Mit den Arbeiten des Berliner Designers Uli Budde traten wir erstmals in Kontakt, als wir sein “Reading Table”-Projekt auf der Designers Fair 2010 in Köln sahen. Als herrlich einfaches Objekt kombiniert Reading Table Tischplatte und Zeitschriftenhalter in einer Weise, die ebenso schmerzhaft einleuchtend wie genial ist. So ein einfach zugängliches, zeitgemäßes Objekt, dass der Fakt, dass kein Hersteller es bisher in Produktion gebracht hat, eines dieser Mysterien des Designs ist, die uns nachts
weiterlesenUnter den interessanteren, unterhaltsameren Texten von der IMM Cologne 2015, die wir nicht veröffentlicht haben, befand sich auch der Post zur Ausstellung "The Journey of Things", der Werke von sechs Berliner und zwei Londoner Designern präsentierte. Das wäre ein großartiger Text gewesen. Wäre er veröffentlicht worden. Dass dies nicht der Fall war, ist eines der Mysterien, die nur diejenigen verstehen können, die über Insiderwissen bezüglich der verborgenen Strukturen des smow Blogs verfügen.
weiterlesenIn unserem kürzlich erschienenen Bericht über die zeitgenössische Kunstszene in Berlin stellten wir fest, dass eines der Probleme, das Berlin immer stärker beschäftigt, das Halten der zunehmenden Zahl von Absolventen der vielen Designinstitutionen ist. Daher scheint es angebracht, über das reale Leben eines frisch gebackenen Berliner Designabsolventen mit einem frisch gebackenen Berliner Designabsolventen zu sprechen. Ein frisch gebackener Berliner Designabsolvent wie Gunnar Søren Petersen.
weiterlesenWie die alte Mama Gans angeblich einmal sagte: Dreißig Tage hat der September und die folgenden fünf verlockenden neuen Design- und Architekturausstellungen, die es womöglich wert sind, mal besucht zu werden, wenn man die Gelegenheit dazu hat... "Piet Mondrian. The Line" im Martin-Gropius-Bau, Berlin, Deutschland Genau wie die Architekten, die in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur Bewegung des Modernismus geführt wurden auch mit eher klassischen Stilen anfingen, bevor sie vom
weiterlesenWie wir schon in unserer jüngsten Kritik über das zeitgenössische kreative Schaffen in Berlin festgestellt haben, ist die Kunstlandschaft der deutschen Hauptstadt nicht nur eine vielschichtige Zusammensetzung aller Genres und Philosophien, sondern auch Nationalitäten: Zusätzlich zu einer relativ kleinen Anzahl gebürtiger Berliner ist die kreative Gemeinschaft vor allem durch einen ansehnlichen Mix aus deutschen und internationalen Künstlern gekennzeichnet. Internationale Künstler wie der
weiterlesenEs gibt wenig auf der Welt, das uns mehr Freude bereitet, als ein modulares Regalsystem. Wir wissen, dass dieser Satz Bände spricht über die Umstände unseres vorgeblichen "Lebens", aber es ist uns auch nicht peinlich, das zuzugeben. Wir mögen Regale. In Anbetracht der Tatsache, dass es so scheint, als entwickele jeder, aber auch wirklich jeder ein modulares Regalsystem und dass es daher nicht mehr möglich ist eine Möbelmesse oder ein Design-Event zu besuchen, ohne alle paar Meter über ein
weiterlesenMan kann durchaus sagen, dass die Universität der Künste Berlin, UdK Berlin, über die letzten Jahre und Jahrzehnte den Großteil der interessantesten und bedeutungsvollsten Designer Berlins hervorgebracht hat. Während dies in der Vergangenheit fehlenden Alternativen geschuldet war, reagiert die Schule mittlerweile auf steigende Konkurrenz mit der Aufstellung eines qualifizierten und vernünftigenLehrkörpers, der den Studenten ebenso qualifizierte und vernünftige Semesterprojekte vorgibt, aber
weiterlesenDer sogenannte "Teepott" an der Promenade in Warnemünde an der Ostsee ist ein außergewöhnliches und kostbares Gebäude. Nicht nur wegen des krassen Kontrasts zum Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert direkt daneben und auch nicht, weil es so harmonisch die fließenden Formen der Dünen und des Wassers hinter sich aufgreift. Es liegt auch nicht daran, dass einen der "Teepott" an Arbeiten von Eero Saarinen, Pier Luigi Nervi oder Félix Candela erinnert, auch wenn er geografisch mit solchen Arbeiten in
weiterlesenWie wir an dieser Stelle schon so oft bemerkt haben, wird die Kombination aus einer wachsenenden Autonomie, fortgeschrittenen Technologie, die sich wandelnde Natur von Industrie und Kommerz sowie die damit verbundene Evolution des Begriffs "Büroarbeit" vermehrt zu Änderungen im Büromöbeldesign führen. Und wir sind nicht besonders clever oder vorausschauend, weil wir sowas sagen - so hat sich Büromöbeldesign einfach immer schon entwickelt, so z. B. bei der Evolution des Bürostuhls im 19.
