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Vitra

Panton Chair Classic

von Verner Panton, 1959 — ab 978,00 €
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Der Vitra Panton Chair Classic ist das Ergebnis vieler Experimente, die Verner Panton Ende der 1950er Jahre zusammen mit Vitra unternahm, um einen Freischwinger ganz aus Kunststoff zu schaffen. Der Stuhl aus glänzend lackiertem Hartschaum besticht mit seiner markant geschwungenen Form, die dank des revolutionären Gussverfahrens realisiert werden konnte und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Der Klassiker ist so mehr als eine bequeme Sitzgelegenheit, sondern auch ein einzigartiges skulpturales Designobjekt, das jedem Raum das gewisse Etwas verleiht.

Angebote

Panton Chair Classic, Schwarz
Panton Chair Classic, Weiß

Details

Produktart Allzweckstuhl
Abmessungen

Angaben in mm
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Material Vollkunststoffschale aus Hartschaum, glänzend lackiert
Ausführungen Als Panton Chair auch mit matter Oberfläche erhältlich
Passende Sitzauflage separat erhältlich
Pflege Bitte verwenden sie zur Reinigung der Kunststoffflächen ein weiches, feuchtes Tuch und ein mildes, neutrales Reinigungsmittel.
Auszeichnungen & Museen MoMA, New York
Zertifikate & Nachhaltigkeit Greenguard: Indoor Air Qualitiy Certified

Für Vitra gilt:
ISO 90001: 2008 (Qualitätmanagementnorm)
ISO 14001: 2004 (Umweltmanagementnorm)
Gewährleistung 24 Monate
Produktfamilie Panton Chairs
Zubehör Passende Sitzauflagen und Sitzauflagen aus Leder von Parkhaus Berlin oder Seat Dots von Vitra in verschiedenen Farben erhältlich
Produktdatenblatt Bitte klicken Sie auf das Bild, um detaillierte
Informationen zu erhalten (ca. 0,2 MB).

Designstory

Design

Mit Form und Materialien, die Verner Panton in den 1950er und 60er Jahren erstmals für die Entwicklung seines Panton Chairs verwendete, schrieb er ein Stück Designgeschichte. Der klassische, vierbeinige Stuhl wurde überholt und wich futuristisch-bewegten Konturen. In dem Zuge wurde das Material Kunststoff, mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten, für die Formgebung immer beliebter, da es flexibler und einfacher zu verformen ist, als beispielsweise Holz. Die neu gewonnene Freiheit in Herstellung und Design nutzte Verner Panton bei seinem Designklassiker in spe voll aus. Der Panton Chair Classic ist die Realisierung vieler Experimente und wirkte mit seiner Vollkunststoffschale aus hochglänzend lackiertem Hartschaum damals mehr wie eine dekorative Skulptur als eine praktikable Sitzgelegenheit. Außerdem erwies sich die serienmäßige Herstellung wegen der freischwingenden Form noch lange als Herausforderung. Mittlerweile stellt Vitra neben dem Panton Chair Classic jedoch sogar den Panton Chair aus Polypropylen her und der revolutionäre Stuhl von Verner Panton konnte über die Jahre weltweit Erfolge feiern. Das Famose an Pantons Kunststoff-Freischwinger dabei: er präsentiert sich aus jedem Blickwinkel anders. Wirkt er von vorn einladend und kräftig und von hinten elegant, offenbart sich erst bei der seitlichen Betrachtung ganz deutlich seine einzigartig geschwungene Form.

