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Zu den ersten Exemplaren seines Genres gehört der S 32 Freischwinger von Thonet, den Marcel Breuer in den 1920er Jahren am Bauhaus entwickelte. Schon seit Beginn der 1930er Jahre wird der S 32 ohne Armlehnen - im Gegensatz zum S 64 mit Armlehnen - von Thonet produziert. Dabei bestechen die Thonet Stühle heute wie damals durch schlichte Form und die elegante Verbindung aus gebogenem Stahlrohr, Holz und Rohrgeflecht. Als S 32N bietet Thonet den Freischwinger darüber hinaus mit einer Bespannung aus Kunststoffnetz an.

Details

Produktart Freischwinger
Abmessungen

(1) Höhe: 82 cm
(2) Breite: 46 cm
(3) Tiefe: 60 cm
(4) Sitzhöhe: 46 cm
Gewicht 5,8 kg
Material Gestell: Stahlrohr, verchromt
Sitz und Rücken: Rohrgeflecht oder Kunststoffnetzbespannung
Rahmen: Buche, gebeizt oder weiß lasiert
Ausführungen Wahlweise mit Kunststoffnetzbespannung schwarz (S 32 N) oder Rohrgeflecht, natur (S 32)
Rohrgeflecht wahlweise mit oder ohne Stützgewebe unter der Sitzfläche
Optional mit Filzgleitern für harte Böden
Farben Holz
Schwarz
Dunkelbraun
Kirschbaumfarbig
Buche natur
Buche weiß lasiert

Bespannung
Rohrgeflecht ohne Stützgewebe
Rohrgeflecht mit Stützgewebe
Kunststoffnetzbespannung


* Materialmusterversand (zur Ansicht) nur möglich innerhalb Deutschlands.
Funktion & Eigenschaften Da Sitzflächen häufig starker Belastung ausgesetzt sind, ist das Rohrgeflecht der Sitzfläche standardmäßig mit einem transparenten, stabilen Kunststoffnetz (Stützgewebe) verstärkt. Gegen Aufpreis kann der Stuhl auch ohne das Stützgewebe bestellt werden.

Nicht stapelbar
Pflege Natürliche Materialien brauchen besondere Aufmerksamkeit. Das Geflecht sollte regelmäßig auf der rauen Unterseite/Rückseite befeuchtet werden, um seine Elastizität zu erhalten - das ist besonders wichtig in trockenen oder klimatisierten Räumen. Trockenheit über lange Zeit macht das Naturmaterial brüchig und anfällig für Risse. Falls sich Fäden lösen, können sie mit Klebstoff wieder befestigt werden. Punktuelle starke Belastung ist unbedingt zu vermeiden.

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Nachhaltigkeit Green Globe Zertifikat (Weitere Informationen finden Sie hier)
Gewährleistung 24 Monate
Produktfamilie Thonet Freischwinger
Produktdatenblatt Bitte klicken Sie auf das Bild, um detaillierte
Informationen zu erhalten (ca. 4 MB).

Beliebte Varianten

S 32 / S 32 N, Rohrgeflecht (mit Stützgewebe unter Sitzfläche), Buche gebeizt schwarz
S 32 / S 32 N, Rohrgeflecht, Buche gebeizt schwarz
S 32 / S 32 N, Rohrgeflecht (mit Stützgewebe unter Sitzfläche), Buche natur
S 32 / S 32 N, Rohrgeflecht, Buche natur
S 32 / S 32 N, Kunststoffnetzbespannung, Buche gebeizt schwarz
S 32 / S 32 N, Kunststoffnetzbespannung, Buche weiß lasiert
S 32 / S 32 N, Kunststoffnetzbespannung, Buche natur

FAQ

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Haben Sie weitere Fragen zum Artikel?
Wir sind für Sie Mo.-Fr. 8-18 Uhr unter +49 341 2222 88 10 erreichbar.

Kann man die Gleiter nachrüsten?

Für die Selbstmontage der Freischwinger-Gleiter sind die gelieferten Thonet-Gestelle serienmäßig vorgekörnt. Die Kunststoffgleiter (transparent oder schwarz) mit Filzeinlage, Höhenveränderung plus 11 mm, kosten 29,- EUR pro Set/Stuhl. Die Filzgleiter können wie folgt montiert werden: Mit einem 4,2 mm Bohrer (im Baumarkt erhältlich oder alternativ dem spezial-gehärteten Thonet-Bohrer für 6,- EUR) können Sie die Bohrung der Löcher selbst vornehmen (Akkuschrauber mit geringer Drehzahl). Die Filzgleiter können dann mit den mitgelieferten selbstschneidenden Schrauben befestigt werden.

