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PH 5
PH 5 Classic
PH Snowball
PH 3/2 Tischleuchte
PH 2/1 Tischleuchte
PH 5 Mini
PH 3½-2½ Tischleuchte
PH 3½-3 Pendelleuchte
PH 3/2 Pendelleuchte
PH 4/3 Pendelleuchte
PH Artichoke (Zapfen)

Jubiläum einer Legende - 60 Jahre Poul Henningsen Leuchten

Zum 60-jährigen Jubiläum der PH Leuchten hat Louis Poulsen eine besonders edle Kupfer-Version der PH 5 Deckenleuchte lanciert

Die Idee vom blendfreien Licht

60 Jahre ist es bereits her, dass eine der bekanntesten und beliebtesten skandinavischen Leuchten das Licht der Welt erblickte. Der Leuchtendesigner Poul Henningsen vollendete 1958 eine seiner legendärsten Leuchten, die innovative Pendelleuchte PH 5. Seit Generationen nun spendet die PH 5 blendfreies Licht für unzählige Haushalte, und das weit über Dänemark hinaus. Die Idee Paul Henningsens hinter seinen Leuchten war so simpel wie innovativ: Er wollte eine elektrische Leuchte mit 100 % blendfreiem Licht kreieren. So entwickelte der Designer bereits seit den 1920er Jahren eine ganz eigene Lichtphilosophie und eine Reihe von Lampen, die zum Teil bis heute weltweit bekannt sind. Eines seiner ersten Modelle entstand dabei 1924 in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Louis Poulsen für die Weltausstellung in Paris. Er revolutionierte damit das bisher bekannte Konzept der Leuchte und entwarf seither Leuchten, bei denen er den Schirm dazu nutzte, das Licht abzuschirmen und exakt dorthin zu lenken, wo es tatsächlich gebraucht wurde – und das ohne unnötig zu blenden.

Designer Poul Henningsen revolutionierte die Idee des Leuchtendesigns

Poul Henningsens innovatives Dreischirmsystem

Es setzt sich wohl jeder Designer das Ziel, dass seine Kreationen schön anzusehen sind. Doch stand für Poul Henningsen nicht allein die Optik im Vordergrund; viel wichtiger war es ihm, freundliches, funktionales Licht zu erschaffen. Mit seinen zahlreichen Leuchtenmodellen kam der Däne diesem Ziel Schritt für Schritt näher. Ein Meilenstein dabei war sein berühmtes Dreischirmsystem, das schon 1926 so konstruiert war, dass man aus keinem Blickwinkel heraus direkt auf den Glühfaden der Lampe blicken konnte. Poul Henningsen, oft auch als PH abgekürzt, ging dabei wissenschaftlich an seine Idee heran. Tatsächlich war es zu jener Zeit so, dass die glasklaren Glühbirnen es ermöglichten, die Lichtstrahlen zu berechnen und die Schirme so einzustellen, dass die Leuchten nur indirektes, reflektiertes Licht abstrahlten.


PH 5 Leuchten in Hues of Rose


Die PH 3/2 wurde bereits 1929 designt

Louis Poulsen PH 5 Classic White


Die PH 5 ist und bleibt zeitlos modern


Neue Lichttechnologien bringen neue Herausforderungen

In den 1950er Jahren ergab sich eine neue Herausforderung für den Designer: Neuartige Glühbirnen mit mattiertem Glas kamen auf den Markt und ersetzten die alten, transparenten Leuchtmittel. Das bedeutete, dass das Licht nicht mehr von einem einzigen Punkt der Leuchte abstrahlte, sondern diffus von der gesamten Oberfläche. So wurde das Errechnen der Lichtstrahlenrichtung und deren Lenkung erschwert und ein Umdenken war erforderlich. Nachdem er erfolglos für die alten Glühbirnen argumentiert hatte, dachte PH um und begann eine neue Leuchte zu entwickeln, die 1958 schließlich auf den Markt kam: Die PH 5. Mit ihren fünf sichtbaren Schirmen hatte Poul Henningsen seine Dreischirmleuchte weiterentwickelt und hatte einen Leuchtentypus kreiert, der das nach unten gerichtete Licht mit einem oberen Schirm vereinte, sodass der gesamte Raum blendfrei und stimmungsvoll erhellt wurde. Der funktionalistische Ansatz der PH Leuchte hatte enormen Einfluss auf das gesamte dänische Design, von der Architektur bis zur Mode. Der Wille, gutes und schlichtes Design zu erschwinglichen Preisen zu gestalten, ist der dänischen Designphilosophie bis heute inhärent.

Die PH 5 in Classic White spendet harmonisches und blendfreies Licht


PH Sondereditionen im Wandel der Zeit

Leuchtenhersteller Louis Poulsen lancierte im Laufe der Jahrzehnte immer wieder neue, zeitgenössische Farben und Editionen der PH Leuchten, sodass der so innovativen Leuchte immer wieder neue Versionen mit modernem Anstrich an die Seite gestellt wurden – natürlich stets im Sinne von Henningsens Designphilosophie. So gab es etwa limitierte Kupfer- und Bernsteinversionen der auf das Jahr 1929 zurückgehenden PH 3.5-3 oder die sogenannten Contemporary Editions der PH 5, bei denen die Louis Poulsen Leuchtenklassiker im zeitgenössischen Farbgewand erstrahlten. 2017 kamen sieben neue harmonische Farbtöne sowie die etwas kleinere PH 5 Mini auf den Markt, die das breite Sortiment der PH Leuchten nochmals erweiterten. Zum 60. Geburtstag des Klassikers von Louis Poulsen wurden schließlich die PH 5 sowie die PH 5 Mini in einer besonders edlen Kupfer-Version herausgebracht, die die Herzen von Liebhabern der Poul Henningsen Designs höher schlagen lassen.


