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Vitra Panton Chairs von Verner Panton

Vitra Panton Chair von Verner Panton

Panton Chair – Der erste Stuhl aus einem Guss

Der Panton Chair gilt als "erster Stuhl aus einem Guss" und gehört so nicht nur wegen seiner fließenden Dynamik zu den revolutionärsten Möbeldesigns des 20. Jahrhunderts. Anfangs wurde das skulpturale Sitzmöbel des dänischen Designers Verner Panton aus fiberglasverstärktem Polyester gefertigt, die teils handarbeitliche Produktion war allerdings zu teuer und wurde bald auf das günstigere Polysteron umgestellt, das sich qualitativ jedoch nicht durchsetzen konnte.

Der Designklassiker wird seit 1990 unter dem Namen Panton Chair Classic wieder aus dem ursprünglichen und zuverlässigen Vollkunststoff mit Hochglanzlackierung durch Vitra vertrieben. Zuletzt autorisierte Verner Panton eine Version mit matter Oberfläche aus durchgefärbtem Polypropylen, die endlich die beste Qualität zu einem günstigen Preis ermöglicht. Außerdem entwickelte Vitra eine Juniorversion des beliebten Kunststoffstuhls in kindgerechten Farben und Proportionen, den Panton Junior. Aber in welcher Form auch immer - der ergonomische Freischwinger mit seiner einzigartig konkaven Wölbung ist legendäres Wahrzeichen der 1960er-Jahre und moderner Stilgarant zugleich.

Vitra Panton Chair


Die Entwicklung des Panton Chairs

Der dänische Designer Verner Panton hatte Ende der 1950er-Jahre die Vision eines freischwingenden Kunststoffstuhls. Die Idee fand jedoch nirgends Anklang, bis Vitra-Gründer Willi Fehlbaum darauf aufmerksam wurde. Letztlich sah dieser aber keine Möglichkeit, unter den gegebenen technischen Bedingungen solch einen Freischwinger herzustellen. Rolf Fehlbaum und Manfred Diebold, damaliger Leiter der Produktentwicklung bei Vitra, statteten Panton jedoch einen Besuch ab und überzeugten Willi Fehlbaum doch, der Vision Pantons eine Chance zu geben. So startete 1963 die Entwicklung des späteren Stuhlklassikers – eine Herausforderung, die sich als schwerer herausstellte als zunächst angenommen. Nach Jahren des Forschens, Ausprobierens und Querdenkens entstanden endlich einige Prototypen aus handlaminiertem glasfaserverstärktem Polyester, anhand derer die finale Form des Stuhls festgelegt wurde. 1967 schließlich wurden 150 Stück des Panton Chairs, für den damals kaltgepresstes, fiberglasverstärktes Polyester verwendet wurde, produziert: Der erste aus einem Vollkunststoffstück geformte Kragstuhl bzw. Freischwinger war geboren.


Der Panton Chair im Vitra Testcenter in Weil am Rhein

Der Original Panton Chair wird von Vitra bis heute ganz im Sinne Verner Pantons produziert


Der Glaube an eine Idee

Das teure und aufwändige Verfahren konnte der Nachfrage nach dem aufsehenerregenden Stuhl jedoch nicht gerecht werden, weswegen erneut experimentiert wurde. Das führte dazu, dass 1968 eine aktualisierte Version des Panton Chair aus Polyurethan-Hartschaum in Serie ging, die nun auch in größeren Stückzahlen produziert werden konnte. Trotzdem musste noch recht aufwändig manuell nachbearbeitet werden, und auch ein später entwickelter thermoplastischer Kunststoff erwies sich nicht als zufriedenstellend, da dieser aufgrund seiner Beschaffenheit zu viele Änderungen von Pantons Entwurf bedeutete und gleichzeitig nicht so witterungs- und alterungsbeständig war, dass es den hohen Ansprüchen Vitras gerecht werden konnte. Daher wurde 1979 die Produktion vorerst eingestellt. Erst 1990 wagte Vitra einen neuen Versuch und stellte den Panton Chair aus bruchsicherem Polyurethan-Hartschaum her – eine Lösung, die inzwischen dank der fortschreitenden Kunststofftechnologie möglich war. So konnte Pantons Traum von einem qualitativ hochwertigen, industriell gefertigten Kunststoffstuhl endlich Realität werden, obwohl dieser kurz vor der Präsentation des Stuhls 1999 verstarb. In seinem Namen produziert Vitra den Panton Chair nach wie vor und hat inzwischen eine Reihe an Sondereditionen des legendären Stuhls hervorgebracht.


Vitra Panton Stühle am Esstisch

Vitra Kinderstuhl Panton Junior


Panton Chair – das Original kommt von Vitra

Ein Möbeldesign ist nur dann original, wenn der Hersteller die Erlaubnis des jeweiligen Designers oder der Designerin für die Produktion erhält. Daraus ergibt sich die rechtliche Grundlage. Im Falle des Panton Chairs hat Vitra nicht nur die ausdrückliche Erlaubnis von Verner Panton erhalten, der dänische Designer wandte sich Anfang der 60er Jahre selbst an Vitra, weil sich kein Hersteller fand, der in der Lage war, seinen Entwurf umzusetzen. Nachdem auch Vitra Gründer Willi Fehlbaum keine Realisierungsmöglichkeit gesehen hatte, war es sein Sohn Rolf, der die Herausforderung annahm. Vitra war so bereits in den Findungsprozess eines geeigneten Materials und Herstellungsverfahrens eingebunden und ging nach langem Experimentieren im Jahr 1969 mit dem Panton Chair aus Polyurethan-Hartschaum in Serienproduktion. “Ohne Rolf kein Panton Chair”, mit diesen Worten macht Verner Panton höchstpersönlich klar, wie wichtig und persönlich die Verbindung zwischen Hersteller und Designer oder Designerin sein kann, wenn es darum geht, ein Original zu produzieren. Als einzigartiges Vitra Original zeichnet den Panton Chair darüber hinaus aus, dass der Entwurf über Jahrzehnte in enger Zusammenarbeit mit Verner Panton bzw. Verner Pantons Nachfahren mehrmals weiterentwickelt wurde. So wird der Panton Chair heute als Panton Chair Classic aus lackiertem Hartschaum und seit 1999 als Panton Chair aus durchgefärbtem Polypropylen gefertigt. Dank jahrzehntelanger Erfahrung garantiert Vitra die Verarbeitung ausschließlich hochwertiger Rohstoffe aus der EU und steht für höchste Qualität und Originaltreue, was sich in der erweiterten Vitra Herstellergarantie für ausgewählte Designklassiker widerspiegelt.


Panton Chair in Kombination mit anderen Vitra Stühlen


Panton Chair Classic

Der Panton Chair Classic Chrome wurde zum 50-jährigen Jubiläum des Designklassikers lanciert