Gibt es den Stuhl auch mit Armlehnen?

Ja, dann handelt es sich um den S 64.

Was ist das Stützgewebe?

Für Sitzflächen, die starker Belastung ausgesetzt sind, gibt es unter dem Rohrgeflecht ein transparentes, stabiles Kunststoffnetz. Gegen Aufpreis ist der Stuhl aber auch ohne das Stützgewebe erhätlich.

Designstory

Das Design

Ein Meilenstein in der Möbelgeschichte ist die Erfindung des Freischwingers. Offiziell Mart Stam zugesprochen, ist auch Marcel Breuer zumindest beteiligt an der Erfindung des populären Bauhaus Stuhls, der eine freischwingende Variante des Kragstuhls darstellt. Breuer arbeitete bereits 1925 bei seinem Entwurf des Wassily Chairs B3 mit gebogenem Stahlrohr, damals aber noch nicht mit einem freitragenden Gestell. Einen Freischwinger hat er erst nach 1927 vorgelegt - als Mart Stam und Ludwig Mies van der Rohe ihre Freischwinger bereits bei der Stuttgarter Ausstellung "Die Wohnung" vorgestellt hatten. Breuer arbeitete ab 1928, nach seiner Zeit am Bauhaus, in Berlin an dem Stuhl, der seit 1929/30 über Thonet als S 32 ohne Armlehnen bzw. S 64 mit Armlehnen hergestellt wird und auch als Cesca Stuhl bekannt ist. Wie auch die anderen Freischwinger ist der Thonet S 32 durch das gebogene Stahlrohrgestell definiert, das eine konventionelle Vierbeinkonstruktion entbehrlich und den schwingenden Charakter des Stuhls möglich macht. In Abgrenzung zu ähnlichen Modellen verwendete er beim S 32/ S 64 für die Sitz- und Rückenfläche das Rohrgeflecht, das auch bei Thonets berühmtem Kaffeehausstuhl Anwendung fand und schuf damit auch ein Verbindungsstück zwischen Tradition und Moderne in der Thonet-Geschichte.
Unabhängig von der Urheberfrage gilt der Breuer Stuhl als einer der großen Bauhaus Klassiker und steht bis heute prototypisch für die damals entstandenen Stahlrohrmöbel. Auch wenn nach seinem Ausscheiden aus dem Dessauer Bauhaus entstanden, spiegelt das Design den Geist der Zeit und der Schule deutlich wieder. Stahlrohr stammte aus der Industrie und eignete sich wegen seiner industriellen Verwertbarkeit und Vielseitigkeit besonders für das moderne Möbeldesign, das für die Massen erschwingliche, funktionale und platzsparende Möbel schaffen wollte. Das Design vom Thonet S 32 verfügt über die typisch reduzierte, klare Form und verzichtet auf jede Art von schmückendem Beiwerk. Lediglich die glänzende Chromschicht auf dem Stahlrohr verfügt über ein dekorativen Moment und verleiht dem durch und durch funktionalen Stuhl seine elegant anmutende Aura. Die Bespannung aus Rohrgeflecht oder Netz greift die Leichtigkeit des Freischwingers auf und führt das Minimalismus-Konzept fort.

Handarbeitliche Bespannung des Rohrgeflechts bei Thonet in Frankenberg

Herstellung

Der S 32 wird von dem hessischen Traditionsunternehmen Thonet in Frankenberg/Eder hergestellt. Dort wird der Stahlrohrahmen gebogen und verchromt. Dabei kommt ein speziell legiertes, federhaftes und zugblankes Präzisionsstahlrohr zum Einsatz, das zuverlässig den Schwingeffekt ermöglicht. Die Holzrahmen von Sitz und Rücken bestehen aus gebeizter oder lackierter Buche, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft mit FSC- oder PEFC-Zertifikat stammt. Das Rohrgeflecht besteht aus Rattan, das als besonders robust und als schnell nachwachsender Rohstoff als ökologisch vertretbar gilt. Die vorgeflochtenen Matten werden bei Thonet per Hand zugeschnitten und an den Holzrahmen angebracht. Um dem relativ nachgiebigem Rohrgeflecht höhere Stabilität zu verleihen, wird ein kaum sichtbares Kunststoffgewebe darunter gespannt. Alternativ zum Rohrgeflecht ist der Thonet Stuhl auch mit einer schwarzen, halb transparenten Kunststoffnetzbespannung erhältlich.

