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Wie entstehen Designklassiker? - Vom Möbel zur Ikone

In der ersten Folge der Podcastreihe "Living is easy" geht detektor.fm-Reporter Claudius Nießen der Frage nach, wie aus Möbeln Designklassiker werden. Im Gespräch mit dem leitenden Kurator des Vitra Design Museums, Jochen Eisenbrand, möchte er außerdem herausfinden, warum unter den Klassikern des modernen Möbeldesigns besonders viele Stühle sind. Seine Antwort hören Sie hier im Podcast:



Designklassiker des 20. Jahrhunderts


So unterschiedlich die Designklassiker des 20. Jahrhunderts auch sein mögen, sie haben auch vieles gemeinsam: Sie sind nicht nur zeitlos ästhetisch, sie zeichnen sich auch durch herausragende Qualität aus und machen deutlich, wie Zeit ihrer Entstehung gedacht und entworfen wurde. Ihre Designer suchten seinerzeit nach neuen Lösungen und brachten innovative Möbel und Leuchten hervor, die heute längst nicht überholt sind, stets modern anmuten und jeden Wohn- und Geschäftsbereich langfristig stilsicher ergänzen – echte Klassiker eben.

Das modulare String Regalsystem ist so zeitlos, wie es flexibel und ästhetisch ist


Ein solcher Klassiker ist das String Regalsystem des schwedischen Designers Nisse Strinning. Der Entwurf stammt aus dem Jahr 1949 und erfüllt noch immer so ziemlich alle Ansprüche, die man an ein modulares, funktionales Regalsystem stellen kann – ein zeitloser Klassiker. Markantestes Merkmal des String Bücherregals sind die fragilen Wand- bzw. Bodenleitern, in die die Regalböden und Zusatzmodule eingelassen werden. So ergeben sich zahllose Möglichkeiten, um String seinen ganz individuellen Anforderungen anzupassen.

Arne Jacobsens Ameise von 1952 gibt es inzwischen in unzähligen Farben


Unbestreitbare Klassiker sind auch eine Reihe von Stühlen, welche Designlegende Arne Jacobsen zusammen mit dem dänischen Möbelhersteller Fritz Hansen produzierte. Den Anfang machte die Ameise. 1952 war dieser Stuhl einer der ersten, der aus einer schichtverleimten Furnierholzplatte geformt wurde. Der Stuhl, der zunächst auf nur drei Beinen stand, wurde später von Arne Jacobsen auch als Version mit vier Beinen designt; bis heute werden beide produziert. Drei Jahre später entstand der wohl bekannteste und meistverkaufte Stuhl Jacobsens, der Serie 7 Stuhl. Auch dieser besteht aus einer einteiligen Furnierholzplatte, die durch ein spezielles Verfahren in Form gebracht wird. Das Trio macht der Stuhl Grand Prix aus dem Jahr 1957 komplett. Dieser erhielt noch im selben Jahr den Grand Prix bei der Mailänder Möbelmesse, eine der bedeutendsten Auszeichnungen der damaligen Zeit. Darüber hinaus designte Arne Jacobsen den Egg Chair wie auch den Swan Sessel 1958 für den Lobby- und Loungebereich des SAS Royal Hotels in Kopenhagen. Mit dem Auftrag, das Hotelgebäude zu entwerfen, war nämlich auch die komplette Gestaltung der Inneneinrichtung verbunden, die neben den Lounge Chairs Der Schwan und Das Ei auch andere ikonische Designs – von Textilien über die AJ Stehleuchte bis zu einer futuristischen Besteckserie – hervorbrachte.

Der DSW ist nur eine von unzähligen Varianten der zeitlos schönen Eames Plastic Chairs


Wenn von Designklassikern die Rede ist, dürfen natürlich auch Charles & Ray Eames nie fehlen. Sie haben sich über viele Jahre mit kaum etwas anderem beschäftigt als der Suche nach einer Sitzschale für ihre Stühle, die sich perfekt dem Körper anpasst. 1950 kamen die zwei für die damalige Zeit revolutionären Fiberglas-Sitzschalen der Eames auf den Markt: die A-Schale mit Armlehnen und die S-Schale ohne Armlehnen. So haben Charles und Ray Eames eine Stuhlfamilie geschaffen, bei der das Untergestell passend zur Location und zur Einsatzmöglichkeit ausgewählt werden kann, während der Sitz die gleiche bekannte, bequeme Schale bleibt. Auch im Lounge Chair Bereich setzten die Eames‘ neue Maßstäbe: Der 1956 fertiggestellte Eames Lounge Chair ist leichter, eleganter und moderner als seine Vorgänger und vermag es dabei ganz ohne klobige Formgebung, außerordentlichen Komfort zu bieten. Ein Ottoman im gleichen Design ergänzt den Eames Lounge Sessel. Das Design des Ray und Charles Eames Lounge Chairs zeichnet sich durch die Anwendung moderner Gestaltungsmuster auf ein so traditionelles Möbelstück aus. Es entsteht ein gelungenes Zusammenspiel von gebogenen Schichtholzschalen und darin eingesetzten und mit Leder bezogenen Polstern.

