September 18th, 2015 nach smow

Gefeiert als die Rettung des Designs. Denunziert als Kitsch. Frisch & belebend. Eitel & hochnäsig. Ein Wendepunkt in der Designgeschichte. Eine vorbeigehende Modeerscheinung.

Es gibt wenig Architektur- und Designbewegungen, die die Geschmäcker so sehr teilten, wie die Arbeiten der italienischen Gruppe Memphis.

Oder die noch mehr als 30 Jahre nach ihrer Entstehung die Geschmäcker so teilen.

Obwohl sie offiziell mit einer Ausstellung in der Arc ’74 Galerie in Mailand am Freitag, den 18. September 1981 lanciert wurden, kann die Memphis Gruppe ihre Anfänge bis in die 1960er zurückverfolgen, oder wie der Gründer und führende Protagonist der Gruppe Ettore Sottsass es sagte, “Memphis selbst ist das Resultat von 10 Jahren Anti-Design, von mehr oder weniger politisch gefärbten Diskussionen.”1

Geboren 1917 in Innsbruck, Österreich, studierte Ettore Sottsass Architektur an der Politecnico di Torino, bevor er 1946 nach Mailand zog, wo er sein eigenes Architektur- und Designstudio gründete, von dem aus er neben anderen Projekten mit dem INA-CASA Nachkriegswiederaufbauprogramm arbeitete, an einigen Mailänder Triennalen mitwirkte und zahlreiche Kunst- und Handwerksprojekte entwickelte. 1956 reiste Ettore Sottsass nach Amerika, wo er drei Monate mit George Nelson in dessen New Yorker Studio arbeitete, drei Monate, die seine Sichtweise darauf, was Design ist und sein kann grundlegend ändern sollten. “Ich muss sagen, ich war sehr beeindruckt von Amerika, weil es offensichtlich war, dass Amerika mitten in einer intellektuellen Revolution steckte – insbesondere in einer industriellen Revolution” erinnerte sich Sottass später in einem Interview mit dem Icon Magazine, bevor er eine wichtige Einschränkung hinzufügte, “denn in Italien hatten wir keine Vorstellung von Industrie.”2 Bei seiner Rückkehr aus New York machte sich Ettore Sottsass daran, das zu ändern, wie es durch seine berühmte Zusammenarbeit mit der italienischen Büro- und Telekommunikationsfirma Olivetti veranschaulicht wurde. Ganz wie bei George Nelsons Kooperation mit IBM nutzte Sottsass intelligente, zeitgemäße und vor allem unternehmenseigene Systeme und Designs, um ein ansonsten uninspirierendes, beiges Konglomerat in ein Beiwort für anspruchsvolle, kosmopolitische Anmut zu verwandeln. Neben Olivetti arbeitete Ettore Sottsass in den 1960ern mit so unterschiedlichen Firmen wie Poltrona Frau, Raymor oder Arredoluce zusammen.

Ironischerweise, oder vielleicht passenderweise, sollte Ettore Sottsass’ meistbekanntes Olivetti Produkt die tragbare Schreibmaschine Valentine von 1969 werden, welche ihn weg vom Produktdesign und hin zum Anti-Design führte.

1961 war Sottsass nach Indien gereist, wo seine Erfahrungen ihn dazu brachten, wie bei so vielen, die später dem sogenannten Hippie Trail durch Zentralasien folgten, das Wesen der westlichen europäischen Gesellschaft in Frage zu stellen und die vor allem sein Verständnis von Objekten, Besitztümern und die Bedeutung beider grundlegend beeinflussten. Daher entwickelte Sotsass parallel zu seiner Arbeit mit Olivetti auch abstraktere Projekte, vorrangig Keramikarbeiten und Projekte, durch die er nicht nur neue Formensprachen erkundete, sondern auch neue Wege, sich auf die Objekte in unserer Umgebung zu beziehen, bei denen er die Idee des Konsumismus in Frage stellte.

Die parallelen und gegensätzlichen kreativen Wege liefen schließlich 1969 auseinander, als Sottsass realisierte, dass Olivetti mit der Valentine etwas Heiteres und Billiges wollte, ein tragbares Wegwerfprodukt, und so entschied er, dass die Zeit reif war, sich vom Produktdesign wegzubewegen. Oder wie er später im Zusammenhang mit Memphis schrieb, “sogenanntes “Industriedesign” wurde in der generellen Bedeutung des Wortes als ein Service für die Industrie und nicht für die allgemeine Öffentlichkeit gesehen. Das besagte auch, dass die Bedingungen von der Industrie und nicht von der Öffentlichkeit festgelegt wurden. Unsere Vorstellung war, zu sehen was passieren würde, wenn wir uns von diesen Bedingungen befreien würden, zumindest theoretisch.”3

Als erster Schritt auf dieser Straße der Befreiung und Richtung Memphis veröffentlichte Ettore Sottsass 1972 sein Pamphlet “The Planet as Festival”, in dem er einige utopische Zukunftsvisionen präsentierte, bevor er mit etwa 30 anderen Radical Architecture Aktivisten die Gruppe “Global Tools” mitfinanzierte, ein Projekt, welches die “freie Entwicklung der individuellen Kreativität anregen” wollte.1977 wurden Ettore Sottsass und Andrea Branzi gebeten, für den Mailänder Händler Croff Casa Möbel zu designen, eine erste Möglichkeit, seine Ideen einer größeren Öffentlichkeit zu zeigen: Die resultierende “Casanova” Kollektion war, laut Barbara Radice, so radikal, so frei und so befreit, dass nicht nur die Kunden sie ablehnten, sondern auch das Croff Casa Vertriebsteam sich weigerte, für sie zu werben oder sie zu verkaufen.5

Im selben Jahr wurden Sottsass und Branzi aufgefordert, sich dem postmodernen Alchimia Kollektiv von Alessandro Guerriero und Alessandro Mendini anzuschließen; allerdings veranlassten fundamentale Differenzen zwischen Sottsass und Mendini in Bezug auf die Richtung, die die Gruppe einschlagen sollte, Sottsass im Jahr 1980 dazu, die Gruppe zu verlassen und danach mit einer Gruppe von gleichgesinnten Individuen Memphis zu gründen.

Gleichgesinnte, wenn auch jüngere Individuen. Während der Großteil der Designer und Architekten, die an der Memphis Eröffnungsausstellung teilnahmen, wilde junge Dinger in ihren 20ern waren, war der Kopf der Bewegung unwesentlich weniger alt als jugendliche 64, als die erste Ausstellung eröffnet wurde.

Wer sagt, nur die Jugend rebelliert!

Ebenso, wie Pop Art das Stumpfsinnige, Geschmacklose und Oberflächliche erhellte und dazu zwang, mit der altbewährten Kunstwelt zu brechen, machte auch Memphis Gebrauch von banalen, alltäglichen Materialien und leuchtend grellen, geschmacklosen Farben für seinen Angriff auf den dogmatischen Funktionalismus des Designs der 70er; ein Angriff, der zuerst durch die Nutzung neuer, herausfordernder Formen ausgedrückt wurde, ungewohnte Ausdrücke des Gewohnten, was in den Augen der Erschaffer das damalige Zeitalter reflektierte, nicht Zeitalter, die lange vorüber waren.

Und doch, trotz der Revolution, die in Memphis verwurzelt war und trotz des lockeren allgemeinen Blickwinkels auf die abstrakten Formen und grellen Farben, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Objekte, die Memphis kreierte, funktionierten. Sie waren funktional. Dass ihre Form nicht der Funktion folgte, war auch der wichtigste Punkt, oder wie Sottsass gerne zitiert wird, nachdem er einmal sagte “Als ich jung war, war alles, was wir hörten, Funktionalismus, Funktionalismus, Funktionalismus. Das reicht nicht. Design sollte auch sinnlich und spannend sein.”6

Außerdem wurden alle Memphis Produkte zur Massenproduktion designt.