weiterlesenIm Zusammenhang mit dem DMY 2015 präsentiert die in Berlin und Peking ansässige Austauschorganisation Migrant Birds die Ausstellung "Modern Fossils". Eine Einzelausstellung mit Arbeiten des Pekinger Künstlers und Designers Song Tao. Migrant Birds präsentiert Modern Fossils von Song Tao Der 1969 in Shanghai geborene Song Tao absolvierte zuerst im Jahr 1986 die Central Academy of Fine Arts in Peking, bevor er nach Frankreich zog, um dort einen Masterabschluss in Bildhauerei an der Universirté
weiterlesenSo sehr wir unsere Haustiere auch mögen, sie können eine Menge Ärger machen. Sei es die Katze, die sich weigert, aus dem Bett zu steigen, ein Hund, der einem Schuhe, Kissen oder die Zeitung zerkaut, oder ein fluchender Papagei, der uns in den unpassendsten Momenten bloßstellt. Wenn wir sie nur ablenken könnten. Vielleicht sollten wir sie besser behandeln? Oder ihnen zumindest Objekte anvertrauen, die unserem sonstigen Anspruch in Sachen Funktionalität und Designqualität standhalten können. Wir
weiterlesenWie im Vorfeld berichtet, hat die DMY Berlin GmbH & Co. KG - mehr als eine Dekade lang Veranstalter des jährlichen DMY Berlin Design Festivals - im Oktober 2014 Konkurs angemeldet. Das Festival selbst findet dennoch weiterhin statt, unter der Schirmherrschaft des neues Organisators about:design. “DMY ist tot. Lang lebe das DMY”, sozusagen. Die 2015er Ausgabe des DMY öffnete am Donnerstag, den 11. Juni ihre Pforten, und läuft bis Sonntag, den 14. Juni. Im Vorfeld der Eröffnung haben wir mit
weiterlesenDas Bauhaus wird ja häufig als eine Art Brutkasten für die kreativen Talente der 1920er Jahre wahrgenommen. Da passt es ganz gut, dass das Bauhaus Archiv Berlin jetzt eine Art Gewächshaus unterhält, das aus ausrangierten Fenstern des Bauhaus Dessau zusammengebaut wurde. Der neue Bauhaus re use Pavillon wurde vom Berliner Architekturbüro Zukunftsgeraeusche GbR gemeinsam mit dem Bauhaus Archiv Berlin, der Technischen Universität Berlin, Wagner Tragwerke und in Zusammenarbeit mit dem
weiterlesenNach einer Unterbrechung der Dauerausstellung, notwendig, um die kürzlich beendete Ausstellung "Sensing the Future: László Moholy-Nagy, die Medien und die Künste" unterbringen zu können, hat das Bauhaus Archiv Berlin die Gelegenheit genutzt und sein Ausstellungskonzept umgestaltet. Damit ist es dem Bauhaus Archiv gelungen, willkommenen frischen Wind in sein Museum zu lassen. Bauhaus Archiv Berlin: Sammlung Bauhaus Unter dem Titel "Sammlung Bauhaus" liefert die Dauerausstellung nach wie vor
weiterlesenIn seinem Film "Moderne Zeiten" von 1936 gerät Charlie Chaplin bekanntermaßen in die Mühlen des Fortschritts. Der Film ist eine kurze, aber scharfe Kritik an den Problemen und Herausforderungen, die technologischer und sozialer Wandel für den "kleinen Mann" mit sich bringen. Über ein Jahrzehnt später hatte auch der ungarische Künstler und Autor László Moholy-Nagy damit begonnen, die Probleme und Herausforderungen der Moderne zu studieren. Er setzte sich mit dem rasanten technischen Fortschritt
weiterlesenCharlotte Perriand war, wenn es um Möbeldesign ging, bekanntlich der Meinung, dass Holz "eine pflanzliche Substanz" und somit "von Natur aus dazu verdammt sei zu verfallen...". Die Zukunft gehöre deshalb dem Metall - vor allem dem gebogenen Stahlrohr der europäischen Moderne.1 Im Gegensatz dazu warnte Poul Henningsen, dass die industrielle Herstellung von Stahlrohrmöbeln, für die Perriand, Le Corbusier und die Bauhausclique eintraten, "zu zweitrangigen Stuhltypen führen könnte und Holz für die
weiterlesenDie Auswirkungen der kulturellen und politischen Umwälzungen des Jahres 1989 sind noch heute spürbar. Damals fiel die Berliner Mauer, George Bush wurde als 41. Präsident der USA vereidigt, Nirvana veröffentlichten ihr drittes Album "Bleach", in Schottland wurde die Kopfsteuer eingeführt und die erste Folge der Simpsons wurde ausgestrahlt. Und, um auf den Punkt unserer Einleitung zu kommen, 1989 wurde auch das Vitra Design Museum in Weil am Rhein eröffnet. Ein Museum, das nicht nur zahlreiche
