgenossen von Charles & Ray Eames und Eero Saarinen im London Design Museum.

USM - Rethink the Modular, Milan Design Week 2015

USM – Rethink the Modular, Möbelmesse Mailand 2015

Kazerne Eindhoven Annemoon Geurts Koen Rijnbeek © Mike Roelofs

Annemoon Geurts & Koen Rijnbeek von Kazerne Eindhoven © Mike Roelofs

Rocker by Constantin Wortmann & Benjamin Hopf Büro für Form

Rocker von Constantin Wortmann & Benjamin Hopf Büro für Form

Floris Wubben - Low Tech Crafts at DAD Galerie Berlin

Floris Wubben – Low Tech Crafts in der DAD Galerie Berlin

smow Blog 2015. Ein Rückblick in Bildern: April

So wie Köln zum Januar gehört, so gehört Mailand zum April – und normalerweise nur Mailand. Im Jahr 2015 ist es uns jedoch gelungen, den Monat durch ein Interview mit Michael Geldmacher von Neuland Industriedesign etwas aufzupeppen. Dabei ging es um die Methoden, wie Designer eigentlich bezahlt werden und die Organisation einer Umfrage, die untersuchen soll, was Designer zur Art ihrer Bezahlung sagen. Hat die Welt nicht verändert, uns allerdings Freude bereitet …

USM Privacy Panels

USM Haller Privacy Panels, gesehen auf der Möbelmesse Mailand 2015

Michael Geldmacher Eva Paster Neuland Industriedesign

Michael Geldmacher und Eva Paster a.k.a Neuland Industriedesign

Designer Survey Do you normally request development payments for furniture lighting projects

Designer Umfrage 2015, die Resultate: fordern sie normalerweise eine Bezahlung für die Entwicklungsarbeit von Möbel- und Lichtprojekten? Einige antworten mit ja …

Dutch Invertuals - Body Language, Milan Design Week 2015

Dutch Invertuals – Body Language, Möbelmesse Mailand 2015

Belleville Chair by Ronan & Erwan Bouroullec for Vitra, as seen at Milan Furniture Fair 2015

Belleville Stuhl von Ronan & Erwan Bouroullec für Vitra, gesehen bei Möbelmesse Mailand 2015

smow Blog 2015. Ein Rückblick in Bildern: März

Beim Durchgehen unseres Archivs von “Ein Rückblick in Bildern” macht es den Eindruck, als sei der März 2013 “ein Monat voller Reisen” gewesen. “Stuttgart, Weimar, Dessau… ein Wunder, dass wir Zeit gefunden haben überhaupt etwas zu schreiben.”

Im März 2014 war es “… das gleiche. Nur, dass wir Stuttgart, Chemnitz, Weimar, Dessau” durch “Frankfurt, Münsingen, Berlin und Weil am Rhein” ersetzt haben.

Den März 2015 haben wir überwiegend im Büro verbracht. Was allerdings auch bedeutet, dass wir etwas mehr zu Papier gebracht haben als in den Vorjahren, darunter eine Ehrung Harry Bertoias zu seinem Geburtstag und Interviews mit Izabela Boloz und Marcel Kabisch vom Hersteller Feinserie aus dem Erzgebirge.

Alexanderhaus Peter Behrens Alexanderplatz

Alexanderhaus, Alexanderplatz Berlin von Peter Behrens

Harry Bertoia 1915 1978

Harry Bertoia 1915 – 1978

Griffbereit von Marcel Kabisch für Feinserie, ein reduzierter, stapelbarer Hocker und/oder Beistelltisch

Griffbereit von Marcel Kabisch für Feinserie, ein reduzierter, stapelbarer Hocker und/oder Beistelltisch

Leaning Bench Izabela Boloz

Leaning Bench Izabela Boloz

Bauhaus Archiv Berlin Sammlung Bauhaus Walk

Ein Gang durch die Geschichte des Bauhaus’ … gesehen bei der Präsentation der neuen Dauerausstellung des Bauhaus Archivs Berlin

Marcel Kabisch Bank mit Kindern

Nahm seinen Anfang als Obstschale, ist jetzt eine Bank … von Marcel Kabisch (Foto: Marcel Kabisch)

CUCULA Refugees Company for Crafts and Design Werkbundarchiv Museum der Dinge Berlin Lampedusa

Holz von den Booten der Lampedusa-Flüchtlinge, und dessen Verwendung beim Möbelbau, gesehen bei CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design im Werkbundarchiv – Museum der Dinge Berlin

smow Blog 2015. Ein Rückblick in Bildern: Februar

Im Februar 2015 haben wir Neuland betreten. Wir haben zum ersten Mal die Munich Creative Business Week, die Stadt mit dem wunderbaren Namen ‘s-Hertogenbosch in Holland und Ekumfi Ekrawfo in Ghana besucht. Letzteres leider nur virtuell!