Zumindest theoretisch.

Von Beginn an wurde Memphis als ein Unternehmen geführt, ein Unternehmen, gegründet mit dem Ziel, seine Arbeit zu vermarkten und zu verkaufen: Obwohl sie die Verbraucherherrschaft in Frage stellten, war Memphis nicht anti-kommerziell und tatsächlich entwarf Ettore Sottsass im Lauf der 70er eine Reihe von Objekten für Alessi. Ein wichtiger Partner im Memphis-Geschäft war der Mailänder Leuchtenhersteller Artemide. Kurz nach der Eröffnung der ersten Ausstellung trat Sottsass an den Mitbegründer und Hauptgeschäftsführer von Artemide, Ernesto Gismondi, heran, um ihn zu einer Zusammenarbeit aufzufordern, Gismondi stimmte sofort zu, auch wenn es aus geschäftlichen Gesichtspunkten vielleicht klüger gewesen wäre, es nicht zu tun, da, laut Gismondi, “es für einige Jahre bei Memphis Defizite gab, die von Artemide abgedeckt werden mussten.”7

Der Hauptgrund für die Defizite war, dass trotz all ihrer Beteuerungen für massenproduzierbares Design, der Großteil der Memphis Produkte der Kunst näher war, als ihre Designer zugeben wollten oder konnten; als Konsequenz waren Memphis Objekte teuer und nur für ein sehr begrenztes Marktsegment von Interesse.  Etwas, das vielleicht am besten demonstriert wird vom Carlton Bücherregal von Ettore Sottsass, eines der meistbekannten Memphis Stücke und ein Objekt, welches laut Gismondi aufgrund des willkürlichen Wesens seines Konstruktionsprinzips und der Vielzahl der Komponententeile einfach nicht massenproduziert werden kann – und für das ohnehin nur grobe Skizzen existierten, keine detaillierten Pläne, denen die Konstrukteure folgen konnten.

Laut Gismondi gab es nur ein entfernt kommerziell erfolgreiches Memphis Objekt: den Stuhl First von Michele De Lucchi. Trotzdem und in Worten, die an Heinz Rasch erinnern, war First nach Gismondi nur erfolgreich, weil “es ein Stuhl war, der einem Stuhl am ähnlichsten war. Michele gelang es tatsächlich sehr clever, ein Produkt zu designen, das wirklich Memphis war und das gleichzeitig teilweise die Bedürfnisse des Marktes und die der Firma beantwortete.”8

Der Rest der Produkte beantwortete in erster Linie die Bedürfnisse von Memphis, die zeitgenössischen Wahrheiten und gültigen formalistischen Standards herauszufordern. Was vielleicht erklärt, warum Memphis immer mehr dazu überging, sich weniger wie ein industrielles Projekt, sondern eher wie ein Galerie-Projekt zu sehen.

Ettore Sotsass verließ Memphis 1985 und obwohl das Post-Sottsass Memphis fortbestand und tatsächlich immer noch besteht, verlor es ohne seine treibende Kraft an Relevanz und Vitalität.

Was natürlich die offensichtliche Frage hervorruft, was von Memphis bleibt?

Für die meisten Menschen wäre die Antwort wohl “die Objekte”.

Objekte, die allerdings ständig misinterpretiert werden, es ginge bei ihnen eher um den Stil, die physische Form, als die Idee dahinter; und es sind diese Vorstellungen, die Memphis’ wichtigstes Vermächtnis sind, die Demonstration, dass man nicht einfach den Status Quo akzeptieren muss, sondern dass wenn man seinen Idealen treu bleibt und sie mit Klarheit und Kompetenz präsentieren kann, man wirklichen Wandel erreichen kann. Keinen Wandel im Sinne von sofort die Welt verändern, aber Wandel wie die Veränderung von Gedankengut, Meinungen und Perspektiven.

Wandel, wie den Horizont der Möglichkeiten zu erweitern und die Chance auf eine alternative Zukunft zu erschaffen. Die Arbeiten der Memphis Gruppe waren vielleicht nicht kommerziell erfolgreich, und werden es aller Wahrscheinlichkeit nach auch nie werden, aber die Ideen und die Gedanken, die sie erschufen, beeinflussen immer noch Designer und Architekten und bleiben wichtige Bestandteile jeder zeitgenössischen Designabhandlung.

Zusätzlich gab uns Memphis in vielerlei Hinsicht die Designgalerie als eine Institution, die sich vom Designmuseum und der Kunstgalerie absetzt. Und auch heute noch bieten gute Designgalerien eine Plattform für Designer, die Normen ihrer Zeit in Frage zu stellen, gängige Standards anzufechten, Alternativen anzubieten und damit weiterhin, wie es Memphis im September 1981 tat, ihre Besucher zu verwirren, zu beleidigen, zu begeistern, zu inspirieren und zu bestürzen.

1. Poul ter Hofstede, Memphis 1981 – 1988, Groninger Museum, 1989

2 Justin McGuirk “Ettore Sottsass” Icon, Issue 046, April 2007 http://www.iconeye.com/404/item/3056-ettore-sottsass-dies Accessed 17.09.2015

3. Poul ter Hofstede, Memphis 1981 – 1988, Groninger Museum, 1989

4. Document No. 1. The Constitution. Global Tools, No 1 Florence 1974, quoted in Hans Höger, Ettore Sottsass jun. Designer. Artist. Architect. Ernst Wasmuth Verlag, Tübingen/Berlin. 1993

5. Barbara Radice, Ettore Sottsass, Leben und Werk, Bangert Verlag, München 1993

6. Originalquelle unbekannt

7. Poul ter Hofstede, Memphis 1981 – 1988, Groninger Museum, 1989

8. ibid

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Passagen Cologne 2015 A&W Designer of the Year 2015 Michele De Lucchi The Exhibition Unicredit Pavilion Milan
Januar 28th, 2015 nach smow

Normalerweise scheuen wir uns ja eher vor “Designer of the Year”-Preisverleihungen. Die Auszeichnung des “Designer of the Year” durch das deutsche Architektur- und Designmagazin A&W gehört allerdings immer zu den Höhepunkten auf dem Passagen Designfestival in Köln.

Das hängt damit zusammen, dass der Wettbewerb immer in einer kompakten und dennoch informativen Ausstellung des jeweiligen Künstlers mündet. In einer Ausstellung, die vielleicht nie wirklich unabhängig oder kritisch ist, aber immer einen zugänglichen Überblick über die Arbeit des jeweiligen Designers bietet.

Nach Patricia Urquiola im Jahr 2012, Ronan & Erwan Bouroullec 2013 und Werner Aisslinger 2014 ist in diesem Jahr Michele De Lucchi der A&W Designer of the Year.

Passagen Cologne 2015 A&W Designer of the Year 2015 Michele De Lucchi The Exhibition

A&W Designer of the Year 2015 - Michele De Lucchi. Die Ausstellung

Der 1951 in Ferrara, Italien geborene Michele De Lucchi studierte in Ferrara und Florenz, bevor er 1976 sein erstes Architekturbüro in Florenz eröffnete. Im Jahr 1977 zog De Lucchi nach Mailand um, wo er schnell zu einem der führenden Protagonisten der experimentellen Design- und Architekturszene wurde, die sich dort während der 1980er Jahre entwickelte, und die nach wie vor in verschiedener Hinsicht Mailands Ruf als eines der wichtigsten Architektur- und Designzentren Europas bestimmt.

