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Der Vitra Organic Chair wurde bereits 1940 von Charles Eames und Eero Saarinen für den Wettbewerb "Organic Design in Home Furnishings" des Museum of Modern Art designt. Sitzschale und Armlehnen gehen fließend ineinander über und geben dem Vitra Sessel einen besonders harmonischen Look.

Details

Produktart Sessel
Abmessungen

Maßangaben in mm
Farben Hopsak
Nero
Dunkelgrau
Nero/moorbraun
Kastanie/moorbraun
Cognac/elfenbein
Poppy red/elfenbein
Rot/poppy red
Wiesengrün/forest
Elfenbein/forest
Mint/elfenbein
Eisblau/elfenbein
Dunkelblau/elfenbein

Materialmuster
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Material Polsterung: Polyurethanschaum
Bezug: Stoff Hopsak (100% Polyamid)
Gestell: Esche schwarz
Lieferumfang Kunststoffgleiter für Teppichboden montiert, Filzgleiter für harte Böden beigelegt
Pflege Zur Pflege genügt es regelmäßig Staub und Flusen abzusaugen.
Frische Flecken können durch sofortiges Aufnehmen mit einem Schwammtuch meist schnell entfernt werden.
Bei schwierigen Flecken empfiehlt sich eine professionelle Reinigung.
Zertifikate & Nachhaltigkeit Für Vitra gilt:
ISO 9001: 2008 (Qualitätmanagementnorm)
ISO 14001: 2004 (Umweltmanagementnorm)
Gewährleistung 24 Monate
Produktdatenblatt Bitte klicken Sie auf das Bild, um detaillierte
Informationen zu erhalten (ca. 0,3 MB).

Beliebte Varianten

Organic Chair, Eisblau / elfenbein
Organic Chair, Dunkelgrau
Organic Chair, Nero
Organic Chair, Dunkelblau / elfenbein
Organic Chair, Cognac / elfenbein
Organic Chair, Rot / poppy red
Organic Chair, Wiesengrün / forest
Organic Chair, Mint / elfenbein
Organic Chair, Poppy red / elfenbein
Organic Chair, Kastanie / moorbraun
Organic Chair, Elfenbein / forest
Organic Chair, Nero / moorbraun

Designstory

Der Organic Chair stellt den Beginn einer Idee dar, die die Designgeschichte des 20. Jahrhunderts maßgeblich prägen sollte.


Der Name des Organic Chair referenziert auf die Ausstellung «Organic Design in Home Furnishings» im MoMA New York 1941.

64 Jahre von der Idee bis zur Serienreife

Der heute als Organic Chair bezeichnete Stuhl von Charles Eames und Eero Saarinnen gehört zu den Stühlen, die die Designgeschichte des 20. Jahrhunderts maßgeblich prägten, obwohl sie Zeit ihrer Entstehung nie in Serienproduktion gingen. Oft in seiner Bedeutung unterschätzt, stellt der Organic Chair den Anfang einer Idee dar, die einige Jahre später in anderen Möbelklassikern des 20. Jahrhunderts ihren Erfolg fand.

Im Jahr 1940 schrieb das Museum of Modern Art New York einen Wettbewerb namens „Industrial Design Competition for the 21 American Republics“ aus. Hier sollten die Teilnehmer Möbel, Leuchten oder Textilien einreichen und so gute Designer entdeckt werden, die sich der Aufgabe annahmen bessere Umgebungen für das moderne Leben zu schaffen. Den Gewinnern winkte die Integration ihrer eingereichten Arbeiten in die auf den Wettbewerb folgende Ausstellung „Organic Design in Home Furnishings“ im Jahre 1941. Darüber hinaus sollten für die Siegerentwürfe Hersteller gesucht werden, welche bereit waren mit den aufstrebenden Designern zusammenzuarbeiten und deren Entwürfe ab dem Tag der Ausstellungseröffnung zu produzieren und vertreiben bereit waren.