Limitierte Bernstein-Version der PH 3.5-3


Limitierte Kupfer Deckenleuchte PH 3.5-3


Schwarze PH 5 Contemporary Edition

Kupfer Edition der PH 5


Zwei der PH 5 Contemporary Editionen


Kupfer Special Edition der PH 3.5-2.5 Tischleuchte


Seit Jahrzehnten atemberaubend: Die PH Artichoke

Poul Henningsens 1958 designte PH Artichoke revolutionierte das Licht-Design

Eine weitere legendäre, etwas pompösere PH Leuchte ist Poul Henningsens PH Artichoke, auch Zapfen genannt. Ob die Leuchte nun eher an eine Artischocke oder einen Tannenzapfen erinnert, sei jedem Betrachter selbst überlassen, fest steht aber: Die extravagante Leuchte ist ein Blickfang, ganz gleich ob zuhause oder im Objektbereich. Mit dem ausgesprochen vielschichtigen Schirm seiner PH Artichoke erreichte Designer Poul Henningsen wieder einmal eine neue Stufe der Lichtarchitektur. Der vielgliedrige Leuchtenschirm der Louis Poulsen Leuchte schafft wie auch die PH 5 100 % blendfreies Licht – jedoch auf eine etwas komplexer anmutende Art. Die Kupfer- oder Edelstahllamellen des Leuchtenklassikers sind in gleichmäßigen Reihen angeordnet und sorgen so nicht nur für symmetrisches, diffus-warmes Licht, sondern machen die PH Artichoke zu einem außergewöhnlichen, skulpturalen Designobjekt, das einen Hauch Luxus in jeden Raum zaubert.

Auch Zapfen genannt, ist die PH Artichoke von Louis Poulsen auch im modernen Zuhause beeindruckend wie eh und je


Herstellung der PH Leuchten

Die Rohlinge der PH 5 Schirmsegmente werden aus gezogenem Aluminium hergestellt und anschließend mit viel Sorgfalt feingeschliffen und pulverbeschichtet. Die Außenseiten der PH 5 Leuchten werden anschließend von Hand matt lackiert, während die Schirme der PH Snowball weiß nasslackiert werden. Die sage und schreibe 72 Blätter der Artischocke wiederum bestehen je nach Ausführung aus gestanztem Kupfer, lasergeschnittenem Edelstahl oder nasslackiertem Stahl. Eine Auswahl hochwertiger und langlebiger Materialien, die hingebungsvolle Handarbeit langjährig geschulter Experten sowie strengste Kontrolle jedes einzelnen Produktionsschrittes sorgen für die herausragende Qualität der PH Leuchten, welche ein Leben lang halten.


Hingebungsvolle Herstellung der PH Snowball

Vollendung der PH Artichoke


 

Designer Poul Henningsen

Über Poul Henningsen

Der Designer Poul Henningsen wurde 1894 als Sohn der berühmten dänischen Schauspielerin Agnes Henningsen geboren. Von 1911 bis 1914 studierte er an der Technischen Schule Frederiksberg sowie von 1914 bis 1917 am Technischen Kolleg in Kopenhagen. Bald darauf fing er an, traditionelle und doch funktionalistische Architektur anzuwenden, wobei sein Schwerpunkt von Anfang an auf der Sparte des Lichtdesigns lag. Nebenher arbeitete er auch als Journalist und Schriftsteller, jedoch war es seine Arbeit als Leuchtendesigner, die ihn weltberühmt machte. Für kurze Zeit war Poul Henningsen während des 2. Weltkriegs der Chefarchitekt bei Tivoli Gardens, jedoch sah er sich wie viele andere auch, bald gezwungen, vor der deutschen Besatzung nach Schweden zu emigrieren, wo er wichtiger Bestandteil der dort ansässigen dänischen Künstlergemeinde wurde.

Poul Henningsen & Louis Poulsen

Poul Henningsens Zusammenarbeit mit dem dänischen Leuchtenhersteller Louis Poulsen begann bereits 1925 und sollte ein Leben lang halten. Und auch nach seinem Tod im Jahr 1967 fuhr der Hersteller fort, die genialen Leuchten Henningsens im Sinne des Designers weiter zu produzieren und gelegentlich um besondere Editionen zu ergänzen. Doch nicht nur als Designer, auch als der erste Herausgeber von Louis Poulsens Unternehmensmagazin „NYT“ brachte sich Poul Henningsen im Hause Louis Poulsen ein. Diesen Job bekam er von Sophus Kaastrup-Olsen, dem damaligenm CEO von Louis Poulsen, nachdem er aufgrund seiner angeblich zu radikalen Ansichten seinen Job bei einer dänischen Zeitung verloren hatte. Die lichttheoretische Pionierarbeit im Zusammenhang mit Lichtstrukturen, Schatten, Spiegelung und Lichtwiedergabe bleibt bis heute ein Grundstein der Unternehmensphilosophie von Louis Poulsen, die Poul Henningsen so nachhaltig geprägt hat.

Poul Henningsen umgeben von seinen Leuchten