Seit Beginn seiner Karriere arbeitete Michele De Lucchi stets sowohl als Architekt als auch als Designer und definierte sich nie als nur eines von beidem. In dem Sinne wurde laut Michele De Lucchi auch die Ausstellung in Köln konzipiert, “… um zu zeigen, dass Design und Architektur gar nicht so weit voneinander entfernt sind und dass die Inspiration für beides derselben Quelle entstammt.”

So umfasst die Kölner Ausstellung eine Mischung aus neueren Architekturprojekten, wie der Friedensbrücke in Tiflis, Georgien, der Jakobskapelle in Fischbachau, Bayern, dem Il Tronco Bürogebäude in Pforzheim und den sogenannten Pavillon Zero, der momentan in Mailand für die bevorstehende Expo 2015 gebaut wird; außerdem Designprojekte, wie beispielsweise den Bisonte Stuhl für De Lucchis eigene Marke Produzione Privata und die Lampe Tolomeo Tavolo für Artemide.

Jedes Projekt wird von einem kurzen Text von De Lucchi begleitet, in dem De Lucchi etwas zum Hintergrund und zum Konzept des Projekts sagt. So hat der Besucher nicht nur die Möglichkeit die jeweilige Entstehung nachzuvollziehen, sondern bekommt auch einen Eindruck von der Gedankenwelt eines der einflussreichsten Architekten, Designer und Theoretiker seiner Zeit.

Die Ausstellung vermittelt den Besuchern aber nicht automatisch, wie einflussreich und bedeutend De Lucchi ist; in dieser Hinsicht ist die Ausstellung recht bescheiden und diskret und konzentriert sich wirklich auf die Projekte und ihre Ursprünge. Auf Olivetti oder die Memphis Group, wohl zwei der wichtigsten Stationen in De Lucchis Werdegang und maßgebliche Einflussfakturen für seinen heutigen Ruf, geht die Ausstellung beispielsweise wenig bis gar nicht ein.

Michele De Lucchi begann seine Arbeit bei Olivetti im Jahr 1979. Damals war das Unternehmen eines der führenden und innovativsten in Sachen angewandtes Design bei Corporate Identity und Produktentwicklung.

1980 gehörte De Lucchi dann zu den Mitbegründern des “postmodernen” Architektur- und Designkollektivs Memphis Group, das Vorstellungen von der Beziehung zwischen Form und Funktion dekonstruieren und unser konventionelles Ästhetikverständnis in Frage stellen wollte. Genauer gesagt hieß das auch, ein Ästhetikverständnis in Frage zu stellen, das von Firmen wie Olivetti manifestiert wurde.

Ein Widerspruch? “Nein.”, antwortet Michele De Lucchi selbstbewusst. “Ich hatte, denke ich, großes Glück, denn durch die Arbeit mit Olivetti hatte ich die Freiheit, Memphis zu entwickeln und die nötige Erfahrung, um zu verstehen, dass es beim Design nicht nur um die professionelle Arbeit mit der Industrie geht, sondern auch um eine Verbindung zur Kunst und zu kulturellen Entwicklungen.”

Aber hat De Lucchi den Eindruck, dass man diese künstlerischen, auf kulturelle Entwicklungen bezogenen Elemente versteht, dass man sich an sie erinnert? Oder sehen die meisten nur die meist asymmetrischen Objekte mit ihren leuchtenden Farben?

“Ich glaube, Memphis wird heute eher als ein Stil wahrgenommen,” antwortet De Lucchi, “aber zu dieser Zeit ging es uns nicht darum einen Stil zu kreieren, sondern darum Mauern zu durchbrechen und unsere Vorstellung zu befreien, um neue Möglichkeiten offenzulegen.”

Das bedeutet also, dass für sie Memphis eher eine Philosophie als ein Stil war? – “Design benötigt immer ein starkes philosophisches Fundament.”

Passagen Cologne 2015 A&W Designer of the Year 2015 Michele De Lucchi The Exhibition Tolomeo Tavolo lamp for Artemide

Ein Prototyp der Tolomeo Tavolo von Michele De Lucchi

Neben allem, was Michele De Lucchi Großes erreicht hat, gehört für uns auch eine Begebenheit während der Mailand Triennale 1973 dazu. Dort protestierte De Lucchi, verkleidet als napoleonischer Soldat, ausgestattet mit einem Schild mit den Worten “Generic Designer” und einer Mülltüte mit der Aufschrift “Project”, gegen den endlosen Fluss neuer Produkte, die auf den Markt geworfen werden und um die Designer an ihre ethische und soziale Verantwortung zu erinnern.

Wir fragten ihn, ob er das heute wieder tun würde, oder ob sich die Umstände in den dazwischenliegenden 4 Jahrzehnten dann doch zu sehr geändert hätten.

Als wir darauf zu sprechen kommen, teilt ein breites Grinsen De Lucchis Vollbart, der in mehrfacher Hinsicht sein Markenzeichen geworden ist – “settantatre,” kichert er uns entgegen.

“Ich denke es ist immer noch sehr wichtig sich daran zu erinnern, dass man als Architekt oder Designer nicht nur die Form eines Objektes oder den Grundriss eines Gebäudes entwirft, man “designt” genauso das Verhalten der Menschen, die den Raum oder das Objekt nutzen. Und so sind Architektur und Design tief mit der Gesellschaft verbunden und drehen sich nicht nur ums Geschäft.”

Und mit dieser Einstellung gehört Michele De Lucchi zu den Designern, die an jedem Tag der Woche einen Preis verdient haben.

Die “A&W Designer of the Year 2015”-Ausstellung von und mit Michele De Lucchi ist im Kölnischen Kunstverein, Hahnenstraße 6, 50667 Köln bis Sonntag, den 25. Januar zu sehen.

Einige Eindrücke davon gibt es bereits hier:

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Januar 21st, 2014 nach smow

Neben der Möglichkeit, Licht punktgenau auszurichten, verfolgte Richard Sapper beim Design der Tizio Lampe noch ein weiteres Ziel:

“Ein anderes Problem war, daß ich ein sehr unordentlicher Mensch bin. Auf meinem Schreibtisch gibt es keinen Platz, um eine Lampe hinzustellen, oder es läßt sich nur in der entferntesten Ecke meines Schreibtisches ein Standort finden, weil der Rest der Tischplatte mit Dingen überhäuft ist, die ich wahrscheinlich nicht benötige, aber die ich eben nur auf dem Tisch ablegen kann. Dafür braucht man natürlich einen sehr langen Schwenkarm. Und um eine Lampe leicht bewegen zu können, gab es das mechanische Problem, ein strukturelles System, eine Mechanik – oder wie man es auch immer nennen mag – zu finden, die einen kleinen, aber weit entfernten Reflektor ohne jeden Widerstand bewegen kann. Es existierten zwei Systeme, die dafür zu verwenden waren: Ein Schwenkarm mit einer Sprungfeder oder  einer mit einem Gegengewicht. Es war für mich klar, daß ein Arm mit einem Gegengewicht von Natur aus das bessere Mittel war, mein Ziel zu erreichen….” Richard Sapper “Der Design-Prozeß” in Uta Brandes “Richard Sapper. Werkzeuge für das Leben” Steidl Verlag, Göttingen, 1993

Womit es einen weiteren Beweis für die Wahrhaftigkeit der Ausführungen zum Verhältnis eines unordentlichen Schreibtisches zur Kreativität des daran Arbeitenden in Prof. Kathleen D. Vohs’ Aufstz “Physical Order Produces Healthy Choices, Generosity, and Conventionality, Whereas Disorder Produces Creativity” gäbe.

