Nach dem wir uns für das Konzept entschieden hatten, ging es vor allem um Stabilität. Auch wenn wir wußten, dass die Stabilität ein Problem werden würde, sie ist es immer wenn man mit Pappkarton arbeitet, haben wir unterschätzt wie schwer es ist sie im Design zu verarbeiten ohne zusätzliche Masse und Gewicht anzufügen. Es hat genau vier Minuten gedauert, bis unsere sorgfältig angefertigten Skizzen im Müll landeten. 3D Realität und 2D Ideen gehen einfach nicht so gut zusammen. Anfangs
weiterlesenParallel zu den Ausstellungen im Vitra Design Museum werden Workshops angeboten. Sie begleiten die Ausstellung und bieten den Teilnehmern neue Einblicke in das Thema der Ausstellung, bzw. in kleinere Teilbereiche. Für die aktuelle Ausstellung "Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion." heißt das: Workshops unter anderem über Pappkartonmöbel. Pappkarton ist ohne Frage eines der schwierigeren Materialien für das Möbeldesign. Als ein günstiges, überall verfügbares und
weiterlesenRonan und Erwan Bouroullec sind zweifelsohne zwei der hellsten Sterne am internationalen Designermöbel-Himmel. Und zwei der präsentesten obendrein. Dies könnte sich allerdings langsam ändern. Nach ihrem Durchbruch mit Cuisine désintégrée, einem Küchenkonzept von Ronan Bouroullec das 1998 vom italienischen Hersteller Capellini aufgegriffen wurde, haben Ronan und Erwan Bouroullec Projekte mit Firmen wie Authentics, Ligne Roset oder Habitat entwickelt - und nebenbei über 20 weitere Produkte
weiterlesenDas Thema des Designpreis Halle 2010 ist und war Reisen. Für uns hat die Reise nach Halle eine spezielle Bedeutung. In einem früheren Leben sind wir regelmäßig nach Halle gefahren und haben immer wieder perverse unmenschliche Horrorszenarien erlebt. Nach der Rückreise in Leipzig angekommen, waren wir froh den Ufern der Saale mit unserem Leben entkommen zu sein. Das war damals. Seither hat sich einiges getan. Nicht nur unser Leben hat sich verändert. Wir sehen und verstehen Halle mitlerweile
weiterlesenEs ist vielleicht nicht das bekannteste Werk, weder von Charles Eames' noch von Eero Saarinen, nichtsdestotrotz ist der "Conversation Chair" von 1940 ohne Zweifel ein wichtiges Stück des Möbeldesigns aus dem 20ten Jahrhundert. Der Stuhl wurde für den "Organic Design in Home Furnishing" Wettbewerb des New York Museum of Modern Art designt. Er war eine Studie und einer der ersten Versuche mit formbarem Kunststoff von Eames und Saarinen. Zu dieser Zeit war die Technologie aber einfach noch
weiterlesenIn Gruppe D herrscht ein sehr familiäres Flair. In diesem Eröffnungsspiel trafen drei alte Freunde aufeinander: Eero Saarinen und Charles & Ray Eames. Die drei waren seit Beginn ihrer Karrieren sehr eng befreundet und die gemeinsamen Einflüsse und Erfahrungen spiegelten sich auch in vielen der ersten Spielzüge wider. Im Laufe der Begegnung kamen die Unterschiede jedoch mehr und mehr zutage und beide Seiten konnten ihre individuellen Stärken besser herausstellen. Charles & Ray Eames wurden
weiterlesenAm 26. Juni wird sich das (smow)blog-Team zu einem Pappkartonmöbel-Workshop in Weil Am Rhein im Vitra Design Museum einfinden. Die Pläne für unsere neueste Kreation sind schon recht fortgeschritten. Mit der Information im Hinterkopf haben wir uns die Möbel aus Pappkarton auf der DMY Berlin mal genauer angeschaut. Folgende kleine Auswahl an Stücken hat uns besonders gefallen. Der Edge Table war die erste Kreation des Vater und Sohn Teams Cameron und Martin Fry. Dieses Produkt hat das
weiterlesenJasper Morrison und Isamu Noguchi trafen zum ersten Mal aufeinander.Die Partie wurde eine sehr einseitige Angelegenheit. Das Ergebnis war zwar verdient, schien aber etwas unfair dem alten Meister des japanischen Designs gegenüber. Trotz einiger mutiger Vorstöße mit seinem Coffee Table oder den Rocking Stools, gelang es Isamu Noguchi nicht, sich von seinem stereotypen Akari-Lampen-Stil zu befreien. Jasper Morrison hingegen profitiere von Noguchis vermeintlicher Monotypologie und führte nach
