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Le Corbusier ist der Künstlername von Charles-Edouard Jeanneret-Gris (geb. in Lac Chaux-de-Fonds/Schweiz, gest. am 27. August 1965 in Roquebrune-Cap-Martin/Frankreich). Nach dem Studium der Malerei und Architektur an der örtlichen École d'Art begann er zunächst für Josef Hofmann in Wien zu arbeiten, wo er die Bekanntschaft von Adolf Loos macht. Einen weiteren Einfluss hatte ebenso der Aufenthalt in Paris 1909, als er bei Auguste Perret arbeitete, einem Pionier bei der Anwendung von Stahlbeton. Während dieser Zeit besuchte er auch den Architekten und Städteplaner Tony Garnier in Lyon. 1917 siedelte er nach Paris über. Da er als Architekt zunächst nur wenige Aufträge hatte, verbrachte er einen Großteil seiner Zeit mit der Malerei, hauptsächlich dem Malen von Stillleben. 1919 gründete er zusammen mit dem Maler Amédée Ozenfant und dem Dichter Paul Dermée das Magazin "L'Esprit Nouveau", worin er 1920 das erste Mal unter seinem Pseudonym auftrat. 1922 entwarf Le Corbusier ein Stadtplanungskonzept für eine Ville Contemporaine - einer "modernen Stadt mit drei Millionen Einwohnern". 1925 arbeitete er mit seinem Cousin Pierre Jeanneret am Design für einen zweistöckigen Pavillon für die Exposition Internationale des Arts Décoratifs in Paris. Die avantgardistische Archtektur des Pavillons war komplettiert durch funktionsorientierten Möbel und Bildern von Le Corbusier, Ozenfant, Fernand Léger, Jacques Lipchitz und anderen. 1927 gehörte Le Corbusier zu den führenden Vertretern der neuen Architektur, die auch die Weißenhof-Siedlung in Stuttgart entwarfen. Um 1942 formulierte er seine "Modulor"-Theorie, Le Corbusiers Bezeichnung für ein System basierend auf Proportionen des Goldenen Schnitts, welches er für seine architektonischen Entwürfe, besonders den großen Stadtplanungsentwürfen verwendete. Auf die Anwendung menschlicher Proportionen in der Architektur zielend, ist das Modular-System nachwievor eine der kontroversesten Ansätze von Le Corbusier. Eine Kopie des berühmten Modulor-Maßbandes wurde durch Vitra neu aufgelegt.
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