Lightopia Talk. Richard Sapper – Ein Lebenswerk” findet Dienstag, den 23. Januar 2014, 18 Uhr im Vitra Design Museum, Weil am Rhein statt und einen Besuch können wir nur empfehlen.

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Januar 16th, 2014 nach smow

Mit der hinter uns liegenden Wintersonnenwende und den länger werdenden Tagen neigt sich die Vitra Design Museum Ausstellung “Lightopia” langsam ihrem natürlichen Ende entgegen.

Aber bevor die Lichter am 9. März endgültig ausgehen, gibt es noch ein paar echte Highlights aus dem Begleitprogramm zu erleben. So am Dienstag, den 23. Januar 2014, ein Gespräch mit und über den in Mailand lebenden Designer Richard Sapper.

1932 in München geboren, arbeitete Richard Sapper mit und für Unternehmen wie Daimler-Benz, Kartell, Siemens und Alessi, hat Fernseher, Telefone, Stühle, Espressomaschinen, Bücherregale und Telefonzellen und, nicht zu vergessen, seine wohl berühmteste Arbeit und wohl auch der Grund für seine Einladung ins Vitra Design Museum, die Tizio Lampe für Artemide von 1972, entworfen.

Die Idee hinter Tizio ist so einfach wie egoistisch: “Ich habe gern beim Arbeiten oder Lesen das Licht nur auf dem Blatt Papier vor mir und den Rest des Raumes im Halbdunkel. Ich fühle mich so ungestörter und kann mich besser konzentrieren.”1 Da so eine Lampe nicht existierte, designte Richard Sapper sie. Und glücklicherweise war Artemide so begeistert, sie in die Produktion aufzunehmen.

Unter Verwendung eines zweigliedrigen Leuchtenarmes liegt die Genialität der Tizio Leuchte in der Tatsache, dass das Gleichgewicht und die Bewegung der Arme durch ein Gegengewichtssystem reguliert wird. Keine Federn, keine Stahlseile, keine Schrauben zur Befestigung. Als solche kann Tizio mühelos in praktisch jede Position gebracht werden. Wenn es sein muss, mit nur einem Finger… Diese Bewegungsfreiheit wird von einem Verzicht auf Kabel unterstützt. Die Elektrizität fließt durch den Rahmen, die Stromhauptleitung wird zuvor über einen Transformator im Sockel in eine Niedervoltspannung konvertiert.

Daneben war die Tizio eine der ersten Lichtojekte, die Halogenlampen nutzt – eine Lichtquelle, die in den 1970ern fast ausschließlich für Autoscheinwerfer verwendet wurde. Oder wie es Richard Sapper 2010 in der “Zeit” formulierte: “Wenn Sie eine Ersatzbirne für die Tizio haben wollten, dann mussten Sie zur Tankstelle fahren.”So wird Richard Sappers Leuchte auch bei dem Teil von Lightopia präsentiert, in dem es um die Entscheidung der EU geht, konventionelle Leuchtmittel abzuschaffen.

So unkonventionell und genial wie das Lampendesign ist, dauerte es eine Weile, bis die Öffentlichkeit bereit für das Objekt war. Laut Artemide Gründer Ernesto Gismondi wurden von der Tizio im ersten Jahr nur 1000 Stück verkauft, im zweiten gerade einmal 500.3 Doch in den seither vergangenen vier Jahrzehnten hat sich die Tizio Tischleuchte nicht nur zu einem populäreren und kommerziell erfolgreichen Designobjekt entwickelt, sondern auch zu einem der meist kopierten. Laut Gismondi zahlt Artemide jedes Jahr ein kleines Vermögen, um es mit den Plagiateuren aufzunehmen, wo auch immer sie sie finden.

Im Laufe des Abends wird Richard Sapper zweifellos all diese Aspekte seiner Tizio Lampe noch im Detail darlegen sowie etwas allgemeiner über die 1960er für Industriedesigner und seinen Blick auf den aktuellen Stand der Designindustrie sprechen.

Die Veranstaltung klingt sehr vielversprechend und wir können jedem, der es einrichten kann, nur empfehlen vorbeizuschauen.

“Lightopia Talk. Richard Sapper – Ein Lebenswerk” findet am Donnerstag, den 23. Januar 2014, im Vitra Design Museum, Weil am Rhein statt. Der Eintritt ist frei.

1 Hans Höger “Die Tizio-Leuchte von Richard Sapper” Verlag form, Frankfurt am Main, 1997

2 Tillmann Prüfer, Designer Richard Sapper. Der Weltverbesserer. Die Zeit 09.04.2010 http://www.zeit.de/2010/15/Richard-Sapper-15/ Accessed 15.01.2014

3 Uta Brandes “Richard Sapper. Werkzeuge für das Leben” Steidl Verlag, Göttingen, 1993

Richard Sapper Tizio Artemide

Tizio von Richard Sapper für Artemide

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Dezember 27th, 2013 nach smow

Wie immer im April ging es auch 2013 wieder nach Mailand. Und wie immer haben wir unter all dem sinnlosen Corporate-Design-Müll einige Edelsteine entdeckt…

Nach Mailand haben wir uns dann sehr gefreut, den neuesten Zuwachs auf dem Vitra Campus kennenzulernen, die SANAA Produktionshalle…

Carwan Gallery MiArt Milan 2013

Carwan Gallery, MiArt Mailand 2013

Object Limited Edition Design at MIART Milan 2013 Swing Gallery

Swing Gallery, MiArt Mailand 2013

Milan Design Week 2013 Empatia by Carlotta de Bevilacqua and Paola di Arianello for Artemide

Möbelmesse Mailand 2013: Empatia von Carlotta de Bevilacqua und Paola di Arianello für Artemide

Milan Design week 2013 Galleria Viafarini Magic Moments Inside

Möbelmesse Mailand 2013: Galleria Viafarini. Magic Moments Inside

Milan Design Week 2013 The Mattiazzi Collection

Möbelmesse Mailand 2013: The Mattiazzi Collection

Milan Design Week 2013 Roll and Hill at Euroluce

Roll & Hill auf der Euroluce 2013. Stella Triangle von Rosie Li

Milan Design Week 2013 Workbay Office by Ronan and Erwan Bouroullec for Vitra

Möbelmesse Mailand 2013: Workbay Office von Ronan und Erwan Bouroullec für Vitra

Milan Design Week 2013 Tools for Life by OMA for Knoll 01 Arm Chair 03 Coffee Table

Möbelmesse Mailand 2013: Tools for Life von OMA für Knoll. Der 01 Arm Chair und 03 Coffee Table

SANAA Factory Building Vitra Shop Weil am Rhein Window

Neu auf dem Vitra Campus: Die SANAA Produktionshalle

SANAA Factory Building Vitra Shop Weil am Rhein Roof

SANAA Produktionshalle. Das Dach.

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April 10th, 2013 nach Anne-Christin

Da es unser erstes Event auf der Möbelmesse 2013 war, wollen wir mit unserem ersten Mailand-Post Artemide würdigen.

Insbesondere Empatia von Carlotta de Bevilacqua und Paola di Arianello – für uns das herausstechende Objekt der Artemide Kollektion von 2013 – hat es uns angetan.