Vitra Panton Chair im Qualitätstest

Designer

Verner Panton wurde 1926 im dänischen Gamtofte geboren. Von seinen Eltern zum Architekturstudium gedrängt, war Möbeldesigner zunächst nicht sein Wunschberuf. Jedoch faszinierten ihn schon früh Farben und Formen, und so besuchte er die Technische Schule in Odense und später die Königliche Kunstakademie Kopenhagen. Beinahe wäre er sogar in die Fußstapfen Arne Jacobsens getreten, genoss er doch die gleiche Ausbildung wie der dänische Großmeister des Designs und arbeitete später für zwei Jahre in dessen Architekturbüro. So war Panton auch an dem Entwurf des weltberühmten Ameisen Stuhls von Arne Jacobsen beteiligt. Schon bald entwickelte sich Pantons Schaffen jedoch in eine ganz andere Richtung, als man es vom skandinavischen Design gewohnt war. Er eröffnete ein eigenes Architektur- und Designstudio, wo er sich fortan der Entwicklung innovativer Möbelstücke widmete, bei denen er sich von altbekannten Materialien und Konturen abwendete. Verner Pantons unverhohlene Zuneigung zum neuen Material Kunststoff zeigte sich in vielen seiner Entwürfe und ersetzte vertraute Naturwerkstoffe wie Holz. Bedingt durch die neuen Möglichkeiten, die das Material bot, konnte die Form seiner Werke gar nicht exzentrisch genug sein und mit dem Panton Chair realisierte er den ersten Monoblock-Freischwinger aus Kunststoff überhaupt. Seine Vorliebe für Farben und kräftige Formen spiegelte sich auch in Verner Pantons Schaffen als Textildesigner wieder, wobei es seine Vision war, ganze Räume durch das Zusammenspiel von Möbeln, Wand-, Decken- und Bodengestaltung zu einer harmonischen Einheit zu verschmelzen. Besonders eng arbeitete der Designer seit den 60er Jahren mit dem Hersteller Vitra in der Schweiz zusammen, die schließlich auch seine Wahlheimat wurde. Trotz der zahlreichen Preise, die Verner Panton für seine Arbeiten erhielt, ließ die Aufmerksamkeit um seine Person in den 70er Jahren immer mehr nach. Geschuldet war dies auch der Ölkrise, während der Pantons bedingungsloser Umgang mit Kunststoff vermehrt auf Kritik stieß. Doch in den 90er Jahren erlebte seine Kunst ein Revival, Panton designte für mehrere Möbelhäuser und arbeitete an einigen Messen mit. "Licht und Farben", die letzte von ihm gestaltete Ausstellung wurde zwei Wochen nach seinem Tod im September 1998 eröffnet.

Der Vitra Panton Chair war der erste Monoblock-Freischwinger aus Kunststoff

Hersteller

Vitra wurde in den 1930er Jahren als kleines Ladenbaugeschäft in Birsfelden in der Schweiz gegründet und wuchs über die Jahre zu einem der bekanntesten Möbeldesign-Hersteller heran. Neben den Designs von Charles und Ray Eames waren und sind es Kooperationen mit Designern wie Antonio Citterio, Erwan Bouroullec oder Konstantin Grcic, die das erfolgreiche Portfolio Vitras gestalten. Auch zu Verner Panton war der Kontakt Vitras sehr eng. Das Schweizer Unternehmen war es, das sich Anfang der 60er Jahre als einziges bereit erklärte, den Prototyp seines Panton Stuhls zu produzieren. Die Herstellung erwies sich jedoch als schwierig und erst nach einigen Jahren mühevollen Experimentierens konnte Vitra schließlich 1968 damit in Serie gehen. Ein Stück Designgeschichte war geschrieben. Heute sind viele der Vitra Klassiker auf dem Vitra Campus zu sehen, der neben Fabrikations-, Verwaltungs- und Logistikbauten auch das Vitra Design Museum und das VitraHaus beheimatet. Der Name Vitra Campus verweist dabei auf die Zusammenführung verschiedenster künstlerischer Handschriften und architektonischer Stile, die sich dort zusammenfinden und sich in einem ständigen Prozess befinden.