weiterlesenBei dem ganzen Hype um "Bauhaus Stil", "Bauhaus Klassik" und "Bauhaus Design" wird allzu oft vergessen, dass das Bauhaus eine Universität war. Und wenn auch viele, wenn nicht gar die meisten von uns, höchstens ein halbes Dutzend Bauhaus Absolventen nennen können, so waren es doch hunderte, die ein Studium am Bauhaus abgeschlossen haben. Dabei ging es nicht nur um Partys und Theater - die Studenten lernten auch etwas. Aber was lernten sie? Wie lernten sie? Und was lernen wir daraus? Mit dem
weiterlesenAls wollte die Sommerausstellung 2014 der Berliner Galerie Direktorenhaus unsere These aus dem Post "5 neue Designausstellungen im Juli 2014", Juli und August seien eher ruhige Monate in Sachen Design und Architektur, belegen, haben sie ihre aktuelle Ausstellung "Summer Break VA" (Sommerpause verschiedene Künstler) genannt. "Wir sind nicht da", scheinen sie damit sagen zu wollen, "wären wir aber da, gäbe es diese Schätze hier zu sehen." Das 2010 gegründete Direktorenhaus Berlin ist in
weiterlesenVeranstaltungen wie die Berlin Design Week bieten eine attraktive Plattform für Länder und Regionen, um sich und ihre "Kreativen" zu präsentieren. Manche Ausstellungen machen das ziemlich gut - andere wiederum weniger. Die Ausstellung "Reset Design - New Working Models", derzeit in der spanischen Botschaft Berlin zu sehen, gehört eindeutig zur ersten Kategorie. Die von Marcelo Leslabay kuratierte Ausstellung präsentiert zehn junge spanische Firmen, die alle innerhalb der letzten drei Jahre
weiterlesenGanz im Sinne des diesjährigen Schwerpunkts beim DMY Berlin 2014, "Social Design", präsentierte die DAD Galerie Berlin eine Ausstellung, die sich den Arbeiten des dänischen Designers Pepe Heykoop widmet, die im Zusammenhang mit der in Mumbai ansässigen Tiny Miracles Stiftung entstanden sind. Die 2010 von Laurien Meuter gegründete Stiftung arbeitet mit der Pardeshi Gemeinde, in der ungefähr 700 Menschen leben, die ein hartes Leben in Mumbais Rotlichtbezirk führen, zusammen und leitet eine Reihe
weiterlesenDie Werkbund Galerie Berlin präsentiert derzeit eine Ausstellung, die sich ganz dem ess.tee.tisch t-6500 des Schweizer Herstellers Horgenglarus widmet. Der ursprünglich 1951 von Jürg Bally entworfene ess.tee.tisch ist ein höhenverstellbarer Tisch, der durch einen genial simplen Mechanismus angetrieben wird, und 1955 für die Kombination aus praktischem, funktionalem und ästhetischem Charme mit dem Gute Form Preis durch den Schweizer Werkbund ausgezeichnet wurde. Die Ausstellung in Berlin zeigt
weiterlesenSeit den späten 1950er Jahren hat der bayrische Porzellanhersteller Rosenthal mit einer beeindruckenden Liste internationaler Designer zusammengearbeitet, um neue Objekte und Produktfamilien zu entwickeln. Zu den bedeutendsten Kooperationen gehören unter anderem die mit Raymond Loewy, Walter Gropius, Wilhelm Wagenfeld, Jasper Morrison und Patricia Urquiola. Eine der aktuellsten Kollaborationen ist die mit dem in Offenbach ansässigen Designer Sebastian Herkner. Herkner, Absolvent der
weiterlesenUnsere Frage im Vorschau-Post zum DMY Berlin Preis 2014, "Wann ist ein Wandschrank kein Wandschrank?", war wohl etwas ungenau. Technisch korrekt sollte es eher heißen, wann ist eine Laptoptasche keine Laptoptasche? Die Antwort bleibt allerdings die gleiche: Wenn es sich um einen zusammenklappbaren Wandschrank von Renate Nederpel, einer Absolventin der Academie van Beeldende Kunsten Den Haag, handelt. In der Entwicklungsphase einer Laptoptasche beschloss Renate Nederpel zu sehen, was
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