Das Lob für Carlotta und Paolawird vielleicht etwas geschmälert, wenn wir jetzt sagen, dass ein Großteil der neuen Artemide Lampen architektonische Leuchten sind – alle technisch sehr interessant, aber eben als Teil architektonischer Konzepte entworfen. Unter den wenigen neuen Wohnleuchten präsentierte Ross Lovegrove etwas, was sich am besten als “Skulptur, die leuchtet” beschreiben lässt und Ernesto Gismondis Objekt Ilio sagt uns, ehrlich gesagt, gar nichts. Damit würde man aber Empatia Unrecht tun.

Auf der einen Seite ist da die mundgeblasene äußere Kugel aus Venezianischem Glas. Und auf der anderen Seite ist da die technische Innovation. Das Geheimnis von Empatia ist eine synthetische Stange in der Mitte der Glaskugel. Das Licht wird durch LEDs im Fuß der Lampe erzeugt, es strömt durch die Stange, wird durch die blickdichte Kuppel am oberen Ende reflektiert und die Lampe gibt so schließlich ein angenehmes 360 Grad Licht ab. Wir sind ziemlich sicher, dass jemand die Stange mit einer Kerze vergleichen wird. Denn das ist ein ziemlich naheliegender, aber auch etwas langweiliger Vergleich.

Ja, als kugelförmige Glaslampe, die als Tisch-, Wand-, Hänge- und Stehlampe erhältlich ist, erinnert Empatia an das ein oder andere bereits bekannte Artemide Produkt. Doch einerseits hat sie eine charmante, einnehmende und neue Formensprache, die mit einer energiesparenden innovativen Technologie kombiniert ist und andererseits, warum sollte Artemide nicht da weitermachen, wo sie aufgehört haben?

Zurzeit gibt es noch kein Veröffentlichungsdatum für die Empatia von Carlotta de Bevilacqua und Paola di Arianello. Bis dahin aber schon mal ein paar bebilderte Eindrücke von der Mailänder Design Week 2013.

Milan Design Week 2013 Empatia by Carlotta de Bevilacqua and Paola di Arianello for Artemide

Möbelmesse Mailand 2013: Empatia von Carlotta de Bevilacqua und Paola di Arianello für Artemide

Milan Design Week 2013 Empatia by Carlotta de Bevilacqua and Paola di Arianello for Artemide

Möbelmesse Mailand 2013: Empatia von Carlotta de Bevilacqua und Paola di Arianello für Artemide

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November 19th, 2011 nach Anne-Christin

Wenn man einmal so viele Geburtstage hinter sich weiß wie wir, kommt ein Punkt im Leben, an dem man nicht mehr bereit ist, Kompromisse in Bezug auf die Qualität neuer Anschaffungen einzugehen. Sei es die Wahl eines Autos, einer Fluglinie oder schlicht eines  neuen Haarschnitts. Erst recht aber gilt diese Faustregel für die Wahl eines neuen Bürostuhls.

Selbstverständlich gab es auch für uns eine Zeit – so wie wahrscheinlich für die meisten – als wir uns mit billigen, unbequemen Bürostühlen zufrieden gaben. Das war so viel einfacher. Natürlich war die Qualität… – lassen wir das. Wir mussten eben Kompromisse eingehen. Und Kompromisse sind wir nicht nur was den Stuhl anbelangt eingegangen. Auch unser Schreibtisch, unsere Schreibtischlampe und der Stauraum waren optisch und qualitativ nicht viel mehr als ein Kompromiss.

Das geht aber auch anders. Gegen den sichtbaren Verschleiß, unstimmige Arrangements und Bandscheibenvorfall-begünstigende-Arbeitsplätze haben wir alles Wichtige und Gute für den Arbeitsplatz in einem Komplettpaket zusammengestellt und bieten es zum exklusiven Vorteilspreis an.

Das (smow) Designermöbel Office Paket – oder das “Kompromisse waren gestern”-Set, wie wir es liebevoll innerhalb unseres Blogteams nennen – umfasst einen Haller Tisch, USM Haller Rollcontainer, Vitra Bürostuhl und eine Artemide Tolomeo Tavolo Schreibtischlampe.

Die einzelnen Elemente können ganz nach den individuellen Anforderungen kombiniert werden. Unabhängig davon, welche Teile gewählt werden, kommt der Paketpreis ca. 8% günstiger als die Summe der Einzelstücke.

Wir haben viele der möglichen Kombinationen unseres Office Pakets am Lager und somit sofort lieferbar – es ist also gar nicht so unwahrscheinlich, dass Sie schon in ein Paar Tagen an einem ziemlich perfekten, weil aus qualitativ sehr hochwertigen und ästhetisch sowie funktional auf den Punkt gebrachten Designermöbeln bestehenden, Arbeitsplatz sitzen – und sich dieser Tatsache vor allem auch in den nächsten Jahr noch gewiss sein können.

Unser Fazit zum Designermöbel-Büroset: Es ist einfacher, zufriedenstellender und insgesamt so viel besser als einen Kleinbus zu mieten, an den Stadtrand zu fahren und sich dort – alle paar Jahre wieder – für gerade einmal mittelmäßige Möbel durch die Massen zu schlagen.

Alle Details zu unserem Office Paket gibt es unter www.smow.com/office-package.html

smow designer office furniture package
Eine der vielen Kombinationsmöglichkeiten aus USM, Vitra und Artemide (Industrietreppe im Hintergund nicht im Lieferumfang enthalten!)

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Juli 6th, 2011 nach smow

Technikverweigerer! Das wird (smow) ja normalerweise nicht nachgesagt. Soweit uns bekannt ist, hat noch kein (smow)Mitarbeiter einen iPad zertrümmert oder einen W-LAN Zugang gekappt um gegen die schleichende und zwanghafte Ausbreitung von Technologien in alle Lebensbereiche zu protestieren. Aber: In den ersten Wochen des Sommers waren alle im (smow)Hauptquartier mit der Vorbereitung und Herstellung des allerersten (smow)Katalogs beschäftigt. Ein realer gedruckter Katalog! Auf Papier! Mit Tinte!

Technikverweigerer? Au contraire, nos amis! Die Herstellung eines solchen analogen Katalogs ist technisch eine größere Herausforderung als dieses idiotensichere HTML zu programmieren. Und trotzdem ist es uns am Ende gelungen ein tolles Heft fertigzustellen. Gut gemacht, Katalogteam!

Neben einer Auswahl von (smow)Produkten enthält der Designmöbelkatalog 2011 auch biografische Informationen zu wichtigen Designern und natürlich wunderbare extra für den Katalog in Auftrag gegebene Fotos von Produkten von USM Haller, Vitra, Moormann, Richard Lampert et al.

So ein gedruckter Katalog ist im Prinzip nichts anderes als damals die Mechanisierung in den Textilfabriken, die den unterdrückten Massen erstmals den goldenen Geschmack von Freizeit kosten ließ. Mit dem Katalog bekommen wir ein Stück Technikfreiheit zurück. Computer ausschalten, Katalog in Ruhe durchblättern, Computer wieder anmachen, bestellen.

Ein Exemplar des Kataloges kann man über das Kontaktformular auf smow.de oder unter service@smow.de anfordern.

Auf facebook.com/smowcom haben wir außerdem die Fotogalerie zum Katlaogentstehungsprozess veröffentlicht.

smow Designer Furniture Catalogue 2011

(smow) Designmöbelkatalog 2011

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April 4th, 2011 nach Anne-Christin

Im letzten Sommer verbrachten wir unseren jährlichen Wochenendausflug in einem kleinen Museum im Norden Englands und diskutierten das Leben eines Mannes, der sich 30 Jahre zuvor erhängt hat. Da soll nochmal jemand sagen, wir könnten uns nicht entspannen.