Designer

Entworfen wurde der Cesca Stuhl von Marcel Breuer. Der 1902 in Pecs, Ungarn geborene Architekt und Designer studierte und lehrte am Bauhaus und prägte die Schule der Klassischen Moderne maßgeblich mit. Von Breuer stammen zahlreiche Bauten und Möbelentwürfe, darunter viele der populärsten Stahlrohrdesigns der Möbelgeschichte. Aufgrund der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Breuer 1937 über Ungarn und nach zwei Jahren in London in die USA. Dort lehrte er in Harvard und eröffnete zunächst mit Walter Gropius und später alleine ein Architekturbüro. Seit 1946 arbeitete er ausschließlich als Architekt und erschuf ein beeindruckendes Oeuvre architektonischer Werke, darunter das Whitney Museum, New York und der Skiort Flaine in Haute-Savoie, Frankreich. Am 1. Juli 1981 starb Marcel Breuer in New York.

Original Werbeplakat für den Thonet S 32

Hersteller

1819 als Bau- und Möbeltischlerei von Michael Thonet in Boppard am Rhein gegründet, avancierte Thonet im Laufe eines Jahrhunderts zu einem der wichtigsten Wegbereiter für das moderne Möbeldesign. Mit den Bugholzmöbeln in den 1850er und den Stahlrohrmöbeln in den 1920er Jahren entwickelte das Unternehmen jeweils ein Verfahren zur Massenherstellung von Möbeln, die auch in ästhetischer Hinsicht neue Maßstäbe setzten. Besonders hervorzuheben sind dabei der Wiener Kaffeehausstuhl Nr. 14 und die Freischwinger von Marcel Breuer, Mart Stam und Ludwig Mies van der Rohe. Breuers S 32 verbindet mit seinem Stahlrohrgestell und dem auf einen Holzrahmen gespannten Rohrgeflecht beide Stile. Firmensitz und Produktionsstandort ist mittlerweile das hessische Frankenberg/Eder. Geführt wird das Unternehmen von Peter Thonet, einem direkten Nachkommen von Michael Thonet. Neben den Bugholz und Bauhaus Klassikern stellt Thonet auch moderne Designs, z.B. von Stefan Diez und James Irvine, her.

Designer und Architekt Marcel Breuer

Zeitgeschehen

Die Zwischenkriegsjahre stellten sich als wirtschaftlicher Neuanfang dar, der auch neue Techniken für das Möbeldesign bereithielt. Nach den fantastischen neuen Möglichkeiten, die das Bugholzverfahren seit Mitte des 19. Jahrhunderts geboten hatte, war es nun Stahlrohr, das die Möbelwelt revolutionieren sollte. Maschinell zu verarbeiten, vielseitig einzusetzen, leicht und glänzend, stand es für den neuen Zeitgeist der Goldenen Zwanziger, die eine Blütezeit der deutschen Kunst, Kultur und Wissenschaft waren. Durch den Anblick eines Fahrradlenkers inspiriert, entwarf Marcel Breuer 1925 das erste Wohnmöbel aus Stahlrohr und leistete damit seinen Beitrag für die Entwicklung einer neuen, funktionalistischen Formensprache. 1925 zum Leiter der Möbelwerkstatt am Bauhaus Dessau ernannt, war Marcel Breuer einer der Hauptakteure im kulturellen Zentrum der Klassischen Moderne, wo sich bildende, angewandte und darstellende Kunst miteinander verbanden und sich der praktischen Arbeit, der industriellen Fertigung zuwendeten. 1933 wurde das mittlerweile in Berlin befindliche Bauhaus aufgrund der nationalsozialistischen Machtübernahme geschlossen, kurze Zeit später setzte der Zweite Weltkrieg auch der massenhaften Herstellung von Stahlrohrmöbeln ein Ende.

Die Nachkommen Michael Thonets auf Thonet Stühlen

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