Und Nils Holger Moormann nutzte unseren Blog, um eine Revolution auszurufen …

How We Work new Dutch Design Stedelijk Museum 's-Hertogenbosch

How We Work, neues Dutch Design im Stedelijk Museum ‘s-Hertogenbosch

Munich Creative Business Week 2015 Tools for A Break Korean Crafts and Design Galerie Rieder Chung Hae Cho

Gefäße von Chung Hae Cho, gesehen bei Tools for A Break – Korean Crafts and Design, Galerie Rieder Mümchen, während der Munich Creative Business Week 2015

Munich Creative Business Week 2015 Hit the Future Metropolitan Design

Das MCBW Forumauf der  Munich Creative Busines Week 2015

Bayerischer Staatspreis für Nachwuchsdesigner 2014 Winners Honorary Recognitions Jury

Bayerischer Staatspreis für Nachwuchsdesigner 2014. Gewinner, Ausgezeichnete und die Jury

International Village Show Alle Dörfer an einem Ort at Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

International Village Show – Alle Dörfer an einem Ort in der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig

Design from the Country of The Potato Eaters Designers meet van Gogh Noordbrabants Museum

“Nature” unter anderem mit Paard von Barbara Polderman und dem Spaten von GBO Design, gesehen bei Design from the Country of The Potato Eaters – Designers meet van Gogh im Noordbrabants Museum

Nils Holger Moormann

Nils Holger Moormann. Designer. Unternehmer. Herausgeber.

smow Blog 2015. Ein Rückblick in Bildern: Januar

Der Januar wie wir ihn kennen: den Großteil des Monats haben wir auf der IMM Cologne Einrichtungsmesse 2015 und dem parallel stattfindenden Passagen Designfestival zugebracht. Das unbestrittene Highlight der Passagen 2015 war für uns die Ausstellung “MAD ABOUT LIVING – 24 Designer aus Brüssel”, die uns zahlreiche, interessante belgische Kreative vorstellten. Dazu kommt Ateliers J&J – von dem wir uns sicher sind, dass es im Verlauf unserer 2015 Reviews immer mal wieder auftauchen wird. Zudem waren wir sehr beeindruckt von der “Objects in Between”-Ausstellung; von Michele de Lucchi im Kölner Kunstverein; von den Resultaten des Projektes “Die Metamorphosen des Lagerfeuers” der Köln International School of Design im Kunstmuseum Villa Zanders und vom neuen Thonet 808 Loungesessel. Indes nutzte smow Köln die Gelegenheit, die sich durch die IMM Cologne bot, Esstische aus dem Portfolio des deutschen Herstellers ASCO zu präsentieren.

Abgesehen von Köln haben auch wir im Januar 2015 Piet Klaarhamer in Utrecht entdeckt und die Grenzen zwischen Design und Biologie in Eindhoven erforscht.

MAD ABOUT LIVING 24 Designers from Brussels

Passagen Köln 2015: MAD ABOUT LIVING – 24 Designer aus Brüssel.

SYSTEM DESIGN Über 100 Jahre Chaos im Alltag at the Museum für Angewandte Kunst Köln Thonet

Marcel Breuer für Thonet, gesehen bei SYSTEM DESIGN. Über 100 Jahre Chaos im Alltag, Museum für Angewandte Kunst Köln

Passagen Köln 2015: Zu Tisch bei smow Köln – Asco Tische

Passagen Köln 2015: Zu Tisch bei smow Köln – Asco Tische

Klaarhamer according to Rietveld. Craftsman, frontrunner and innovator Centraal Museum Utrecht

Ein Piet Klaarhamer Stuhl von 1928. Es heißt tatsächlich Klaarhamer. Gesehen bei Klaarhamer according to Rietveld. Craftsman, frontrunner and innovator im Centraal Museum Utrecht

Passagen Cologne 2015 Objects in Between

Passagen Köln 2015: Objects in Between

Die Metamorphose des Lagerfeuers Villa Zanders Transacess Kitchen Kentaro Morita

Transacess Kitchen von Kentaro Morita, gesehen bei Die Metamorphose des Lagerfeuers, Villa Zanders

Passagen Cologne 2015 A&W Designer of the Year 2015 Michele De Lucchi The Exhibition

A&W Designer des Jahres 2015 – Michele De Lucchi. Die Ausstellung

Matter of Life Growing new Bio Art Design at MU Gallery Eindhoven Common Flowers Flower Commons Shiho Fukuhara & Georg Tremmel

Common Flowers – Flower Commons von Shiho Fukuhara & Georg Tremmel, gesehen bei Matter of Life. Growing new Bio Art Design in der MU Gallery Eindhoven

IMM Cologne 2015 Thonet relax

IMM Cologne 2015 – der neue Thonet 808 Loungesessel … einfach entspannen


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