Die Stadt hieß Macclesfield und Thema war der Joy Division Sänger Ian Curtis. Ohne Frage ist Curtis eine der großen Ikonen der neueren Musikgeschichte und der Kult um ihn liegt in einer Kombination aus seinem frühen Tod und den Fotos seiner Band begründet.

Einer der Redner auf der Konferenz in Macclesfield war Kevin Cummins, der Mann hinter fast allen veröffentlichten Joy Division Bildern und zahlreichen Shootings der Band für das Musikmagazin NME. Im Laufe der Diskussion hat Cummins “zugegeben”, dass die Tatsache, dass ausschließlich schwarz-weiß Fotos der Band existieren, auf eine “Vermarktungsstrategie” der Plattenfirma zurückgehe. Eine Entscheidung, die zudem von NME vollkommen unterstützt wurde. Genauso wurde entschieden, dass Curtis auf allen Fotos ernst und deprimiert aussehen solle. Es gibt druchaus auch Fotos in Cummins’ Archiv, die Curtis lachend und rumalbernd zeigen. Aber sie wurden nie verwendet. Sie hätten nicht dem Image entsprochen. Und so wird Ian Curtis durch die Maschinerie von Plattenfirma und Medien für immer als diese depressive und monotone Figur bestehen.

Marirosa Ballo examines the exhibition "Zoom Italian Design and the Photography of Aldo and Marirosa Ballo" at the Vitra Design Museum

Marirosa Ballo begutachtet die Ausstellung "Zoom Italian Design and the Photography of Aldo and Marirosa Ballo" im Vitra Design Museum, Weil am Rhein

“Zoom. Italian Design and the Photography of Aldo and Marirosa Ballo” geht einem ganz ähnlichen Thema nach.

Aldo und Marirosa Ballo sind vielleicht die wichtigsten und einflussreichsten Möbelfotografen aller Zeiten und spielten eine nicht unwesentliche Rolle bei der Entwicklung der modernen Legende vom italienischen Design. Doch während Kevin Cummins aktiv daran beteiligt war, die Legende um Ian Curtis zu konstruieren; verlief der Weg von Aldo und Marirosa Ballo größtenteils unbewusst. Für Aldo und Marirosa Ballo stand stets das Objekt selbst im Zentrum ihrer Arbeit, wobei das Ziel immer darin bestand ein möglichst natürliches und ausdrucksstarkes Bild der Produkte zu entwerfen. Zu diesem Zwecke entwickelten sie einige technische Mittel, die mittlerweile zum Standardreportoire eines jeden Industrie- und Produktfotografen zählen.

Doch trotz des innovativen Aspekts in Ballos Arbeit, steht für die meisten die unverwechsel- und unkopierbare Fotoreihe im Vordergrung, die dazu beitrug Italien als eine der wichtigsten Nachkriegs-Möbeldesign-Nationen zu etablieren. Aldo und Marirosa Ballos Fotos zierten die Titel von Hochglanz Design Magazinen, ihre Portraits von italienischen Designern wurden von einem weltweiten Publikum gesehen und sie sprachen eine neue europäische Generation an, die sich wegbewegte vom Stil und dem Mobiliar der Eltern. Dank der Arbeit von Aldo und Marirosa Ballo wurde Italien zum Synonym für gute Qualität. Und etwas sehr erstrebenswertes. Und wir denken, das war nicht einmal ihr Ziel. So hat es sich einafch entwickelt.

Curator Mathias Schwartz-Clauss guides visitors through the exhibition

Kurator Mathias Schwartz-Clauss führt Besucher durch die Ausstellung.

Mit einem Rückblick bis in die 1950er nimmt “Zoom. Italian Design and the Photography of Aldo and Marirosa Ballo” seine Besucher nicht einfach nur mit auf eine Reise durch vier Dekaden italienischen Designs, sondern beschreibt ebenso die Entwicklung von professionellem Designer Möbel Marketing sowie die Etablierung von “Star Designern”. Die Ausstellung ist so angelegt, dass Objekt, Fotos und Zeitschriftenauszüge bzw. Werbeanzeigen in unmittelbarer Nähe zueinander dargestellt sind, sodass der Betrachter einen umfangreichen Eindruck vom Objekt und dem Kontext seiner Vermarktung erhält. Auf diese Weise wird deutlich, dass trotz der Mysthifizierung der Objekte durch die Fotos, die Objekte selbst den tatsächlichen Wert und somit Grund für die Legende bilden. Außerdem ist eine wunderbare Ausstellung von über 300 Fotos entstanden, die den Designs mehr als gerecht werden.

Und wessen Leben sich um Möbel, Möbelmessen und Produkteinführungen dreht, weiß wie wichtig gute Fotos in der Designer Möbel Welt sind… Den Text liest doch keiner. Aber jeder schaut sich die Fotos an. Deshalb investiert auch die Möbelindustrie jedes Jahr aufs Neue immense Summen, um sicherzugehen, dass die Pressefotos für neue Produkte nichts weniger als perfekt sind. Nur so fängt man das Publikum. Die Techniken und die Philosophie, die dabei dahinter steht, ist ebendie von Aldo und Marirosa Ballo entwickelte. Und das macht ihre Arbeit heute wie damals derart relevant. Und die Ausstellung einen Besuch wert.

“Zoom. Italian Design and the Photography of Aldo and Marirosa Ballo” läuft noch bis 3. Oktober im Vitra Design Museum, Weil am Rhein.

Mehr Informationen gibt es unter: www.design-museum.de

Furniture photography.

Möbel Fotografie. Point. Shoot. Fame and riches.

Selene by Vico Magistretti for Artemide.

Selene by Vico Magistretti für Artemide bei "Zoom. Italian Design and the Photography of Aldo and Marirosa Ballo"

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Juni 18th, 2010 nach smow

Seit 26 Jahren beeinflusst James Irvine leise und bescheiden das Industriedesign Europas.

Nach seinem Studium am Londoner Royal College of Art ging Irvine 1984 nach Mailand um für das Designstudio von Olivetti zu arbeiten.

Und hat die norditalienische Metropole seitdem (so gut wie) nicht wieder verlassen.

1992 verließ James Irvine Olivetti und arbeitete seitdem für verschiedene Hersteller wie Artemide, B&B Italia, Whirlpool, Magis und WMF. Eines seiner bekanntesten Projekte ist sicherlich die Gestaltung der “City Bus Flotte” für Hannover im Rahmen der Expo 2000 in Deutschland.

Thonet brachte 2004 den A 660 auf den Markt. Diese erste Zusammenarbeit von Irvine mit Thonet endete damit, dass er zum Artdirektor des Herstellers berufen wurde.

“The thing that would be amazing to try to do is to work with recycled material”

In Mailand hatte (smow) Gelegenheit, mit James Irvine über die Herausforderungen und den Druck zu sprechen, der entsteht, wenn man eine der führenden Designermöbelmarken Europas pflegt und verwaltet… und über die Zukunft des Unternehmens.

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Mai 25th, 2010 nach smow
The Stature of Liberty, New York ...

Die Freiheitsstatue, New York ...

In diesem Jahr sind wir nicht auf der ICFF in New York. Letztes Jahr war einfach zu traumatisch

Was natürlich eine Schande ist, denn unser Postfach ist voll von wunderbaren Shows und Produkten – nicht zuletzt der Lampenkollektion der neuen amerikanischen Lichtbude Roll and Hill.

Roll and Hill wurde von (unserem persönlichen Highlight der letzten ICFF) Jason Miller gegründet und beherbergt ein breites Spektrum zeitgenössischer amerikanischer Designer wie Lindsey Adams Adelman, Paul Loebach, Sarah Cihat und Michael Miller sowie das Designkollektiv Rich Brilliant Willing.