Der ergonomische Panton Chair gilt als erster Stuhl aus einem Guss


Doch nicht nur die Eames, auch Verner Panton hat mit einem neuartigen Stuhlentwurf einen Designklassiker entwickelt, der vom Hause Vitra hergestellt wird. Der Panton Stuhl gilt als "erster Stuhl aus einem Guss" und gehört so nicht nur wegen seiner fließenden Dynamik zu den revolutionärsten Möbeldesigns des 20. Jahrhunderts. Der ergonomische Freischwinger mit seiner einzigartig konkaven Wölbung ist legendäres Wahrzeichen der 1960er Jahre und moderner Stilgarant zugleich.

Eine der erfolgreichsten Produktreihen des italienischen Möbelherstellers Cassina ist die LC Kollektion. Dabei handelt es sich um eine Möbelserie hochwertiger Sessel, Sofas, Stühle und Tische, sowie der LC4 Chaiselongue, die der namensgebende Architekt Le Corbusier zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Zusammenarbeit mit Charlotte Perriand und Pierre Jeanneret entwickelte. Den anhaltenden Erfolg verdanken die LC Möbel ihrem außergewöhnlichen Design, ihrer Funktionalität, ihrer charakteristischen, nach wie vor aktuellen Ästhetik sowie der einmaligen Qualität, in der sie seit über 50 Jahren von Cassina produziert werden. Bei der Herstellung der Designklassiker vertraut Cassina auf die Kombination aus moderner Technik und bewährter Handwerkskunst.

Die LC4 Chaiselongue von Le Corbusier zählt zu den bekanntesten Designs des 20. Jahrhunderts


Ein nicht wegzudenkender Klassiker des 20. Jahrhunderts ist der Barcelona Chair von Ludwig Mies van der Rohe. Dieser suchte für die Weltausstellung 1929 in Barcelona ganz bewusst eine elegante, kostspielige und monumentale Sitzlösung, unter anderem für das spanische Königspaar höchstselbst. Charakteristisch ist dabei die formvollendete Kombination aus breiter Sitzfläche und Rückenlehne und den x-förmigen, dezent geschwungenen Beinen, die dem Barcelona Chair seinen leichten und fast schon schwebenden Charakter verleihen. In der Designgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts gilt der Barcelona Sessel als wegweisend und ikonografisch. Nach den originalen Vorgaben wird der Sessel seit inzwischen über sechzig Jahren auch heute noch von dem amerikanischen Möbelhersteller Knoll International produziert.

Die luxuriöse Barcelona Kollektion von Ludwig Mies van der Rohe für Knoll International


Ein Meilenstein in der Möbelgeschichte ist auch die Erfindung des Freischwingers. Als Urheber dieses Stuhldesigns gelten die Bauhaus Schüler Marcel Breuer (S 32/ S 64) und Mart Stam (S 43). Marcel Breuer etwa arbeitete bereits 1925 bei seinem Entwurf des Wassily Chairs B3 mit gebogenem Stahlrohr, damals aber noch nicht mit einem freitragenden Gestell. Breuer arbeitete ab 1928, nach seiner Zeit am Bauhaus, in Berlin an dem Stuhl, der seit 1929/30 über Thonet als S 32 ohne Armlehnen und S 64 mit Armlehnen hergestellt wird und auch als Cesca Stuhl bekannt ist. Besagte Freischwinger sind durch das gebogene Stahlrohrgestell definiert, das eine konventionelle Vierbeinkonstruktion entbehrlich und den schwingenden Charakter des Stuhls möglich macht.

Der Bauhaus Klassiker schlechthin: Marcel Breuers Freischwinger S 32


Eero Saarinen zählt zu den bekanntesten Architekten und Designern des 20. Jahrhunderts. Besonders seine Pedestal Collection verschaffte ihm weltweite Berühmtheit. Saarinen brachte in Kollaboration mit dem amerikanischen Möbelhersteller Knoll International 1955 - 1957 die Saarinen Tulip Chairs sowie eine Reihe an Ess-, Couch- und Beistelltischen heraus. Alle haben eines gemeinsam: Sie stehen auf nur einem Bein und erinnern in ihrer schlanken Silhouette an eine blühende Tulpe. Die fließende, filigrane Form der Möbel war wegweisend für eine Reihe an Designs, die auf Saarinens Kreation folgen sollten und macht sie bis heute zu einem der bedeutendsten Klassiker des 20. Jahrhunderts, der auch in vielerlei Ausführung im MoMA New York ausgestellt ist. Auch nach über einem halben Jahrhundert ist die zeitlose Pedestal Collection ausgesprochen modern.

Saarinens Stuhlklassiker erinnern an blühende Tulpen


Auch einige Leuchten, wie etwa die von Poul Henningsen designten PH Leuchten, schaffen es in die Reihen der unbestrittenen Designklassiker des vergangenen Jahrhunderts. Das Design der PH 4/3 Pendelleuchte, die innovativ die Idee von blendfreiem, zielgerichtetem Licht umsetzte, stammt aus dem Jahr 1966 und wird bis heute vom Leuchtenhersteller Louis Poulsen realisiert. Sie ist ein Beispiel für das Zusammenspiel von Design und Technologie. Heute gibt es die Poul Henningsen Leuchten in einer ganzen Reihe an Ausführungen: Da wären etwa die PH 5 Classic, die ausschließlich mit einem matt weiß lackierten Schirm und lila lackierten Aluminium-Verstrebungen erhältlich ist, oder die PH 50, die der PH 5 alle Ehre erweist und in neuen, spannenden Farben daherkommt.


Die PH 5 Pendelleuchte von Louis Poulsen