Der Designklassiker Panton Chair Classic von Vitra

Herstellung

Der Panton Chair Classic hat in Bezug auf seine Herstellung eine sehr bewegte Geschichte hinter sich. Die ursprüngliche Idee eines hinterbeinlosen Stuhls verfolgte der Designer Verner Panton zuerst mit einem Entwurf aus geformtem Schichtholz, doch die aufkommenden neuen Materialien seiner Epoche inspirierten ihn zum Umdenken. Nicht mehr an die materialspezifischen Gegebenheiten von zum Beispiel Holz gebunden zu sein, erleichterte natürlich die Formgebung. Die Suche nach einem s-förmigen Stuhl ließ Verner Panton nicht los und er begann mit Kunststoff zu experimentieren, um sie zu realisieren. Entscheidend war dabei die Fußpartie, die ohne feststehende Bodenplatte so geschwungen sein musste, dass sie dem Stuhl trotzdem Halt verlieh - gleichzeitig stellte sich heraus, dass diese Form bequeme Beinfreiheit ermöglichte. Den ersten Prototyp stellte Panton auf dem Mobilia-Club in Dänemark aus, doch seine Hoffnung, einen geeigneten Produzenten für seinen Kunststoff-Freischwinger zu finden, wurde erst einmal enttäuscht. Erst Anfang der 60er Jahre fand er mit dem Hersteller Vitra den richtigen Partner. Bevor allerdings der Panton Stuhl in Serie gehen konnte, musste einige Jahre experimentiert werden und erst 1968 liefen die ersten Stühle in ihrer heute bekannten Gestalt vom Band. Schnell wurde der Pop-Art-Stuhl eine beliebte Designikone und weltweit bekannt. Das aufwendige Verfahren der Herstellung aus Hartschaum wurde Ende der 90er Jahre durch eine verfeinerte Spritzgusstechnik erleichtert, bei der der Panton Chair zwar seine charakteristische, einteilige Form behielt, jedoch wurde er nun aus verstärktem Polypropylen und nicht mehr aus Hartschaum gefertigt. Heute werden beide Versionen von Vitra produziert, außerdem lancierte Vitra 1999 den passenden Kinderstuhl Panton Junior.

Designer Verner Panton

Zeitgeschehen

Die 1950er und 60er Jahre gelten in Verner Pantons Leben und Schaffen als die produktivsten und erfolgreichsten. Damals beschäftigt man sich noch stark mit den Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieges - nicht nur in Bezug auf die geistige Verarbeitung der Geschehnisse, sondern auch in materieller Hinsicht. So stand der Wideraufbau zerstörter Wohnräume im Fokus des öffentlichen Interesses. Aufgrund knapper natürlicher Rohstoffe griff man in den späteren Wohlstandsjahren immer lieber auf das neue Wundermaterial Kunststoff zurück. Die vergleichsweise günstige Herstellung und die Möglichkeit, den leichten Plastikstoff sowohl beliebig einzufärben als auch zu verformen, machten ihn für die breite Masse ebenso beliebt wie erschwinglich. Obwohl es unmittelbar nach Kriegsende vor allem darum ging, viel Wohnraum schnell und günstig aufzubauen, beschäftigten sich die Designer und Architekten jener Zeit nicht nur mit funktionalen Lösungen. Gerade Verner Panton reizte die Möglichkeiten des neuen Modestoffes Plastik voll aus. Direkt nach seinem Studium an der Königlichen Kunstakademie Kopenhagen arbeitete er im Büro von Arne Jacobsen, dessen Einflüsse so wie auch die von Poul Henningsen in Pantons Arbeiten auf den ersten Blick zugegebenermaßen nur schwer erkennbar sind. Sie teilten jedoch seinen Ehrgeiz nach der Entwicklung technologischer Innovationen, die über die reine Funktionalität der Produkte hinausgingen. Trotz Verner Pantons offenkundiger Wertschätzung, die er seinen Lehrmeistern entgegen brachte, gingen ihre Meinungen nicht immer konform. Während Arne Jacobsen für seine organischen Formen und Materialien berühmt war, wurde Panton später eine Schlüsselfigur in der Geschichte des Pop-Designs, das vor allem durch kräftige, auffallende Farben und synthetische Stoffe geprägt war - jedoch ebenso von einer organischen Formensprache lebt, wie die Panton Stühle schön zeigen.

Der Schweizer Hersteller Vitra verfügt über eine umfangreiche Produktpalette

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