Beleuchtung ist eines der komplexeren Designthemen. Die Entscheidung für bestimmte Sitz- oder Aufbewahrungsmöbel wird meist hinsichtlich ihrer Funktionalität gefällt.

Lampen hingegen… illuminieren.

Wahre technische Innovationen wie Richard Sappers Tizio für Artemide oder ästhetische Innovationen wie Nils Holger Moormanns Pin Coat Pin Light sind die wenigen Ausnahmen. Hersteller gehen oft einfach davon aus, dass es den Käufern egal ist, solange die Lampe Licht macht.

Bei Roll and Hill sind die Lampen aber unverkennbar die Stars.

Und das ist eine gute Sache und ein kleines Gegengewicht zu dem ganzen Schrott der ununterbrochen weiter produziert wird in der Annahme, dass es keinen interessiert.

Unser Lieblingsstück bleibt Jason Millers Modo Chandelier, ein Produkt von solch feiner Eleganz, dass es uns letztes Jahr in New York wirklich vom Hocker gehauen hat.

Die vollständige Roll and Hill Kollektion gibt es unter http://www.rollandhill.com/

Modo Chandelier by Jason Miller through Roll and Hill

Modo Kronleuchter von Jason Miller/ Roll and Hill

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Januar 25th, 2010 nach smow
Schöner Wohnen present their Neue Klassiker at IMM Cologne

Schöner Wohnen zeigt seine Neuen Klassiker auf der IMM Köln

Aus Anlass ihres 50. Geburtstages hat die Zeitschrift “Schöner Wohnen” als besondere Beilage “Das Buch der Klassiker“ herausgegeben, indem die 400 besten Möbel und Wohnaccessoires des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert werden.

Diese Klassiker wurden auch auf dem Schöner-Wohnen-Stand hier in Köln gezeigt.

Neben bekannten Produkten wie dem Vegetal von Ronan and Erwan Bouroullec für Vitra oder der Castore Lampe von Huub Ubbens und Michele De Lucchi für Artemide, zeigt die Ausstellung auch Stücke denen sonst nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die sie eigentlich verdienen.

Split by Meike Russler together with the Thonet A 660

Split von Meike Rüssler zusammen mit dem Thonet A 660

Der Split von Meike Rüssler für Ligne Roset z.B. ist ein wunderbarer Schreibtischentwurf.

Wenn man einen schön aufgeräumten Schreibtisch mag.

Also nichts für uns.

Aber für alle anderen perfekt.

Es sind nicht nur die eingearbeiteten Briefkörbe oder versteckten Ablagefächer oder die wunderbare 360-Grad-Leuchte, die den Split ausmachen. Auch die Tatsache, dass der Tisch im Handumdrehen von einem doppelstöckigen Schreibtisch zu einem geschützten Arbeitsplatz umgewandelt werden kann. Und dann ist da noch dieses wunderbare Retro-Furnier, das unsere Herzen immer ein bisschen höher schlagen lässt.

In Köln hat das Schöner-Wohnen-Team den Split mit James Irvines A 660 Loop Chair von Thonet verheiratet. Mit der klassischen Thonet-Biegeholz-Technologie bietet Irvines Stuhl eine wunderbare, moderne Interpretation des traditionellen Thonet-Stils. Und einen sehr bequemen Sitz.

Der A 660 ist kein Stuhl, auf dem man acht Stunden vor einem Schreibtisch verbringen möchte. Aber für regelmäßige kürzere Abschnitte oder zum Beispiel als Besucherstuhl in einem Büro ist er perfekt.

Vegetal from Vitra by Ronan and Erwan Bouroullec

Vegetal für Vitra von Ronan und Erwan Bouroullec

Wir haben ja grundsätzlich zu viel Zeit und haben durchgezählt: Soweit wir sehen konnten, sind Cassina und Vitra unter den Top-Herstellern und Antonio Citterio und Ronan und Erwan Bouroullec unter den am besten vertretenen Designern.
Also macht (smow) doch etwas richtig…..

“Das Buch der Klassiker“ ist mit der Februar-Ausgabe von “Schöner Wohnen” erhältlich – und alle gezeigten Artikel gibt es natürlich auf smow.de

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Juni 17th, 2009 nach Katja
Eine Auswahl aus dem Vitra-Katalog mit dem smow System Sideboard von USM Haller

Eine Auswahl aus dem Vitra-Katalog mit dem smow System Sideboard von USM Haller (Foto Christin Bargel)

Es muss etwas mit dem Sommer zu tun haben: Nicht nur unsere Zeitungen und Zeitschriften sind voll von Autoren, die ihre Lieblings-Schmöker empfehlen, auch Design Observer stellten ihre Lese-Tips vor und Design Sojourn veröffentlichten ihre “30 Essential Books for Industrial Designers”.

Ganz offensichtlich bereitet sich die Design-Welt auf einen langen, heißen Sommer vor, den wir lesend am Strand verbringen sollen.

Das finden wir prima.

Wir von smow bieten nämlich nicht nur Designer-Möbel an, sondern können auch ein große Sammlung von Büchern über Design und Designer vorweisen.

Sei es die komplette Vitra Kollektion – von Coffee Table Büchern über Foto-Sammlungen bis hin zum informativen und kunstvoll gestalteten Projekt Vitra oder Kartell Publikationen wie “kARTell 150 items, 150 artworks” – eine aufregende fotografische Reise durch den Kartell-Katalog mit einigen der berühmtesten Mode-Fotografen – smow kann auch sämtliche Bücher liefern, die von und über unsere Partner und Designer veröffentlicht worden, sei es Moooi, Moormann oder Artemide.

Fragen sie uns einfach – wir beraten sie gerne!

Vitra, smow und USM Haller - Kontrast und Harmony

Vitra, moooi und USM Haller - Kontrast und Harmonie (Foto Christin Bargel)

Und natürlich – man muss es ja kaum sagen – bieten wir auch die passenden Bücherregale für all diese tollen Bücher an.

Die USM Haller Komposition auf den Fotos ist ein (smow)Original, das wir natürlich mit Freuden für sie neu erstellen. Oder sie bestellen ein etwas konventionelleres, einfarbiges Regal.

Andere Bücherregale, die bei smow erhältlich sind, wären zum Beispiel:

Buchstabler von Moormann

Bookworm von Kartell

Lovely Rita von Kartell

FNP von Moormann

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Mai 21st, 2009 nach smow

Nicht gut.

Wie jeder weiß, ist in Amerika alles größer. Alles.
Angefangen bei Bagels, der Größe des Jupiters und dem Umfang der Manipulation, um den Einmarsch in den Irak zu rechtfertigen.

Alles in Amerika ist einfach größer als man es sich eigentlich vorstellen kann.

Außer bei Möbelmessen.

The Vitra stand in new York - smaller than the Vitra VIP area in Milan (honest!!)

Der Vitra Stand in New York - kleiner als die Vitra VIP Area in Mailand

In Mailand war z.B. der Artemide Stand so groß, dass er nicht nur eine zusätzliche Zeitzone brauchte, nein in der Nordostecke haben Biologen sogar noch bisher völlig unbekannte Primaten gefunden. Während Kartell, im Ergebnis der Probleme von 2008, ein U-Bahn System in den Messeauftritt integrierte, um die Besucherströme leichter durch den Stand zu dirigieren. Was dazu führte, dass das Establishment der Zeitungsverkäufer Kartell dazu bewegte, eine eigene Währung einzuführen – designt natürlich von Phillipe Starck.