weiterlesenTag zwei der (smow) Designermöbel-Weltmeisterschaft 2010 brachte die erste Begegnung der Frauen: Patricia Urquiola gegen Hella Jongerius. Wie erwartet begann Patricia Urquiola in ihrer typisch robusten und voluminösen Art – wie man sie durch ihre Arbeiten für B&B Italia, Cassina oder Molteni & C kennt. Gegen die schlaue und formal abenteuerlustigere Jongerius kam Urquiola mit ihrer klassischen "Lounge"-Taktik aber nur schwer voran. Sie schwenkte um auf den etwas synthetischeren "Kartell-Stil"
weiterlesenDie (smow) Designermöbel-Weltmeisterschaft wartet immer mit einigen besonders interessanten Spielen auf. Konstantin Grcic gegen Frank Gehry versprach von vornherein ein sehr unterhaltsames Match zu werden: Erfahrung gegen Jugend, minimalistische Geradlinigkeit gegen radikale Unkonventionalität. In der ersten Hälfte war Konstantin Grcic offensichtlich nicht in der Lage, auf die non-linearen Formen seines Gegners einzugehen. Frank Gehry erzielte schnell die 1:0 Führung dank seiner hervorragend
weiterlesenDieses Match war zwar lange nicht so extravagant wie das Eröffnungsspiel, aber Fritz Haller und Maarten Van Severen kämpften eine knappe und minimalistische Schlacht in Durban. Seit seinem Durchbruch in der internationalen Designszene in den 60ern, hat sich Fritz Hallers Stil kaum verändert. Sein charakteristischer Mini-Midi-Maxi-Ansatz sorgte für eine typisch solide Fritz Haller Performance. Maarten Van Severens gelegentliche Vorstöße waren immer sehr durchdacht und perfekt ausgeführt, aber
weiterlesenIm Eröffnungsspiel der (smow) Designermöbel-Weltmeisterschaft 2010 trafen zwei große Designnationen aufeinander, und mit ihnen zwei der einflussreichsten europäischen Nachkriegsdesigner: Verner Panton und Cesare "Joe" Colombo. In einer mutigen ersten Aktion probierte Verner Panton einen Alleingang mit seinem Bachelor Chair. Colombo gelang in der Folge ein Konter mit seinem 4801 Sessel für Kartell. Nach einigen guten Aktionen und unter Einsatz von Kunststoff ging Joe Colombo mit seinem
weiterlesenVerner Panton hat in seiner Karriere mit vielen Designermöbelherstellern zusammengearbeitet. Sein Name wird allerdings zumeist mit Vitra verbunden. Nicht zuletzt wegen seines wegweisenden Panton Chairs. Die Ausstellung "Panton by Vitra" im Wasserschloss Klaffenbach in Chemnitz bietet Besuchern einen Einblick in das Leben und Arbeiten eines der wichtigsten und einflussreichsten Nachkriegsdesigner aus Europa. Als Verner Panton noch Student war, arbeitete er in Arne Jacobsens Büro und war
weiterlesenWenn wir ehrlich sind - und wann sind wir das nicht? - hat diese Nachricht für ziemliche Aufregung im (smow)blog HQ gesorgt: Letzten Mittwoch empfing das VitraHaus in Weil am Rhein seinen 100000sten Besucher. Und das nach nur zwölf Wochen! Es sieht so aus, als ob das VitraHaus in seinem ersten Jahr über eine halbe Million Besucher anziehen wird. Das Gebäude von Herzog und de Meuron könnte also bald zu Deutschlands führenden Touristenattraktionen zählen. Schön! VitraHaus Fans können Fotos,
weiterlesenIn Zusammenhang mit der aktuellen Ausstellung „Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion“ veranstaltet das Vitra Design Museum eine Reihe von Sommer-Workshops. „Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion“ beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit der Reduktion im Design und den zugrundeliegenden technischen, ästhetischen oder philosophischen Motiven. Vor diesem Hintergrund werden die Teilnehmer des Workshops ermutigt, "reduziert" zu denken und nützliche
weiterlesenWegen der horrenden Hotelpreise, die während der Mailänder Möbelwoche verlangt wurden, hat das (smow)blog Team in Mailand gezeltet. Und das trotzdem wir letztes Jahr fast ertrunken wären. Und in diesem Jahr war die Entscheidung ein wahrer Segen. Während andere durch Eyjafjallajokull am Mailänder Flughafen gefangen waren, machten wir unsere Rückfahrt über Weil am Rhein, Vitra und das VitraHaus. Was für einen Unterschied das Wetter macht! Als wir zur Eröffnung des VitraHaus im Februar