Eero Saarinen und Charles Eames, damals beide Anfang 30, waren bereits befreundet und lehrten beide Design an der Cranbrook Academy of Art in Michigan. Gemeinsam reichten sie insgesamt acht Entwürfe ein, darunter sechs Stühle. Zu jener Zeit war es üblich, dass Stühle aus einer Sitzfläche und einer Rückenlehne bestanden, je nach Modell gepolstert oder ungepolstert. Damit wollten die beiden brechen und machten sich an die Realisierung ihrer Idee eines Stuhls mit einer einteiligen, dreidimensional und körpergerecht verformten Sitzschale aus Sperrholz. Eine Technologie, mit der sich solche Stühle maschinell hätten herstellen lassen, gab es in den 1940er-Jahren jedoch noch nicht. So fertigten die beiden jungen Designer ihre Stuhl-Prototypen kurzerhand manuell. Bei den Vorbereitungen ihrer Wettbewerbseinreichungen half ihnen eine junge Frau namens Ray Kaiser, und so sollte Charles Eames das erste Mal seine zukünftige Ehefrau treffen.

Kurator Eliot Noyes wünschte sich für seine Ausstellung Objekte mit einer „harmonischen Organisation der Einzelteile zu einem Ganzen, bezogen auf Struktur, Material und Zweck“.

Sperrholzverformung wird massentauglich

Mit ihren sich ergänzenden Beiträgen gelang es Eames und Saarinen in beiden Kategorien den ersten Platz zu belegen. Bei der Suche nach einem geeigneten Hersteller für ihre Prototypen stellte sich jedoch heraus, dass eine Serienproduktion ihrer visionären Stühle aufgrund der fehlenden technologischen Rahmenbedingungen zur dreidimensionalen Verformung von Sperrholz schlicht nicht möglich sein würde. So blieb es lediglich bei einer Kleinserie, die im Nachgang der Ausstellung manuell produziert wurde.

Charles und Ray Eames, die heirateten und nach L. A. zogen, legten ihren Fokus immer mehr auf die Erarbeitung einer Technik, die Sperrholzverformung zukünftig auch in der Massenproduktion möglich machen würde, während sich Eero Saarinen vermehrt auf Architektur konzentrierte. Die heute als Organic Chairs bekannten Stuhlentwürfe gerieten in der Öffentlichkeit allmählich in Vergessenheit. Nichtsdestotrotz sind die Entwürfe designhistorisch nicht zu unterschätzen. Sie sind einerseits Ausganspunkt und Grundstein für ein paar legendäre Stühle mit körpergerecht geformter Schale, die eine Weile später entstanden, wie etwa der Plastic Chair von Charles und Ray Eames oder der Tulip Chair von Eero Saarinen. Andererseits waren sie der Auslöser für das hartnäckige Bestreben von Ray und Charles daran, die dreidimensionale Sperrholzverformung voranzutreiben. In Kalifornien angekommen baute das Ehepaar in seiner Wohnung die legendäre „Kazam!-Maschine“, für die die beiden sogar ein Kabel zu einem nahegelegenen Strommast legten, da das Stromnetz des Hauses, in dem sie wohnten, regelmäßig überlastet war. In den Kriegsjahren hatte das Designerpaar einiges an Wissen über Sperrholz und den Herausforderungen dessen Massenproduktion erworben, und so gelang es ihnen 1945 mit den Stühlen der sogenannten Plywood Group erstmals dreidimensional verformtes Sperrholz in ein massentaugliches Serienprodukt zu übersetzen.

Erst nach der Jahrtausendwende setzte man sich bei Vitra eingehend mit der Geschichte des quasi in Vergessenheit geratenen Stuhls auseinander und erkannte dabei dessen enorme Bedeutung für die Designgeschichte. Dazu gesellte sich die nicht ganz irrelevante Tatsache, dass der Stuhl ausgesprochen komfortabel ist. So kam Eins zum Anderen und Vitra begann in Zusammenarbeit mit den Familien Eames und Saarinen darüber nachzudenken, den Prototypen mehr als 60 Jahre nach dessen Entstehung hin zur Serienreife zu entwickeln, sodass der Organic Chair 2004 erstmals auf den Markt kam.

„Ich glaube, dass das, was wir für die Organic Furniture Competition des MoMA im Jahr 1940 getan haben, wirklich die Begründung eines Konzepts war. An der Wirtschaftlichkeit der Lösung waren wir nicht besonders interessiert, obwohl wir das zu jener Zeit dachten.“ – Charles Eames

Nur wenige der für die Ausstellung der Siegerentwürfe im MoMA 1941 gefertigten Stuhl-Prototypen existieren heute noch - einer davon ist Teil der permanenten Sammlung des Vitra Design Museums in Weil am Rhein.

Mehr über 'Organic Chair' in unserem Blog

Happy Birthday Eero Saarinen!

...den Conversation Chair, heute bekannter unter dem Namen Organic Chair...

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