In New York ist alles vergleichsweise klein.

Während in vielen Bereichen Klein gleich Vertrautheit bedeutet, scheint es hier, nur die Bedeutung modernen Möbeldesigns in den USA zu unterstreichen.

ICFF is so quiet rabbits feel at ease on the stands (almost)

Die ICFF ist so ruhig, dass sich sogar Hasen entspannen können (fast).

Bzw. insbesondere die Rolle europäischen Möbeldesigns.
Im ICFF Book Shop gibt es Bücher über italienisches Design, französisches Design, deutsches Design, britisches Design; es gibt sogar ein Buch über die Vespa.

Draußen im “realen Amerika” begnügt sich die Mehrheit der Konsumenten offensichtlich mit farb- und formlosen Holzmöbeln, wie sie die Kulissen in den meisten TV-Werbespots bestimmen.
Wir nennens mal “traditionell”. Vielleicht “traditionel amerikanisch”.

Was dann in unserem Sinne ein Synonym für Sicherheit, Kreativitätslosigkeit bzw. Desinteresse oder auch Engstirnkeit ist.

droog doing it right - turn up, set up, go home....

droog: Stilistisch wie immer ohne Respekt - angekommen, aufgebaut, nach Hause gegangen....

Es gibt mit Sicherheit einen Markt für gut gemachte Designermöbel in den USA, aber offensichtlich, nicht so sehr, dass er ernst genommen werden muss.

Uns somit leidet auch die ICFF suffer, wenn es keiner ernst nimmt.

Schade.

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Mai 18th, 2009 nach smow

Im lokalen Sprachgebrauch wird Greene Street, NYC auch als “West smow” bezeichnet, aufgrund der hohen Konzentration an high-quality Designermöbelherstellern, die hier ihre Flagship Stores haben . Der Artemide Laden, z.B., ist ein paar Türen weiter die Straße runter von USM Haller, gegenüber von USM Haller ist Kartell – fast wie die Navigationsleiste bei smow.de.

Those wood boxes and the screwless construction... Is this Moormann's future New York flagship store

Diese Holzboxen und die schraublosen Verbindungen ... Moormann?

Tatsächlich konnten wir uns beim Durchforsten von West smow nicht des Gedankens erwehren, dass lediglich Moormann fehlt. Dann haben wir Nummer 75 gesehen. Passend genug, genau gegenüber von Droog, und zweifellos ein Gebäude am Rande der Rentabilität.

Jedenfalls waren wir an der Greene Street zum US Presse Start von Patricia Urquiola‘s neuen Produkten bei Molteni … und obwohl wir so etwas eigentlich vermeiden wollen zu sagen, es war “typisch Molteni”. Nicht schlecht, sogar an einigen Stellen exzellent, besonders in den Details, aber es war groß. Sehr groß. Und das ist nicht für uns.

Aber später mehr zu Seniora Urquiola’s Arbeit.

Marcel Wanders personally brought the moooi collection to New York

Marcel Wanders brachte die Moooi Kollektion persönlich nach New York

Im Anschluss an die Molteni Show waren wir, etwas unabsichtlich, Zeuge der Ankunft von Moooi in New York, sicher verpackt auf der Ladefläche eines New Jersey Trucks.

Wie romantisch.
Den Rest des Tages waren wir dann im  Ben Sherman Shop – green !!! – bevor wir dann abends zur offiziellen Eröffnung der Moooi Ausstellung bei B&B Italia aufschlagen wollten.

Das Geschäft liegt in der Nähe vom NYC Flagshipstore des britischen Modedesigners Paul Smith; der zur New York Design Week eine der schönsten Fenstergestaltungen mit Joe Colombo Lampen entworfen hat. Die stilistische Verbindung zwischen Colombo und Smith erscheint zwar als sehr offensichtlich, aber das Display ist, trotz der Einfachheit, fantastisch.

Horse Lamp and Pig Table by Front in the new moooi space in New York

Horse Lamp und Pig Table von Front in der neuen Moooi Ausstellung in New York

Das erste was uns dann anschließend bei der Moooi Präsentation auffiel, waren die vielen “alten” Bekannten aus dem Sortiment. OK, die Brave New World Lampen von Freshwest waren dabei, aber ehrlich, so richtig, auch mit dem besten Willen sagen uns die nicht zu.
Unsere Favoriten sind eigentlich nachwievor die Horse Lamp und der Pig Table von front für Moooi – immer noch genial, immer noch gut und immer noch auf unserer Wunschliste.

Also wir wünschen Moooi maximale Erfolge mit dem neuen Projekt und freuen uns schon aufs nächste Jahr, um zu sehen was daraus geworden ist.

Noch vor Prosecco und Pilz-Crossinis sind wir ins Kino um unsere Gedanken etwas zu “objektivieren”…

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artemide-onfale-dioscuri-tavolo-itis-copy-small1
Dezember 18th, 2008 nach Katja

Das Jahr 2008 lassen wir noch mit einigen neuen Produkten in unserem Sortiment an Designmöbeln und -accessoires ausklingen. Hier im Blog präsentieren wir ein paar “Appetithäppchen”. Es lohnt sich jedoch auf alle Fälle auch noch einmal selbstständig in unseren Angeboten nach den Neuigkeiten zu stöbern.

Rattansessel von Lampert

Rattansessel von Lampert

Für die kommenden Wintermonate eignen sich die Rattanmöbel von Lampert hervorragend. Im Rattansessel E 10 wird das Schmökern in einem guten Buch erst zum wahren Vergnügen. Der Sessel ist jetzt bei Smow mit oder ohne zusätzliches Kissen erhältlich. Der dazu passende Rattanhocker kann als Ablage genutzt werden und stellt gleichzeitig eine platzsparende Sitzgelegenheit dar.
Das Design zu den Rattanmöbeln stammt von Egon Eiermann aus den Jahren 1949 und 1957. Er hatte eine große Affinität zu dem Material Rattan und entwarf in seinen jüngeren Jahren sogar Garagentore daraus.

Tisch- und Bodenleuchten Artemide: Castore Davolo,

Dioscuri und Castore Davolo, Onfale

Die Tisch- bzw. Bodenleuchten mit dem klangvollen Namen “Dioscuri Tavolo” werden von Artemide hergestellt und sind ebenfalls erst seit kurzem bei Smow erhältlich. Die formschönen Lichtkugeln, die ein einzigartiges Licht spenden, sind in verschiedenen Durchmessern erhältlich.
Bei den Lampen “Castore Tavolo” handelt es sich um Tischleuchten, die einen Touch Dimmer am Fuß haben. Die Lichtintensität lässt sich auch per Fernbedienung (Steckdosenschalter) einstellen.
Die Tischleuchte “Onfale” von Artemide zeichnet sich ebenfalls durch das milchige Glas, das ein diffuses aber trotzdem helles Licht verbreitet, aus. Der Rand ist  transparent. Die pilzförmige Tischleuchte Onfale gibt es in drei verschiedenen Größen.

Neu in unserem Sortiment sind außerdem:

– von Lampert
Arbeitsstuhl Seesaw
Rollwagen Server
Stapelstuhl Giorgio
Stehpult Milla
Kinderstuhl Turtle
Kindertisch Eiermann
Kindercontainer Fixx

– von Artemide
Tischleuchte Talak mit Tischfuß
Stehleuchte Talak-Leseleuchte mit Standfuß
Tischleuchte AQUA CIL
Tischleuchte Itis
Tischleuchte Tizio
Tischleuchte Tizio Plus
Tischleuchte Tizio Micro

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