weiterlesenFür Leute, die den Großteil ihres Arbeitslebens mit dem Sitzen am Schreibtisch verbringen, besitzen Autoren und Verleger eine beängstigende Missachtung gegenüber komfortablen Stühlen. Zumindest glauben wir das, wenn wir die Möbel, die wir auf der Leipziger Buchmesse 2010 gesehen haben, als Maß nehmen. Billige Klappstühle, billige Kopien von Möbel Design Klassikern, die als Original präsentiert wurden und überhaupt billiger Ramsch so weit das Auge reichte. Glücklicherweise hatten sich
weiterlesenIn der Vergangenheit haben wir oft über Flughäfen, Flughafen Design und Flughafen Möbel gesprochen. Und das nicht nur um zu demonstrieren, wie häufig wir reisen und wie oft wir uns auf Flughäfen befinden. Sondern weil wir es wichtig finden, dass Möbel von hoher Qualität nicht nur daheim oder im Büro zu finden sind, sondern auch im öffentlichen Raum. Wenn Sie glauben, ihre Büromöbel seien sehr verschlissen - stellen Sie sich die Beanspruchung vor, der ein durchschnittlicher Flughafen Stuhl
weiterlesenMan sagt, Nachahmung sei die schönste Form der Schmeichelei. Wer das sagt, hat anscheinend noch nie Stunden, Wochen oder gar Jahre an einem Projekt gearbeitet, bis es perfekt war. Und deshalb kopieren sie einfach alles, seien es Möbeldesigns, Webseitenkonzepte oder Literatur. Im Januar wurden die Gewinner des Plagiarius Wettbewerbs 2010 für ihr exzellentes Kopieren von Arbeiten anderer gekürt. Unter den Gewinnern dieses Jahr: eine chinesische Imitation von deutschen Eiswürfelbehältern und
weiterlesenWie viele von Euch wissen, lief der Bau des VitraHaus nicht ohne Kontroversen ab. Besonders die Entscheidung, die Außenwände schwarz zu streichen, wurde nicht nur positiv aufgenommen. Wir vom (smow)blog können exklusiv aufdecken, welche anderen Optionen in Betracht gezogen wurden. Und hier sind die exklusiven Bilder der abgelehnten Farbentwürfe. Die in Berlin lebende holländische Designerin Hella Jongerius hat das Vitra Farbprojekt entwickelt, welches VitraHaus Besucher ermutigen soll
weiterlesenWenn ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, ersparen uns 12 Fotos vom VitraHaus eine Menge Schreiberei. Unten ein paar unserer Lieblingsbilder. Und wenn Ihr eigene Fotos habt, die Ihr gern mit uns teilen möchtet, schickt sie bitte an blog@smow.de.
weiterlesenCa. 285 Journalisten waren am 12. Februar 2010 anwesend, als das neue VitraHaus von Herzog & de Meuron in Weil am Rhein der Presse vorgestellt wurde. 285 Journalisten, die dann die Auflage hatten, bis zum 20. Februar 2010 kein Wort darüber zu verlieren, was sie erlebt hatten... Um eins vorweg klarzustellen: Das VitraHaus ist großartig. Wir haben uns der Konstruktion von Herzog & de Meuron zu Fuß von der Mühlheimerstrasse genähert und der erste Anblick über den Parkplatz war genauso
weiterlesenAls wir noch jung, fit und gesund waren, existierten Städte. Sie existierten einfach nur. Heutzutage muss eine Stadt, um zu existieren, die "Stadt des/der" XY sein. So steht, wenn man die Autobahn in Deutschland entlang fährt, alle zehn Meter ein braunes Schild am Straßenrand, das den nächsten Ballungsraum als "Chemnitz - Die Stadt der Moderne", "Stadt Hameln - Die Rattenfängerstadt im Weserbergland" oder "Pier am Chiemsee - Die Stadt der kriminell faulen Taxifahrer" anpreist. Da Weil am
weiterlesenTrotz all der vielen Nachteile, Probleme und dem generellen Chaos, die die Billig-Fluglinien in unser wohl strukturiertes Leben brachten, haben sie doch auch einen klaren Vorteil: man hat endlich die Möglichkeit, auch die wirklich abgelegenen Flughäfen zu besuchen. Eher notgedrungen statt freiwillig umgehen nun tausende Flugreisende die Vorteile von Heathrow, Charles de Gaulle oder Frankfurt am Main Flughafen. Stattdessen erleben sie Klagenfurt, Tampere oder Altenburg. In fast allen
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